Gedankensplitter

 

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Pfingsten 19. Mai 2024

Es soll nichts durch Macht oder Gewalt geschehen, sondern durch meinen Geist, spricht Gott Zebaoth. Sacharja 4,6

Glockengeläut

  – Musik (O ewiges Feuer, O Ursprung der Liebe, BW 34) 

Salutatio: P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor
Im Buch der Weisheit steht: „Der Geist des Herrn erfüllt die Erde, Halleluja, und der das All umfasst, kennt jede Sprache.“ (1,7) Stimmen wir zu? Wir haben es mit vielen UN-GEISTER, zu tun: Es ist Krieg in der Ukraine und zwischen Israel und der Hamas, wir fürchten die Energiekrise und taumeln in der Klimakatastrophe hilflos umher. Was für eine Welt? Die Frage könnte doch sein: Was wäre, wenn wir uns darin einübten, unsere Welt so sehen, wie Gott sie sieht: Angefüllt mit seinem Geist – und Gott als einen, der jeden in seiner Sprache versteht? Um diesen Blick einzuüben kommen wir zusammen, und bitten wir am Anfang: Gott, erbarm dich, vergib uns unseren UN-Geist und führe uns einem Leben, dass sich von deinem Geist inspirieren lässt. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Messias. Und wir erhalten zur Antwort: Gott erbarmt sich. Er vergibt uns. Alle, die auf ihn vertrauen, sind Gottes Kinder und werden auch selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied EG 294 Nun saget Dank 

Psalm 118
Halleluja - Der Geist Gottes erfüllt den Erdkreis – Halleluja – und der das All umfasst kennt jede Sprache - Halleluja.
     Dies ist der Tag, den Gott macht; lasst uns darin freuen und fröhlich sein
O Gott hilf! O Gott, lass wohlgelingen! Gelobt sei der da Kommt im Namen des Herren.
    Gott ist es, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.
     Halleluja. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist - Halleluja

Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns
P. Ehre sei Gott in der Höhe – G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Gloria in excelsis
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum das nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, Du willst uns trösten in unseren Befürchtungen und Ängsten, sei uns gnädig und erhöre unsere Gebete. Erleuchtest unsere Herzen durch dein Wort im Heiligen Geist. Gib, dass wir in Deinem Geist leben, seine Kraft erfahren und seinen Trost erleben dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu Christi, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und mit uns ist heute, morgen und alle Tage. Amen

Lied EG 124 Nun bitten wir den Heiligen Geist 

Lesung aus der Apostelgeschichte des Lukas 2,1ff
Am Tag des Pfingstfestes sind alle zusammen. Da entsteht ein Brausen vom Himmel, gewaltig wie Wind, und erfüllt das ganze Haus. Feuerzungen erscheinen, zerteilen sich und lassen sich auf jeden von ihnen nieder. Jetzt sind alle mit heiligem Geist erfüllt. Sie beginnen in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingibt. In Jerusalem wohnen gottesfürchtige jüdische Menschen aus aller Herren Länder. Als sie das Brausen hören, kommen sie zusammen und sind bestürzt, jeder hört sie jeder in seiner eigenen Sprache reden. Das macht Eindruck, man wundert sich: „Sind die nicht aus Galiläa? Wie kommt‘s, dass wir sie in unserer eigenen Sprache reden hören … wie sie die großen Taten Gottes verkünden!“ Ratlos fragen sie sich: „Was soll das bedeuten?“ Andere lachen, ja spotten: ‚Die sind einfach nur betrunken!‘ Da kommt Petrus und spricht: ‚Jüdischen Leute, alle, die ihr hier wohnt: Es ist so, hört meine Worte. Wir sind nicht betrunken, wie ihr denkt – es ist ja erst 9 Uhr morgens – nein, jetzt und hier erfüllt sich die Verheißung des Propheten Joel: „In den letzten Tagen geschieht‘s, da werde ich meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen, eure Söhne und Töchter werden prophetisch reden, junge Männer haben Visionen, eure Alten Offenbarungen träumen. Sogar auf meine Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen … Und jeder, der den Namen Gottes anruft, wird gerettet werden.“

