Gedankensplitter

 

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

!. Advent, 27. November 2022

Euer König kommt zu euch! Er ist gerecht vor Gott, und er bringt die Rettung. Sacharja 9

Glockengeläut 

  -  Musik ( BW36 Der du bist dem Vater gleich, Führ hinaus den Sieg im Fleisch, Daß dein ewig Gott'sgewalt In uns das krank Fleisch enthalt.)

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor:
Im Psalm 50 heißt es: Unser Gott kommt und schweigt nicht. Wir hören diese Worte. Nur allzu oft ist unsere Erfahrung: Gott schweigt. Schweigt zu unseren Tränen, unserer Angst. Wie oft fragen wir, wo bist DU, Gott? So nehmen wir unser Leben in die eigene Hand. Wir kommen wir hier im Gottesdienst zusammen, um ermutigende Worte zu hören. Und unterscheiden zu lernen zwischen dem, was wir tun können und dem, was in Gottes Hand alleine liegt. Wir bitten am Anfang: Gott, erbarme dich unser, vergib uns unser Misstrauen; führe uns zum Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Herrn. Und wir erhalten gleich die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst bestätigen möge: Gott hat sich unserer erbarmt, Jesus Christus ist gekommen, um unser Vertrauen zu werben. Wer das glauben kann ist Gottes Kind. Sein Geist wird mit ihn leiten. Und er wird selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied 1 Macht hoch die Tür 

Psalm 24
Hosianna, dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen Gottes! Hosianna in der Höhe!
     Schaut auf, ihr Tore, und öffnet euch weit; schwingt auf, ihr ewigen Pforten: Der König zieht ein, mit Ehre geschmückt!"
"Wer ist dieser König, so herrlich geehrt?" "Es ist Gott, mächtig und stark, Gott, der Sieger im Kampf!"
     "Schaut auf, ihr Tore, und öffnet euch weit; schwingt auf, ihr ewigen Pforten: Der König zieht ein, mit Ehre geschmückt!"
"Wer ist dieser König, so herrlich geehrt?" "Es ist Gott, von Heeren umringt! Er ist der König, herrlich geehrt!"
     Freue dich sehr, du Tochter Zion, und jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns
P. Ehre sei Gott in der Höhe – G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Gloria in excelsis
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum das nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, tröste uns in unserer Angst, sei uns gnädig. erhöre unser Gebet. Wir warten auf dein Kommen. Du kennst unsere Situation, unser Leiden, unsere Sorgen, unsere Fragen und Antworten. Wir sehnen uns nach Gesundheit, Geborgenheit, danach, dass DU uns anschaust. Wann wirst du kommen, um uns zu erneuern? Wann wirst Du das Schreien der Verzweifelten hören? Du allein kannst helfen, wir hoffen auf Dich und dein Kommen.
Das beten wir im Namen deines Sohnes Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist uns Kraft gibt heute und morgen. Amen

Lied EG 7 O Heiland reiß die Himmel auf 

Die Lesung des heutigen Ewigkeitssonntages im Kirchenjahr steht im Brief des Paulus an die Christen in Rom (13, 8-12):
Abgesehen davon, dass ihr einander lieben sollt, bleibt keinem etwas schuldig! Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das Gesetz sagt: "Du sollst die Ehe nicht brechen, du sollst niemand ermorden, du sollst nicht stehlen, du sollst der Begierde keinen Raum geben." Diese und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses an. Darum wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt. Achtet also auf die Gelegenheiten, die Gott euch gibt. Es ist höchste Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen, denn jetzt ist unsere Rettung noch näher als damals, als wir zum Glauben kamen. Die Nacht geht zu Ende, bald ist es Tag. Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen!

