Gedankensplitter

 Monatslosung März 2021 (Lukas 19,40

Ich sage euch: Wo diese schweigen, werden die Steine krächzen.
Λέγω ὑμῖν, ἐὰν οὗτοι σιωπήσουσιν, οἱ λίθοι κράξουσιν.
Digo-vos que, se estes se calarem, as próprias pedras clamarão.

Diese Worte stehen nur bei Lukas im Zusammenhang mit der Erzählung vom Einzug Jesu in Jerusalem. Die Gruppe um Jesus erreicht den Stadtrand Jerusalems. Im Auftrag Jesu requirieren sie einen Esel. „Der Herr braucht’s halt.“ Sie werfen ihre Kleider auf den Weg, und rufen: “Gelobt sei, der da kommt, der König, im Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe.“ Einige Pharisäer, die dem Spektakel beiwohnen, werden unruhig. Sie sprechen Jesus an, er solle mäßigend auf seine Leute einwirken. Jesu Antwort: Ich sage euch: Wenn diese schweigen, werden die Steine krächzen. Dann prophezeit er den Untergang Jerusalems. Hinweis darauf, dass die Evangelien nach der Eroberung Jerusalems durch die Römer geschrieben sind. Jesu Antwort erinnert an den Propheten Habakuk. Denn der Stein aus der Wand wird schreien… (2,11) Und damit an die erste Zerstörung des Tempels 597 vor Christus durch die Babylonier, die Habakuk selbst erlebte. Er hat sie vorausgesehen. Sie geschieht, weil Menschen sich an keine Regeln mehr halten. "Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Misshandlung, erhebt sich Zwietracht und Streit." (1,4). Habakuk beklagt eine Gesellschaft, in der das Recht des Stärkeren zur Maxime geworden ist. Die Folge: nicht mehr lösbaren gesellschaftliche Konflikte. Nun waren die Juden in der der Gewalt der Besatzer. Und wo ist Gott in all dem, fragt Habakuk. "Warum behandelst du Menschen wie die Fische im Meer, wie das Gewürm, das keinen Herrn hat?" (1,14). Die Antwort: der Gerechte aber wird auf Grund seines Glaubens (emunah: bedeutet sowohl Treue als auch Glauben) das Leben haben (2,4b) Wer sich jetzt an Paulus oder Luther erinnert fühlt liegt nicht falsch. Der Talmud, die rabbinische Auslegung der Schrift, sagt: "Habakuk kam und brachte die 613 Gebote auf eins, denn es heißt: 'Aber der Gerechte wird durch seine Treue (Glauben) leben'." (Traktat bMakkot 24a). Aus der jüdischen Perspektive bedeutet Treue/Glauben die Einhaltung der Gesetze und Gebote Gottes, in denen sich der Wille Gottes zeige. Paulus, pharisäisch ausgebildet, kennt natürlich den Talmud. Er deutet Habakuk pointiert anders. "Dass aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht gemacht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben." (Galater 3,11). Glaube ist für Paulus Glaube an Jesus Christus. Luther treibt diesen Gedanken sogar noch weiter, wenn er betont, dass Gott zuerst treu ist. Sein Glaube an uns ermöglicht unseren antwortenden Glauben, den Gedanken des 1. Johannesbriefes aufnehmend: Darin besteht die Liebe: Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn zur Sühnung für unsere Sünden gesandt hat. Wir haben Passionszeit. Das Leiden Christi als Leiden für uns zu begreifen ist ein schwer nachvollziehbarer Gedanke. Wie kann er in der Pandemie, die uns selbst als Leidenszeit erscheint, hilfreich sein? Ein Rückgriff in unsere Geschichte. Christen waren bis Mitte des 3. Jahrhunderts eine kaum bekannte Sekte. Das änderte sich mit dem Auftreten der Pest 250-270 n.C. Christen gehörten zu diejenigen, die zu den Menschen hingingen und sie pflegten. Sie fürchteten den Tod nicht. Wir sind im Confinamento und sollten dessen Regeln auch einhalten. Aber es muss uns ja nicht hindern, bei denen zu sein, die darunter leiden, durch Telefonanrufe, indem wir weiterhin für Portugiesen sammeln, die hungern müssen. Da sind unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt. So würden wir den Talmud, das Einhalten der Gebote Gottes und den paulinischen Gedanken an die Treue/den Glauben an Jesus Christus eindrücklich zeigen können. Und es würden nicht nur die Steine unserer Kirchen davon krächzen. 