Hallelujavers: Halleluja. Halleluja. Halleluja, Halleluja. Du sendest deinen Odem aus, so werden sie geschaffen und du machst neu das Antlitz der Erde (Psalm 104) - Halleluja. Halleluja. Halleluja. Halleluja. Komm Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe. Halleluja. Halleluja. Halleluja. Halleluja

Lied EG 127 Jauchz Erd, und Himmel 

Lesung aus dem Johannesevangelium (14,25 -27)
P+G: Ehre sei Dir, Herre
Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weilte. Der Helfer aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch über alles belehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. – Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht so, wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! P+G: Lob sei DIR o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 136 O Komm du Geist der Wahrheit 

Predigt Hesekiel 37,1-14 Konfirmation von Lea und Robin Jarosch

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft der Heiligen sei mit euch allen. Amen"

Manchmal ist predigen wie das Jonglieren mit unterschiedlichen Bällen. Da ist heute zum einen Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes. Das Evangelium von Lukas haben wir gehört. Die Jünger, Männer und Frauen, sind versammelt: Da entsteht ein Brausen vom Himmel, gewaltig wie Wind, und erfüllt das ganze Haus. Feuerzungen erscheinen, zerteilen sich und lassen sich auf jeden von ihnen nieder. Jetzt sind alle mit heiligem Geist erfüllt. Sie beginnen in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingibt.

Zum anderen Konfirmation von Lea und Robin, die nach langem und scharfem Unterricht durch ihre Großmutter jetzt fast alles über unseren Glauben wissen, und nun den Segen Gottes bekommen, nachdem sie uns in die Geheimnisse ihrer Konfirmationsverse haben hören lassen.

Und zuletzt ein Predigttext vom Propheten Hesekiel (Ezechiel), bei dem man sich zu Anfang fragt, wie er sich zu den beiden heutigen Anlässen verhält. Aber hören wir selbst:

Es kam über mich des Ewigen Hand, führte mich im göttlichen Geist hinaus und ließ mich ruhen in einem Tal voller Totengebeine. Dort führte er mich um sie herum. Da lagen sehr viele in dem Tal, und sie waren sehr dürr. Er sprach zu mir: ‚Menschenkind. Können diese Gebeine wieder aufleben?‘ Ich erwiderte: ‚Mein Herr, Ewiger. Das weißt nur du allein.‘ Sprach er zu mir: ‚Prophezei über diese Gebeine und verkündige Ihnen: Ihr dürren Gebeine, hört den Ausspruch des Ewigen. So spricht der Ewige, der Allmächtige zu diesen Gebeinen: Seht, ich bringe Lebensgeist in euch, dass ihr wieder auflebt. Ich gebe euch Adern, lasse Fleisch wachsen über euch, überziehe euch mit einer Haut und lege Lebensgeist in euch, dass ihr wieder auflebt und erkennt, dass ich der Ewige bin.‘ Ich prophezeite wie mir befohlen wurde, und als ich so prophezeite, entstand ein Geräusch, das Getöse (einer Bewegung), die Gebeine fügten sich ineinander, ein Bein zum anderen. Ich sah hin, da waren Adern auf ihnen, Fleisch erhob sich und eine Haut spannte sich auf ihnen. Nur Lebensgeist war noch nicht in ihnen. Da sprach er zu mir: ‚Prophezei über den Geist. Prophezei, Menschenkind. So spricht der Herr, der Allmächtige: Von allen vier Seiten komm herbei du Geist! Und hauche diese Leichen an, dass sie aufleben.‘ Ich prophezeite, wie mir befohlen war und der Lebensgeist kam in sie. Sie lebten auf und stellten sich aufrecht, eine ungemein große Menge. Dann sprach er zu mir: ‚,Menschenkind, diese Gebeine bedeuten das ganze Haus Israel. Sie sagen: Verdorrt ist unser Gebein. Geschwunden ist unsere Hoffnung. Abgeschnitten sind wir. Darum prophezei und verkündige ihnen: So spricht der Herr, der Allmächtige: Seht, ich öffne eure Gräber, bringe euch mein Volk aus euren Gräbern herauf und führe euch in das Land Israel. Ihr sollt erkennen, dass ich der Ewige bin, wenn ich eure Gräber geöffnet und euch als mein Volk aus denselben heraufgebracht habe. Ich verleihe euch meinen Geist, von dem ihr dann belebt werdet. Ruhig lasse ich euch auf eurem Erdreich wohnen. Ihr sollt erkennen, dass ich der Ewige es verheißen und vollzogen habe, spricht der Ewige.‘ (Übersetzung nach Moses Mendelssohn)