Hallelujavers Halleluja. Halleluja. Halleluja. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. (Psalm 50,2.3) Halleluja. Halleluja. Halleluja 

Lied EG 11 Wie soll ich dich empfangen 

Die Lesung des Evangeliums steht bei Matthäus im 21. Kapitel (1-11)
P+G: Ehre sei dir Herre
Als sie in die Nähe von Jerusalem kommen, kurz vor Betfage am Ölberg, schickt Jesus zwei Jünger voraus. "Geht in das Dorf", sagt er, "das ihr dort vor euch seht! Gleich, wenn ihr hineingeht, werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie her. Sollte jemand etwas zu euch sagen, dann antwortet einfach: 'Der Herr braucht sie und wird sie nachher gleich wieder zurückbringen lassen.' "Das geschieht, weil sich erfüllen soll, was der Prophet gesagt hat: "Sagt der Tochter Zion: Dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und reitet auf einem Esel, und zwar auf dem Fohlen, dem Jungen des Lasttiers." Die beiden machen sich auf den Weg und führen alles so aus, wie Jesus es ihnen aufgetragen hat. Sie bringen die Eselin und das Fohlen. Dann legen sie ihre Umhänge über die Tiere, und er setzt sich auf das Fohlen. Sehr viele Menschen breiten jetzt ihre Umhänge auf dem Weg aus, andere hauen Zweige von den Bäumen und legen sie auf den Weg. Die Leute, die vorauslaufen, und auch die, die Jesus folgen, rufen: "Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Hosianna, Gott in der Höhe!" Als Jesus in Jerusalem einzieht, kommt die ganze Stadt in Aufregung, und alle fragen: "Wer ist dieser Mann?" Die Menge, die Jesus begleite, antwortet: "Das ist der Prophet Jesus aus Nazaret in Galiläa.
P+G: Lob sei Dir, o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 13 Tochter Zion 

Predigt
Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Eines Tages – spricht GOTT – da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Und er wird als König königlich regieren, alles wird ihm mit Weisheit gelingen, er wird Recht und Gerechtigkeit im Land schaffen. Wenn er regiert wird Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. So wird er heissen, so werden sie ihn nennen: GOTT ist unsre Gerechtigkeit. Eines Tages – spricht GOTT – da wird man nicht mehr sagen: GOTT lebt, denn er hat die Kinder Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt. Sondern: GOTT lebt, denn er hat die Nachkommen Israel aus dem Land des Nordens und aus allen Ländern nach Hause gebracht, wohin sie vertrieben wurden. Und dann werden sie auf ihrem Acker wohnen bleiben für immer. (Jeremia 23,5-8)

Der Propheten Jeremia redet von kommenden Tagen. Er ruft Sehnsüchte wach. Sehnsüchte, die tief in unserer Seele der Menschen wohnen. Sehnsüchte nach einem, der die Menschen wirklich gut leitet. Der alles mit Weisheit angeht, dem es gelingt, gerecht zu sein, der Sicherheit unseres Lebens garantiert. Wenn er kommt, endet unser Leid. Durch ihn werden alle, die aus der Welt gefallen sind, nach Hause gebracht.

Solche Sehnsüchte kennen wir. Wir kennen sie, gerade weil wir es in unserem eigenen Leben auch anders erfahren. Wenn wir mit unserem eigenen Leiden konfrontiert sind. Wenn wir aus der Welt fallen, die gerade noch unsere Heimat war.

Ach, dass wir frei würden von allem Leiden und aller Todesgewalt. Ach wären wir die, die mit Tränen gesät haben, nun mit Freuden ernten könnten. Ach, wenn es so wäre – für uns!
Kein Zweifel, Jeremia hat auf einen Gott gehofft, der dazwischenschlägt, die Ungerechtigkeiten richtet und die Täter verstößt. Er hatte gehofft, dass die Menschen sich eines Besseren belehren lassen. Passiert ist das nicht. So die Erfahrung des Jeremia.

Sollten wir deshalb seinen Traum ad acta legen? Sollten wir unsere Sehnsucht nach einem besseren Leben aufgeben? Jeremias redet von kommenden Tagen. Von Tagen, wo Gott jemandem schickt, der Recht und Gerechtigkeit im Land aufrichtet, der die Menschen nach Hause bringt. Wer ist der König der kommenden Tage - dieser Davidspross?