Pastor em. J.-Stephan Lorenz, Uz. Sesmarias, lote 84, 8400-565 Carvoeiro (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – 351 960 244 439)

 

 

Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Gottesdienst am  Sonntag Reminiscere, 24. Februar 2021

 

Geläut 

-  Musik (Bach: Aus der Tiefe rufe ich Herr, zu Dir) 

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Gott hat uns schon seine Liebe geschenkt, als wir als Sünder noch weit von IHM weg waren. Römer 5,8

Confiteor:
Im Psalm 25 heißt es: „Erinnere dich Gott (reminiscere), an deine Barmherzigkeit und Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.“ Wir hören diese Worte, aber wie sollen wir ihnen vertrauen? Die eigene Erfahrung, unsere eigene erlebte Verzweiflung sprechen dagegen. Wir Christen kommen im Gottesdienst zusammen, um uns gemeinsam in der Hoffnung zu stärken, dass Gottes Güte und Barmherzigkeit auf für uns gelten. Wir hören die tröstenden Worte, wenn wir IHN in Gebet und Lied anzurufen. Und wenn wir hierher kommen, dann wissen wir: unsere trüben Erfahrung Ungeduld, unsere Hoffnungslosigkeit machen unser eigenes und das Leben vieler anderer Menschen schwerer als es ohnehin schon ist. Deshalb bitten wir am Anfang: Allmächtiger Gott, erbarme dich unser, vergib uns unserer Kleinglauben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Herrn. Und wir erhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst bestätigen möge: Gott hat sich schon lange unserer erbarmt, er ist in seinen Sohn Jesus Christus zu uns gekommen und hat unser manchmal so schwieriges Leben gelebt, ja mit uns gelitten bis zum Tod am Kreuz. Gott hat uns vergeben. Alle, die das glauben können, gehören zu Gott. Sein Heiliger Geist wir mit uns sein. Wer so glauben kann, wird auch selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied EG 76 O Mensch, bewein dein Sünden groß 

Psalm 10
Gedenke Gott an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind. (Psalm 25)
Der Gottlose rühmt sich seines Mutwillens, und der Habgierige leugnet Gott und lästert ihn.
Er meint in seinem Stolz: danach fragt Gott nicht. „Es gibt keinen Gott“ sind alle seine Gedanken.
Steh auf Gott! Erhebe deine Hand! Vergiss nicht die Elenden,
dass Du Recht schaffest den Armen und der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Gott neige deine Ohren zu mir und erhöre mich. Hilf, mein Gott, den Menschen, die sich auf dich verlassen.

Gloria
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns

Gloria in excelsis * (entfällt in der Fastenzeit)
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, der Du uns tröstest in unserer Angst, sei uns gnädig und erhöre unser Gebet. Du weißt, dass wir arme, verlassene Menschen sind und uns nicht selbst helfen können, wir bitten dich: Bleibe Du in uns und um uns wach, damit wir behütet sind vor dem, was uns innerlich und äußerlich beschädigen und brechen will. Wir bitten das, durch Jesus Christus, deinen Sohn, der uns durch den Heiligen Geist Kraft und Mut schenkt heute und für immer. Amen

Lied EG 82, 1+7 Wenn meine Sünd mich kränken

Die Lesung steht im Brief des Paulus an die Christen in Rom (5,1-11)
Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wurden, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir auch freien Zugang zu der Gnade bekommen, in der wir jetzt leben. Das geschah im Glauben, und wir sind stolz auf die Hoffnung, mit der wir nun der Herrlichkeit Gottes entgegengehen dürfen. Aber nicht nur das: Wir sind auch stolz auf die Bedrückungen, denen wir ausgesetzt sind, denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung. Und in dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht, denn Gott hat uns mit dem Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat, auch seine Liebe ins Herz ausgegossen. Christus ist ja schon zu einer Zeit gestorben, als wir noch ohnmächtig der Sünde ausgeliefert waren. Und er starb für gottlose Menschen. Nun wird sich kaum jemand finden, der für einen Gerechten stirbt; eher noch würde sich jemand für einen besonders gütigen Menschen opfern. Aber Gott hat seine Liebe zu uns dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. Und nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem kommenden Strafgericht gerettet. Denn durch den Tod seines Sohnes hat Gott uns ja schon versöhnt, als wir noch seine Feinde waren. Deshalb werden wir jetzt, nachdem wir versöhnt sind, erst recht durch die Kraft seines Lebens gerettet werden. Aber es ist nicht nur diese Hoffnung, die uns mit Stolz und Freude erfüllt, sondern auch die Beziehung zu Gott, die uns durch Jesus Christus geschenkt ist. Denn durch ihn sind wir schon jetzt mit Gott versöhnt
Hallelujavers* (entfällt in der Fastenzeit)