Eine Szene wie in einem Hollywoodfilm. Man hört quasi, wie sich die morschen, klapprigen Knochen zusammenrücken, sieht wie sie sich mit Haut überziehen, wie sie Augen, Haut und Haare bekommen und ihnen wieder Leben eingehaucht wird. Man könnte jetzt denken, eher eine Auferstehungsgeschichte, also mehr zu Ostern passend, wäre diese Gechichte nicht der Text im Alten Testament, wo das Wort ‚ruach‘ Geist am häufigsten und in seinen verschiedensten Bedeutungen vorkommt. Aus dieser ‚ruach‘, im hebräischen meist feminin, machen die Christianoi später ihren Heiligen Geist. ‚Ruach‘ hat viele Bedeutungen, Wind, Geist, Lebensatem, Kraft. Gottes ‚ruah‘ kann Menschen begeistern, aber auch entgeistern. Im Samuelbuch wird erzählt wie die ‚ruach‘ in die Trupps fährt, die David gefangen nehmen wollen. Danach sind sie unfähig, ihre Aufgabe zu erfüllen. Vielleicht kann man ‚ruach‘ am besten als Geistkraft verstehen.

Im letzten Teil unseres Drehbuchs hören wir die Deutung des Geschehens. ‚,Menschenkind, diese Gebeine bedeuten das ganze Haus Israel. Sie sagen: Verdorrt ist unser Gebein. Geschwunden ist unsere Hoffnung. Abgeschnitten sind wir. Darum prophezei und verkündige ihnen: So spricht der Herr, der Allmächtige: Seht, ich öffne eure Gräber, bringe euch mein Volk aus euren Gräbern herauf und führe euch in das Land Israel. Das verweist auf den Hintergrund der Erzählung. Hesekiel schreibt in der Zeit des babylonischen Exils. (579) Den Staat Juda gibt es nicht mehr, ist jetzt babylonische Provinz. Die Oberschicht, Königsfamilie, Beamte, die wirtschaftliche Elite des Landes wurden nach Babylon umgesiedelt. Viele fühlen sich wie abgeschnitten, lebendig tot. Ihnen verkündet Hesekiel die Rückkehr in die Heimat. Viele fühlen sich, das muss man dazu sagen, in Babylon jedoch ganz wohl. Da kann man nämlich viel besser leben als im ärmlichen Juda, und gute Geschäfte machen. Was war denn Jerusalem? Da standen vielleicht noch drei Häuser und eine kaputte Bushaltestelle. Aber ein Theologe wie Hesekiel hat Langeweile, er braucht seinen Tempel. Das ist sein Geschäft.

Was könnte die Vision des Propheten Hesekiel für eure Konfirmation bedeuten? Ihr bekundet mit eurem Bekenntnis das Bekenntnis eurer Eltern, dass sie für euch in eurer Taufe abgegeben haben. Werdet eigenverantwortliche Mitglieder in der Gemeinde der Christen. Und als solche übernehmt ihr auch ein prophetisches Amt, wie Hesekiel.