Wir wissen nicht, wen der Prophet Jeremia gemeint hat. Vielleicht wusste er es selbst nicht. Auch heute gibt es keinen Heilsbringer. Die, die das von sich behaupten, machen einem noch mehr Angst. Jeremia gibt in seinen Worten einen Hinweis, der weiterführen kann.

Die Menschen werden, so sagt er, den König der kommenden Tage bei seinem Namen rufen. Und der heißt:

GOTT (ist) unsre Gerechtigkeit.

Die Gerechtigkeit, unser Heil kommen von Gott selbst. ER ist unsre Gerechtigkeit. Sie geschieht, wenn dieser König regiert.
Und noch etwas kommt dazu: Auch wir sind Bestandteil dieses Königsnamens: Gott unsere Gerechtigkeit. So kommen Gott und wir in diesem Namen zusammen.
Gott unsere Gerechtigkeit. Er ist unser Heil. Wir sind von ihm und bei ihm aufgehoben. Das ist der Name, bei dem wir Menschen diesen König rufen werden.

Wir Christen denken bei diesem Namen an den, der zu uns so gesprochen hat:

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.

So rufen wir ihn auch: Jehoschua – Jesus – GOTT unsere Hilfe.

Von ihm wird erzählt:

Als er die Menschen sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.

In Jesu Namen – so glauben wir – gilt Gottes Verheißung allen Menschen auf dieser Erde und zu allen Zeiten. ER kommt. In Jesu Gesicht hat Gott uns Menschen sein Gesicht gezeigt.

Aber erfüllt er unsere Sehnsüchte? Nicht wie ein Märchen- und Wunderkönig. Manche Menschen, auch seine Jünger, wollten Jesus schon damals zu einem König machen. Aber Jesus lief ihnen davon.

ER erfüllt nicht unsere Sehnsüchte nach einem starken Mann, der alles in Ordnung bringt. Jesus ist ein schwacher Mensch. Das Schild „König der Juden“ hängt über seinem Kreuz. Da, wo er am schwächsten war, ist er unser Heil. In IHM hört Gott unsere Sehnsüchte. In IHM lässt er uns Heil werden.

Aber wir schreien noch immer: Wo bleibst du Trost der ganzen Welt? Wir erleben noch immer in Krankheit und fürchten den Tod!

Wann, GOTT, dürfen wir das spüren, dass DU uns froh machst? – fragen wir sehnsüchtig. Vielleicht hilft uns dieses Bild zu verstehen: Bleibt nicht manchmal der Spross eine lange dunkle Zeit in der Erde und wir sehen keine Spitze, die Leben verrät? Und es lebt doch und kommt ans Licht, was Gott sprossen lassen will. Gott will aber in dieser Zeit des Wartens auch uns wachsen lassen.

Wie denn? Indem wir uns ausstrecken zu ihm hin. Seinem Kommen entgegen. Indem wir beten, schreien nach Gesundheit - und selbst das tun, was unserer Heilung dient. Hier in diesem Leben werden wir empfindlicher für das, worunter Menschen leiden, hier werden wir aufmerksam gegenüber der Zerbrechlichkeit unseres Lebens. So strecken wir uns aus, auf IHN hin – jeden Tag, jede Woche, Jahr um Jahr, weil wir hoffen mit unserer ganzen Hoffnungs- und Hilflosigkeit.

ER wird kommen, und dann, dann geschieht unsere Gesundung. In dieser Hoffnung wider alle Hoffnung warten wir. Und während wir warten, - so meint Jeremia - zieht er uns schon hinein in sein Kommen, - indem wir glauben, was wir hoffen und tun, was wir glauben.

