Gedankensplitter

 

Monatslosung Juli 2021 Apostelgeschichte 17,27 

καί γε οὐ μακρὰν ἀπὸ ἑνὸς ἑκάστου ἡμῶν ὑπάρχοντα. Ἐν αὐτῷ γὰρ ζῶμεν καὶ κινούμεθα καὶ ἐσμέν.
Ainda que não está longe de cada um de nós; porque nele vivemos, e nos movemos, e existimos.
Gott ist keinem von uns wirklich fern. Denn 'durch ihn leben wir, bestehen wir und sind wir'.

Paulus befindet sich auf seiner 1. Missionsreise, die ihn nach Korinth führen wird. Aus Thessaloniki und Beröa (heute Verea) muss er verschwinden. Seine Mission stößt auf Widerstand. ‚Der will alles verändern‘, heißt es. In Athen macht er laut Lukas Station, um auf sein Mitarbeiterteam zu warten. Paulus selbst erwähnt diesen Aufenthalt mit keinem Wort. Lukas lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen. Er legt Paulus eine fiktive Rede auf dem Areopag in Athen in den Mund. Sie offenbart die Art und Weise, wie er christliche Mission versteht. Der Areopag Gerichtsplatz und klassischer Ort der Auseinandersetzung der philosophischen Schulen. Hier hielt Sokrates seine Reden. Der Anfang ist geschickt. Er offenbart die Methode: Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. (22) Er lobt seine Zuhörer als fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. (23) Das ist der Ansatz. Aufklärung über den wahren Gott. Der wohne nicht in Tempeln, brauche keinen Opferkult und Bedienung auf schönen Altären und in Bildern. Da konnten Stoiker und Epikuräer noch zustimmen. Gott brauche nichts, er ist der Gebende, der sich Offenbarende. „Gott will, dass wir nach ihm fragen, dass wir uns bemühen, ihn irgendwie zu finden, obwohl er keinem von uns wirklich fern ist. Denn 'durch ihn leben wir, bestehen wir und sind wir'. Oder wie es einige eurer Dichter ausgedrückt haben: 'Denn auch wir sind von seiner Art.“ Das letzte ist Zitat des Dichters Aratos von Soloi. Lukas versucht die Menschen da abzuholen, wo sie mit ihren Suchen und Fragen nach Gott sind. Anknüpfung und Wegweisung, wo Suche zum Ziel führen kann. Sympathischer vielleicht als Mission a la Bonifatius, der zur Axt greift und Bäume fällt. Es sei hinzugefügt, dass Paulus nicht ganz überzeugen konnte. Die Stoiker reagierten freundlich: ‚Interessant, darüber müsste man mal irgendwann weiterreden.‘ Die Epikuräer lachten ihn einfach aus. ‚So einen Quark haben wir lange nicht gehört‘. Immerhin, auf lange Sicht hat der Dialog zwischen christlichen Theologen und griechischer Philosophie dem Christentum zur Klärung wichtiger Fragen geführt, z.Bsp. wie man sich die Trinität Gottes vorstellen könnte.
Und was könnte das für uns bedeuten? Wir sind ja in einer ähnlichen Situation. Wir haben unsere ganz persönlichen Gotteserfahrungen: in persönlichen Begegnungen, im Anschauen der Natur, in eigenen Lebenserfahrungen von Glück und Leid. Die sind wichtig und bilden die Basis für unseren Glauben, unsere Lebensphilosophie. Und ebenso hilfreich ist, wenn wir unsere Lebens- und Glaubenserfahrungen mit dem abgleichen, was uns die Geschichten der Bibel von Gott erzählen. Unsere Erfahrungen befragen, ja stellen die biblischen Erzählungen in Frage. Und umgekehrt: die biblischen Erzählungen befragen, ja stellen die Deutungen unserer Erfahrungen in Frage. Aus diesem konflikthaften Dialog kann unser Glaube wachsen, wird unsere Lebensdeutung uns deutlicher. Es ist ein – wenn man so will – von Gott selbst gewollter Dialog: „Gott will, dass wir nach ihm fragen, dass wir uns bemühen, ihn irgendwie zu finden, obwohl er keinem von uns wirklich fern ist. Denn 'durch ihn leben wir, bestehen wir und sind wir'. Ich wünsche Ihnen einen schönen erholsamen Juli.