Der spielt ja eine doppelte Rolle. Einerseits blick er auf die Situation und das Geschehen, nimmt die Hörer in seine Perspektive hinein, und ist gleichzeitig ein entscheidender Akteur: er vermittelt den morschen Knochen die Botschaft der Wiederbelebung durch Gottes Geist. Das könnte ja eine eurer Aufgaben sein, in der Gemeinde, aber auch anderswo, so in der Schule: darauf zu achten, dass Menschen nicht „lebendig tot“ sind, nicht gefühllos werden, nicht sehend blind oder hörend taub. Vielmehr fähig werden, dem leisen Wind lauschen, den Anhauch Gottes spüren, der aus Toten Lebendige macht, aus Geistlosen Begeisterte. Prophetisch reden bedeutet weniger ‚weissagen‘, wie Luther das hebräische Wort (hinnave) an dieser Stelle übersetzt, nicht ‚vorhersagen‘, sondern heraussagen, was Gottes Wirklichkeit für uns jetzt bedeutet. In dieser Fähigkeit werden wir euch bestärken, konfirmieren, durch den Segen Gottes.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 129 Freut euch, ihr Christen 

Abkündigungen
1. Den nächsten Gottesdienst feiern wir am Sonntag Trinitatis (Dreieinigkeit Gottes) am 26. Mai. Beginn 11 Uhr
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite. www.deka-algarve.com oder auf unserer Facebookseite Deutschsprachige Evangelische Kirchengemeinde - Deka
3. Der Chor trifft sich Donnerstags zur Probe um 18:30 Uhr in der Kapelle. Wer Genaueres wissen will setzte sich bitte mit Annemarie Webster in Verbindung Tel. 282 356 231.
4. Die Kollekte des Gottesdienstes am Sonntag Exaudi ergab 119€. Die heutige Kollekte ist für unsere Gemeindearbeit bestimmt. Gott segne Geber und Gaben.
5. Einladung zum gemeinsamen Essen im Restaurant Taste.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 131 O Heiliger Geist 

Fürbittengebet:
P: Gott, gib uns deinen Heiligen Geist, so werden unsere Herzen erneuert. Komm Geisteskraft, atme in uns und verwandele mit uns die Welt.

A: So viele Menschen sehnen sich nach Frieden in der Ukraine, in Israel und Gaza und vielen anderen Orten. Gott, schicke uns deinen Heiligen Geist, damit wir Wege suchen, Frieden zu schließen. Wir rufen: Kyrie eleison

B: So viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Zukunft, in den überfluteten Regionen, den Dürregebieten, in den von Bürgerkriegen zerstörten Ländern. Gott, schicke uns deines Geisteskraft, damit wir nicht nachlassen, ihnen in ihrer Not zu helfen. Wir rufen: Kyrie eleison

C: So viele Menschen sehnen sich nach Heil an Orten der Verzweiflung und Angst, auf Krankenstationen, an Sterbebetten.
Gott, schicke uns deinen Heiligen Geist, damit wir sie besuchen und ihnen beistehen, wo wir es können. Wir rufen: Kyrie eleison

P: Gott, schick uns deines Geisteskraft. Durch sie haben wir Anteil an deiner Herrlichkeit, können Barmherzigkeit üben und Gerechtigkeit suchen. Heiliger Geist, komm, atme in uns und verwandele mit uns die Welt heute und morgen und alle Tage. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn. G: Gott sei ewiglich Dank – Lied EG 421: Verleih uns Frieden gnädiglich. 

Segen
Gott segne Dich und behüte Dich, Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und Schenke Dir seinen Frieden. Amen

Musik (Friede über Israel, BW 34) 

Wir wünschen allen ein fröhliches Pfingstfest 2024!

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; Web: www.deka-algarve.com Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.

Pastor i.R. Stephan Lorenz Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Urb. Sesmarias,Lote 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7   BIC CCCMPTOL

 

 

 Monatslosung Mai 2024 1. Korinther 6,12

Alles ist mir erlaubt! Ja, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt! Ja, aber ich darf mich nicht von irgendetwas beherrschen lassen.

Πάντα μοι ἔξεστιν· ἀλλ’ οὐ πάντα συμφέρει. πάντα μοι ἔξεστιν· ἀλλ’ οὐκ ἐγὼ ἐξουσιασθήσομαι ὑπό τινος.