Lied EG 94 Das Kreuz ist aufgerichtet 

Die Lesung des Evangeliums steht im Evangelium des Johannes (3,13-21)
P+G: Ehre sei dir Herre
Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen. Der einzige, der dort war, ist der, der aus dem Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn. Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange für alle sichtbar aufgerichtet hat, so muss auch der Menschensohn sichtbar aufgerichtet werden, damit jeder, der ihm vertraut, ewiges Leben hat. Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat. Gott hat seinen Sohn ja nicht in die Welt geschickt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten. Wer ihm vertraut, wird nicht verurteilt, wer aber nicht glaubt, ist schon verurteilt. Denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist der einzigartige Sohn Gottes. Und so vollzieht sich das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Taten waren schlecht. Wer Böses tut, scheut das Licht. Er kommt nicht ans Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer sich aber nach der Wahrheit richtet, tritt ans Licht, denn so wird sichtbar, dass sein Tun in Gott gegründet ist.
P+G: Lob sei Dir, o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 96 Du schöner Lebensbaum 

Predigt
Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

„Wegen unseres Glaubens nimmt Gott uns als Gleichwertige an. Jesus Christus hat zwischen uns und Gott vermittelt. Frieden mit Gott. Jesus hat uns einen Zugang zu Gottes Thron vermittelt, wir stehen in der Gunst Gottes, des Königs, bekennen voller Stolz unsere Hoffnung: wir werden an Gottes Glanz und Herrlichkeit teilhaben. Aber wir sind auch stolz darauf, jetzt noch Trübsal erdulden zu müssen. Da lernt man Geduld. Wer weiß, was Geduld ist, besteht auch jede Bewährungsprobe. Das ist wieder Grund zur Hoffnung. Wir wissen: mit unserer Hoffnung sind wir nicht auf dem Holzweg. Gott hat uns mit seinem Heiligen Geist auch seine herzliche Liebe zugewandt.“

Paulus schreibt an die römischen Christen, aus dem Gefängnis. Er ist zum Tode verurteilt und wartet auf seine Revision, die in Rom stattfindet. Er kennt die Christen in Rom nicht. Will sich Ihnen mit diesem Brief vorstellen. Seht her: so glaube ich, so denke ich über mein Leben vor Gott.

Gott hat uns durch Christus gleichwertig gemacht. Ihm gleichwertig. Wir haben Frieden mit Gott. Haben Anteil an Gottes Herrlichkeit. Unsere Hoffnung ist tragfähig. Wir haben Gottes Geist empfangen. Er hat sich uns liebevoll zugewandt.

So schreibt einer, der zum Tode verurteil worden ist. Erstaunlich! Er blendet die schlimmen Seiten seines Lebens nicht aus. Wir müssen Trübsal erdulden und Geduld lernen, Hoffnung finden.

Ich weiß ja nicht, wie Sie ihre augenblickliche Situation währen der Covid19 Pandemie erleben. Aber ich könnte mir vorstellen: Wenn sie sich ihre Situation anschauen, könnten sie zu dem Schluss kommen: Gott hat mich vergessen! Wir sitzen im Elend, im Confinamento. ER auf seinem Thron. Was immer ER da macht. Uns erblickt ER jedenfalls nicht. So fühlt es sich an. Wie abgeschnitten. Nicht einen Blick wert. Verlassen. Aus der Welt gefallen. So ist Trennung. Trennung von der Familie, von zu Hause, Freunden, allem, was einem lieb und wert war. Trennung von Gott.

Trennungen ertragen ist schwer. Das weiß jeder aus eigener Erfahrung. Trennung tut weh. Das wird im Text Trübsal genannt.

Trübsal, dieses Wort kennen wir. Eine Flüssigkeit ist trübe, das Wetter oder die Stimmung. Was trübe ist, ist unklar. Wer unklar ist, ist verwirrt. Im Herzen und im Kopf. Trübsal bezeichnet im Ursprung den Vorgang, wenn der Bodensatz einer Flüssigkeit aufgerührt wird. In unserer Seele ist vom Bodensatz her aufgerührt.

Wie kann man solche Trennung aushalten?