Pastor i.R. Lorenz, Urb Sesmarias, Lote 84, 8400-565 Carvoeiro; 960 244 439

 

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Gottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis, 25. Juli 2021

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5

 

 

Glockengeläut 

  Musik (Wo Gott der Herr nicht bei uns hält) 

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor:
Im Psalm 40 heißt es: „Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; und dein Gesetz ist im Innern meines Herzens“. Wir lesen die Worte, und fragen: Tun wir, was Gott wohlgefällt, ist sein Gesetz in unseren Herzen? Das beantworte hier jeder für sich selbst! Aber ich fürchte, wir tun eher nicht, was Gott wohlgefällt, wir folgen ganz anderen Gesetzmäßigkeiten, wie: das muss sich doch rechnen und wo bleibe ich? Und ernten mit Schrecken die Früchte unseres Tuns. Wir Christen kommen im Gottesdienst zusammen, um herauszufinden, was Gott wohlgefällt und seinen Willen uns zu Herzen zunehmen. Wenn wir hierher kommen, geben wir damit auch zu: wir Menschen machen bei dem Versuch unser Leben nach unserem Wohlgefallen zu gestalten, unser eigenes und das Leben vieler anderer Menschen oft noch mehr zur Hölle als es ohnehin schon ist. Deshalb beten wir am Anfang: Gott, erbarme dich unser, vergib uns unsere Schuld und führe uns zum ewigen Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Herrn. Und wir erhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst bestätigen möge: Gott hat sich schon lange unserer erbarmt, er hat uns durch Jesus Christus vergeben und alle, die das glauben können, befähigt, Gottes Kinder zu sein. Und sein Heiliger Geist wir mit ihnen sein. Wer das glauben kann, der wird auch selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied EG 295 Wohl denen, die da wandeln 

Psalm 84
Gott hier denken wir an deine Güte. Wie dein Name, ist auch dein Ruhm bis ans Ende der Zeit.
   Groß bist DU, Gott und wirklich zu loben in an diesem Ort.
Schön ist es hier, alle freuen sich daran.
   Wie wir es gehört haben, so sehen wir es hier: Du erhältst uns ewig.
Wirklich, so bist DU Gott, unser Gott für immer. DU bist es, der uns leitet.
   Gott hier denken wir an deine Güte. Wie dein Name, ist auch dein Ruhm bis ans Ende der Welt.
Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns
P. Ehre sei Gott in der Höhe – G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Gloria in excelsis
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum das nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, der Du uns tröstest in aller Angst, höre unser Gebet und sei uns gnädig. Du gibst uns eine Menge zeitlicher und ewiger Güter und Kräfte, wir bitten dich: Hilf uns, dass wir deine Gaben mit Dank empfangen und sie nicht missbrauchen, sondern als deine Heiligen, Hausgenossen und Stellvertreter tun, was deinem Willen entspricht – wir bitten das durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Lied EG 497 Ich weiß mein Gott, dass all mein Tun 

Die Lesung des heutigen 8. Sonntages nach Trinitatis steht im Brief an die Gemeinde in Ephesus (5,8-14):

Führt euer Leben als Kinder des Lichts – die Frucht des Lichts erweist sich nämlich in lauter Gütigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit –,und prüfet dabei, was dem Herrn wohlgefällig ist. Habt auch nichts zu tun mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, legt vielmehr missbilligend Zeugnis gegen sie ab; denn was im Verborgenen von ihnen getrieben wird, davon auch nur zu reden ist schandbar. Das alles wird aber, wenn es aufgedeckt wird, vom Licht getroffen und offenbar gemacht; denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht. Daher heißt es auch: „Wache auf, du Schlafmütze, stehe auf von den Toten! Dann wird Christus dir aufleuchten.“