Todas as coisas me são lícitas, mas nem todas convêm. Todas as coisas me são lícitas, mas eu não me deixarei dominar por nenhuma delas.

Diese Worte stehen im 1. Brief des Paulus an ‚seine‘ Gemeinde in Korinth. Die hat er fünf Jahre zuvor gegründet. In einer recht ‚jungen‘ Stadt, einem brodelnden Handelszentrum mit Menschen aus vielen Ländern und Kulturen. Der religiöse ‚Markt‘ kaum überschaubar.  Die meisten Mitglieder kommen aus der Unterschicht. Paulus beschreibt sie:  “Damit kein Missverständnis aufkommt: kein Lüstling, kein Götzendiener, kein Ehebrecher, Stricher oder Knabenschänder, kein Langfinger, kein Halsabschneider, kein Trunkenbold, kein Lästermaul und kein Wegelagerer wird das Reich Gottes ererben. All das wart ihr, jedenfalls manche von euch. Doch jetzt seid ihr reingewaschen, heilg geworden, als Gerechte angenommen im Namen unseres Herrn Jesus Christus…“ (6,9.10) Eine feine Gesellschaft. Gebildete Menschen wie der Vorsteher der jüdischen Synagoge Crispius oder der wohlhabende Erastos sind die Ausnahme. Und es gibt Fragen über Fragen, wie man als Christ leben soll. Sie  stehen unbeantwortet im Raum: Wie geht man mit Streitigkeiten um? Was ist mit Ehescheidung? Oder besser jungfräulich leben? Muss man in Sprachen der Engel reden? Ja, muss man überhaupt an die Auferstehung glauben? Um nur einige zu nennen. Sie haben ihren Ursprung auch in den verschiedenen kulturellen Prägungen. Die jüdische Ethik setzt andere Schwerpunkte als die griechisch-lateinische. Es scheint konkurrierende Gruppen zu geben. In einer wäre man der Meinung gewesen, mit der Erhöhung Jesu sei für Christen schon das Weltende überstanden. Das Reich Gottes, schon da. Ergo: Uns kann nichts mehr passieren. Deshalb sei alles erlaubt. Könnte sein, dass Paulus sich an diese Gruppe wendet, indem er ihren Slogan aufnimmt, bejaht und gleichzeitig eingrenzt. Freiheit muss Menschen nützen. Freiheit ja, aber sie darf nicht wieder in irgendwelche Formen von Abhängigkeit führen.  Wer Freiheit allein als ‚Alles ist erlaubt‘ versteht, missversteht sie. Diesem paulinischen Gedanken sind viele gefolgt, die über Freiheit nachgedacht. Ich will zwei zitieren. Rosa Luxemburg hat in ihrer Kritik der beginnenden Bolschewisierung der russischen Revolution darauf bestanden: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden. Man könnte auch den kategorischen Imperativ von Kant in diese Reihe stellen. „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Freiheit gibt es nicht im luftleeren Raum, sie ist erst als Beziehungskategorie richtig verstanden. Ich habe die Freiheit, etwas Nützliches für meine Mitmenschen zu tun. Ich habe die Freiheit, mich und andere nicht in Anhängigkeiten zu begeben, die mir und anderen schaden. Am Ende seines Briefes singt Paulus das hohe Lied der Liebe. Sie füllt Freiheit aus. Macht zur Freiheit frei. Die Liebe ist langmütig, gütig, frei von Eifersucht, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, ist nicht rücksichtslos, sucht nicht den eigenen Vorteil, lässt sich nicht verbittern, rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern vielmehr an der Wahrheit. Liebe deckt alles zu, glaubt alles, hofft alles, erträgt alles. Die Liebe hört niemals auf. Ich wünsche Ihnen einen schönen Monat Mai. Mögen Sie die Freiheit der Kinder Gottes reichlich und in Fülle erleben.

Stephan Lorenz, Pastor i.R. Urb Sesmarias, Carvoeiro – 960 244 439 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Tel 960 244 429

 

 

 

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