Das ist vielleicht ein Geheimnis des Advents, das wir Menschen heute weitersagen können.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied 4 Nun Kommt der Heiden Heiland 

Abkündigungen:
1. Den nächsten Gottesdienst feiern am nächsten Sonntag, dem 4. Dezember, das ist der 2. Advent. Beginn um 11 Uhr. In diesem Gottesdienst werden wir mit unserem Chor Advents- und Weihnachtslieder singen.
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite www.deka-algarve.com
3. Der Chor trifft sich am Donnerstag, 8. Dezember um 17:30 Uhr in der Kapelle
4. Wir sammeln für die ‚foodbank‘ unserer katholischen Schwestergemeinde.
5. Die Kollekte des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag betrug 106 €. Gott segne Geber und Gaben.
7. Einladung zum gemeinsamen Mittagessen.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 3 Gott heilger Schöpfer aller Stern 

Fürbitte
P: Gott, wir warten auf deinen Sohn Jesus, den Christus. Höre unsere Bitten und Sorgen, Stärke uns im Glauben, auf dass wir angemessen handeln.

A: Wir sorgen uns um unsere Zukunft. Jugendliche protestieren, damit unser Planet bewohnbar bleibt. Unsere Kinder leiden noch immer unter den Folgen der Pandemie. Viele fragen sich, wovon sie leben werden. Obdachlose und Flüchtlinge suchen nach Unterkunft. Für unsere Zukunft brauchen wir deine Ermutigung und Kraft. Wir rufen: Kyrie eleison

B: Gott, wir warten auf deinen Sohn Jesus, den Christus. Wir sorgen uns um den Frieden in der Ukraine, in unserer Gesellschaft. Menschen schlachten sich ab. Die einen verachten die anderen. Die einen bedrohen die anderen. Die einen vertreiben die anderen. Wir brauchen dein Wort, das uns Mut macht, den Frieden zu suchen. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison

C: Gott, wir warten auf deinen Sohn Jesus, den Christus. Wir sorgen uns um die Kranken, die, die einsam sind, die um Atem ringen, unheilbar krank sind. Gibt uns Kraft und Ausdauern, den Kranken beizustehen. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison

P: Gott, wir warten auf deinen Sohn Jesus, den Christus. Wir fragen nach deinem Wort, das unsere Existenz überschreitet und uns zum ewigen Leben weist. Wir hoffen an jedem neuen Tag auf dich. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn – G: Gott sei ewiglich Dank - Lied EG 421 Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang (BW 63 Nun kommt der Heiden Heiland) 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 BIC : CCCMPTPL - 

 

Monatslosung November 2022  Jesaja 5,20

Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die Finsternis als Licht hinstellen und das Licht als Finsternis, die Bitteres für süß und Süßes für bitter ausgeben!

הוֹי הָאֹמְרִים לָרַע טוֹב וְלַטּוֹב רָע שָׂמִים חֹשֶׁךְ לְאוֹר וְאוֹר לְחֹשֶׁךְ שָׂמִים מַר לְמָתוֹק וּמָתוֹק לְמָר

Ai dos que ao mal chamam bem e ao bem, mal! Que fazem da escuridade luz, e da luz, escuridade, e fazem do amargo doce, e do doce, amargo!

Aufschrei des Propheten Jesaja: „Ihr seid verrückt, wenn ihr denen vertraut, die Böses gut nennen und Licht Finsternis! Geht ihr denen auf den Leim, geht‘s Licht aus, zappenduster wird’s im Leben.“ Sein Warnruf steht am Ende des wunderbaren Gedichts vom Weinberg. Lasst mich von meinem Herzensfreunde singen, nämlich das Lied meines Freundes von seinem Weinberg! Der Weinberg ein Bild für das Volk Gottes. Der besungene ‚Freund‘ Gott selbst. Viel Liebe und Arbeit steckt er in seinen Weinberg. Doch was geschieht? Ein hebräisches Wortspiel (5,7) bringt es auf den Punkt:

וַיְקַו לְמִשְׁפָּט וְהִנֵּה מִשְׂפָּח לִצְרָקָה וְהִנֵּה צְעָקָ. Er hoffte auf Gut-Regiment (ִשְׁפָּט, mišpāṭ)/ doch siehe da Blutregiment. Auf Gemeinschaftstreu (צְדָקָה, ṣedāqâ)/ doch siehe da Hilfeschrei. Die Zeiten sind unsicher und gefährlich. Krieg droht. Gerüchte schwirren hin und her. Der erzählt das, der andere was anderes. Was gilt? Das Nordreich Israel versucht mit ein paar anderen Kleinstaaten der Region, sich von den ‚großen‘ Assyrern zu befreien. Juda, das Südreich gerät unter Druck, mitzumachen. Widersetzt sich und stellt sich – gegen den Rat Jesajas – auf die Seite der Assyrer. Die Koalition des Nordreiches unterliegt erwartungsgemäß der Schlagkraft der assyrischen Armee. Da kleine, rückständige Juda gehört zu den Gewinnern des Krieges, profitiert von den gut ausgebildeten Migranten aus dem Nordreich, das zu einem kleinen Stadtstaat um Samaria herum geschrumpft wird. Aber besser wir die Lage in Juda dadurch nicht. Die militärischen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bleiben labil. Krieg, das erleben wir jetzt, oder auch eine weltweite Pandemie macht das Leben nur teurer, unplanbarer. Lieferketten brechen zusammen, Produktionen werden eingestellt, der Handel geht zurück, die Preise steigen, der Lebensstandard sinkt rapide. Und wie heute auch bezahlen die kleinen Leute die Zeche. Keiner bewahrt sie vor sozialem Abstieg, vor Armut. Wehren sie sich, werden sie verdächtigt und kriminalisiert. Andere raffen Haus um Haus, kaufen einen Acker nach dem anderen zu Ramschpreisen. Die einen hungern, die anderen saufen schon am Morgen. Da platzt Jesaja der Kragen. Betreibt Regierungsschelte: Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die Finsternis als Licht hinstellen und das Licht als Finsternis, die Bitteres für süß und Süßes für bitter ausgeben! Seine Rage gipfelt in der Vorhersage einer Katastrophe: Zerstörung Jerusalems durch die Assyrern und Exil in Babylonien. Macht ihr so weiter, geht das Licht aus. Eindringlich wirbt er um die Menschen: „Kommt, wandelt im Licht Gottes.“ (2,5) Die Lichtmetapher wird von den Christianoi, den christusgläubigen Juden, aufgenommen. Sie lassen Jesus sagen: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nach folgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben!“(Joh.8,12) Und der Verfasser des Epheserbriefes nimmt sicher die Botschaft Jesajas auf, wenn er schreibt: Führt euer Leben als Kinder des Lichts – die Frucht des Lichts erweist sich nämlich in lauter Gütigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit –, und prüfet dabei, was dem Herrn wohlgefällig ist…Wach auf, du Schlafmütze, stehe auf von den Toten! Dann wird Christus dir aufleuchten.“ Wir sind in unsicheren, kriegerischen Zeiten nicht orientierungslos, wenn uns das Licht Gottes leuchtet, wenn wir Böses böse, Gutes gut und Saures sauer nennen. Dann können wir auch anderen ein Licht anstecken. Und in unseren Finsternissen wird’s licht. Ich wünsche Ihnen einen hellen, lichtvollen November.

Stephan Lorenz, Urb. Sesmarias, Lote 84, 8400-565 Carvoeiro, 960 244 439

 

 

 

 

Die Losung heute

Tageslosung vom
Sonntag, 27. November 2022
1. Sonntag im Advent
So hütet euch nun, dass ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat, und nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, wie es der HERR, dein Gott, geboten hat.
5. Mose 4,23
Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Kolosser 1,15

Veranstaltungen

Gottesdienste

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Festschrift zum 30 jährigen Jubiläum
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Der neue Bote September - November
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Dr. Geiger besucht unser Patenkind 
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Zeitspende sucht Mitarbeiterinnen
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Gruppe Zeitspende bietet Ausbildungsseminar
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