Hallelujavers Halleluja. Halleluja. Halleluja. Nicht uns Gott, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und Treue willen (Psalm 115,1) Halleluja. Halleluja. Halleluja

Lied EG 318 O gläubig Herz, gebenedei 

Die Lesung des Evangeliums steht im Matthäusevangelium im 5. Kapitel (11-16)

P+G: Ehre sei dir Herre
Selig seid ihr, wenn man euch um meinetwillen schmäht und verfolgt und euch lügnerisch alles Böse nachredet! Freuet euch darüber und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel! Ebenso hat man ja auch die Propheten vor euch verfolgt.« »Ihr seid das Salz der Erde! Wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es wieder gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als aus dem Hause geworfen und von den Leuten zertreten zu werden. –Ihr seid das Licht der Welt! Eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter: dann leuchtet es allen, die im Hause sind. Ebenso soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der im Himmel ist, preisen.
P+G: Lob sei dir, o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 322 Nun danket all und bringet Ehr 

Predigt 1. Korinther 6, 9-12.19.20

Die Gnade unseres Bruders Jesu Christi, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Als wir vor 14 Tagen hier zusammenkamen, da stand die Erinnerung an unsere Taufe im Mittelpunkt. Am letzten Sonntag war es das Abendmahl. Taufe und Abendmahl markieren eine Wende im Leben eines Menschen: Eine Veränderung der Werte, Maßstäbe und des Verhaltens. Davon waren die ersten Christen überzeugt. Der heutige Sonntag führt diese Gedanken fort.

Führt euer Leben als Kinder des Lichts, so haben wir es in der Lesung aus dem Epheserbrief gehört. Er nimmt Jesu Aufforderung aus dem Matthäusevangelium auf: Ihr seid das Licht der Welt! … So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der im Himmel ist, preisen.

Darum geht es heute an diesem Sonntag. Wie sollen Christen leben. Hohe Ansprüche stehen im Raum. Kaum einer von uns würde sich als ‚Kind des Lichts‘ bezeichnen. Ich jedenfalls nicht. Vielleicht als Funzel. Aber ich würde mich auch nicht zu denen zählen, die Paulus nennt, wenn er an seine Christen in Korinth schreibt.

Ihr wisst doch ganz genau, dass Menschen, die Unrecht tun, das Reich Gottes nicht erben können. Damit keine Missverständnisse aufkommen: kein Lüstling, kein Götzendiener und Ehebrecher, kein Stricher und Knabenschänder, kein Langfinger und kein Halsabschneider, kein Trunkenbold, kein Lästermaul und kein Wegelagerer wird das Reich Gottes erben. All das wart ihr, jedenfalls manche von euch. Doch jetzt seid ihr reingewaschen, heilig geworden, als Gerechte angenommen im Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Heiligen Geist unseres Gottes. Der Satz ‚Alles ist erlaubt‘ gilt zwar, doch ich füge hinzu. Nicht alles ist auch zuträglich. ‚Alles ist erlaubt‘ – doch darf ich mich nicht von irgendetwas beherrschen lassen. … Jeder Leib eines Christen ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist wohnt in euch. Gott hat ihn euch geschenkt. Ihr seid damit Gottes Eigentum und gehört nicht mehr nur euch selbst. Der Preis, mit dem ihr erkauft wurdet, war hoch: Gott hat sich selbst als Heiligen Geist in euer Herz gegeben und euch so zum Eigentum erworben. Verherrlicht Gott mit eurem Leib. (Übersetzung nach Berger/Nord)

Ein Brief, der provoziert. Provozieren will. Wie sollen Christen leben? – die Frage bewegt Paulus wie die Christen in Korinth.

Korinth war eine große Stadt mit vielleicht 100.000 Bewohnern, eine Großstadt. Hier gründete Paulus eine Gemeinde. Sie sollte eine Gegenwelt zu den Maßstäben der damaligen Zeit zu bilden. Neues, anderes Leben, befreiende Lebensmöglichkeiten aufzeigen. Die Gemeindemitglieder normale Bürgerinnen und Bürger, aber auch Proletarier und Menschen aus der Unterschicht. Sie brachten ihre je eigene persönliche Geschichte mit. Paulus nennt Menschen, die sich Sex kaufen, die Götzen dienen oder die Ehe brechen. Er nennt Stricher und Kinderschänder, Diebe, Habgierige, Säufer, Verleumder und Räuber. Jedenfalls „manche von euch gehörten früher dazu“. Kein wirklich attraktiver Verein, würde ich meinen.

Aber, ist‘s heute völlig anders? Ich gehe davon aus, dass auch heute in unseren Gemeinden normale Menschen zusammenkommen. Jede und jeder bringt seine Geschichte mit. Auch wenn wir nicht solche steilen Karrieren vorweisen können, wie Paulus sie beschreibt. Moralisch Unfehlbare, wie sie Matthäus vor Augen hat, wird es bei uns nicht geben.

Paulus macht den Christen in Korinth nicht ihre Lebensgeschichte zum Vorwurf. Er betont vielmehr: „Solche seid ihr gewesen, nun aber seid ihr es nicht mehr!“ Taufe und Tischgemeinschaft haben euer Leben verändert. „Jetzt seid ihr reingewaschen, heilig geworden, als Gerechte angenommen im Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Heiligen Geist unseres Gottes. Paulus ist überzeugt: Gott sieht uns anders an, - eben als Heilige -, darum wird auch unser Lebensvollzug ein anderer werden!

Paulus sagt: Der Heilige Geist wohnt in allen von uns. Sein Wohnen in uns bewirkt Verhaltensänderung. Durch die Begegnung mit Jesus Christus, seinem Wort, in Taufe und Tischgemeinschaft sind wir sich beständig ändernde. Mit seinen Beispielen ausgedrückt: Wer kriminell war, muss es nicht bleiben. Wer bisher triebhaft gelebt und andere ausgebeutet hat, muss so nicht weitermachen. Ein Alkoholkranker kann trocken werden. Ein Lästermaul kann durchaus seine Klappe halten. Und er widerspricht nicht, wenn einige in Korinth behaupten ‚Alles ist erlaubt‘ – und fügt hinzu „nicht alles ist zuträglich.“ Matthias Claudius, der Liederdichter hat diesen Gedanken einmal so ausgedrückt: Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet.

Wie sollen wir leben? Wir leben so, dass es uns selber und der Gemeinschaft gut tut. Würde Paulus antworten. Und es nicht egal ist, was wir mit unserem Körper tun. Die eher griechische Auffassung einer Dichotomie zwischen Leib und Geist ist dem Juden Paulus eher fremd. Die jüdische Theologie hat ein ganzheitliches Menschenbild. Der ganze Mensch. Nicht nur die Seele steht in enger Verbindung zu Gott, sondern auch der Körper. Ein modern klingender Gedanke. Die Psychosomatik lehrt uns, wie sehr beide miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. So ist es nicht nur medizinisch, sondern auch geistlich geboten, mit dem eigenen Körper gut umzugehen, damit es uns insgesamt gut geht.

Euer Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Das war für manche in Korinth neu. Und ist’s für heutige Leibfeindliche Theologen noch immer. Aber es gilt: Wir loben Gott mit dem Herzen Mund und Händen.

So geht christliches Leben. Manchmal ganz einfach. Was haben wir nicht alles in den letzten Tagen mit unseren Händen Liebevolles und Gutes getan: eine liebevolle Berührung, jemandem geholfen, eine Mahlzeit zubereitet, unsere Blumen gegossen, neue gepflanzt, jemandem die Hand gereicht oder sie einem anderen Menschen ermutigend auf die Schulter gelegt. Manchmal reicht wenig, um andere spüren zu lassen: Gottes Heiliger Geist wohnt in uns.

Das gilt auch für unsern Mund. Der kann kritisieren und schlecht reden, aber auch Liebevolles sagen, Mut zusprechen, Küsse verteilen. Und unsere Augen. Wenn Gott in mir wohnt – kann ich Menschen gütig schauen, freundlich, liebevoll anschauen.

Der Heilige Geist wohnt in euch. Dergestalt können wir uns wie selbstverständlich fragen, was unser Lebensstil dazu beigetragen hat, dass es zu solch katastrophalen Ereignissen kommen konnte, wie sie Menschen in Deutschland, Belgien, Holland oder in China in der Flutkatastrophe erleben mussten.

Der Heilige Geist wohnt in allen von uns. Sein Wohnen in uns bewirkt Verhaltensänderung. Durch die Begegnung mit Jesus Christus, seinem Wort, in Taufe und Tischgemeinschaft sind wir welche, die sich beständig ändern können. Und deshalb werden wir unseren Lebensstil hinterfragen und ändern und die Antworten nicht unseren Kindern zuschieben. Auch wenn es schwerfällt, liebgewordenen Angewohnheiten abzulegen. Unsere Freiheit besteht eben darin, dass wir alles tun können, was anderen – auch zukünftigen Generationen - nicht schadet.

Martin Buber erzählt, wie der Kozker Rebbe einige Leute fragte: „Wo wohnt Gott?“ Um schließlich selbst seine Frage zu beantworten: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“

Lassen wir IHN als hereinkommen, seinen Geist Wohnung in uns nehmen und uns verändern. Unser Schaden wird’s nicht sein.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 262 Sonne der Gerechtigkeit 

Abkündigungen
1. In der Sommerpause finden die Gottesdienste alle 14 Tage statt. Den nächsten Gottesdienst in der Kapelle feiern wir daher am 8. August, das ist der 10. Sonntag nach Trinitatis. Beginn, wie immer, um 11 Uhr.
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite www.deka-algarve.com
3. In der Sommerpause trifft sich der Chor nicht
4. Der Gesprächskreises trifft sich wieder im September.
5. Wir sammeln weiterhin für die ‚foodbank‘ unserer katholischen Schwestergemeinde. Wer Grundnahrungsmittel hat, die er/sie spenden will, setze sich mit Pastor Lorenz in Kontakt
6. Hinweis auf die Gemeindetagung in Porto 1 bis 3. Oktober. Bitte anmelden.
7. Die Kollekte des letzten Gottesdienstes betrug 66,40 €. Gott segne Geber und Gaben. Wer möchte kann uns Spenden auf unser Konto überweisen: IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 SWIFT/BIC : CCCMPTPL - BIC CCCMPTOL
Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 331 Großer Gott wir loben dich 

Fürbittengebet
P: Gott, Wasserfluten haben Deutschland heimgesucht, Dörfer und Städte zerstört. Das Ausmaß der Verwüstungen macht uns sprachlos. Wir bitten Dich.

A: Menschen, Tieren und Pflanzen sind umgekommen. So viele. Menschen ist die Lebensgrundlage geraubt, Lebenswerke zerstört. Infrastruktur über Jahre zerstört. Schenke den Menschen die Kraft zum Wiederaufbau, lass sie nicht verzweifeln, hilf Ihnen Wege aus dem Chaos zu finden. Gib uns Mut zur Solidarität. Wir rufen: Kyrie eleison

B: Und wir fragen uns: Was haben die Unwetter, die Katastrophen auf der Erde mit unserem Lebensstil zu tun? Wir ahnen, weniger Ansprüchlichkeit heißt mehr Lebensqualität. Gib uns Kraft, uns zu verändern, eine andere angemessene Haltung der Erde und der Natur gegenüber zu lernen. Wir wissen, einfach wird es nicht. Wir rufen: Kyrie eleison

P: Gott, schenke uns deinen Geist, weise Du uns den Weg zur Besserung, der vor uns liegt. Du bist unser Licht, unsere Hoffnung. Wir vertrauen, dass dein Bund mit uns kein Ende hat. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demission/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn – G: Gott sei ewiglich Dank  Lied EG 421 Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang (Bach: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist) 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail¬: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 SWIFT/BIC : CCCMPTPL - BIC CCCMPTOL

 

 

 

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