Luther sagt in seinem Kommentar zu diesen Zeilen: Trübsal ist ein Indikator. Daran wird die seelische Verfassung deutlich: wer vorher ungeduldig war, wird noch ungeduldiger. Trübsal verstärkt Ungeduld, sogar bis zur Verzweiflung. Und wenn man erstmal auf dieser Schiene ist, dann wird man auch auf den Gedanken kommen: Gott ist an „allem“ schuld: an dem, was mir passiert ist, an dem was ich erleiden muss. Gott kann nicht allmächtig sein, weil mein Ohnmächtig-Sein unerträglich ist. Niemand kann mir helfen. Trennung erleiden und nichts dagegen tun können, ohnmächtig sein, macht unsere Seele, unsere Gedanken, unser Herz trübe. So blasen wir Trübsal.

Luther war auch Seelsorger. Er sagt: in Zeiten der Trübsal erkennt man sich selbst. Erkennt man, wer man ist. Wie man in schwierigen Situationen reagiert. Was man vom Leben hält. Von seinen Beziehungen. Von sich selbst.

Luther sagt: Paulus beschreibt einen seelischen Lern- und Erfahrungsprozess. Denn, in der Trübsal nicht zu versinken, kann dazu verhelfen, dass sich Geduld einstellt. Nicht alles lässt sich sofort erreichen. Geduld ist eine Haltung, von der man jetzt sehr viel braucht. Der zweite Lock Down ist etwas anderes als der erste und nicht vergleichbar mit dem Ausheilen einer Erkältung.

Wer Geduld aufbringen kann, der „bewährt sich“. Sagen Paulus und Luther. Darin steckt das Wort Bewahrung. Wer sich gedulden lernt, bewahrt sich vor schnellen, manchmal falschen Schlüssen und Entscheidungen. Bewahrt sich vor Gefühlen, die einen herunterziehen. Wer Geduld hat, hält sich die Zukunft offen. Und deshalb, so Paulus, führt dieser Lernprozess zur Hoffnung, Gott zu vertrauen. Keine Hoffnung, die ein Hirngespinst ist. Kein Fake. Keine Illusion. Tragfähige Hoffnung.

Wir wissen, schreibt Paulus: mit unserer Hoffnung auf Gott sind wir nicht auf dem Holzweg. ER hat seinem Heiligen Geist in unser Herz gegossen, sich uns in herzlicher Liebe zugewandt.

Wie kann man Trennung aushalten? Paulus sagt: wenn man sich geliebt, getragen fühlt. Von anderen, von Gott.
Das leuchtet einem sofort ein: wer sich geliebt und getragen fühlt von seiner Familie, seinen Angehörigen, Mann, Frau, Kindern, kann eher Geduld aufbringen, bewahrt sich vor unklugen Schlussfolgerungen und behält seine Hoffnung.

Wir alle wissen auch, dass unsere menschliche Liebe manchmal überfordert ist. Unsere Geduld miteinander hat Grenzen. Unsere Hoffnungen sind brüchig.

Dann ist es gut, sich vor Augen zu halten: Gottes Liebe zu uns kennt kein Ende. Sein Herz ist größer als unseres. Seine Hoffnung für uns trägt. Wir sind wie Abraham. Das alte Land, unser Leben vor Corona, haben wir verlassen müssen. Es nährt uns nicht mehr. Wir gehen, ohne zu wissen wohin. Müssen vieles neu lernen. Und gehen im Glauben, dass Gott einen Weg weiß, wo wir keinen sehen. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Gottes Heiliger Geist will uns leiten, seine herzliche Liebe ist uns zugewandt. Das können wir getrost glauben, gerade dann, wenn uns unsere Geduld strapaziert wird, wir uns schwerlich bewahren können, unsere Hoffnung uns zu verlassen scheint.

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 390 Erneure mich o ewges Licht 

Abkündigungen:
1 Der Lockdown wird wahrscheinlich bis zum Osterfest verlängert. Die Bischofskonferenz hat beschlossen, Präzensgottesdienste erst wieder nach dem Osterfest zu feiern. Wir bitten um Verständnis.
2. Aufgrund der Verlängerung des Lockdown hat der KGR beschlossen, die Gemeindeversammlung auf Sonntag Misericordias Domini, den 18. April zu verschieben.
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite www.deka-algarve.com
3. Chorproben und Treffen des Gesprächskreises finden während des Lockdown nicht statt. statt.
4. Eine Kollekte hat es auf Grund des Lock Downs nicht gegeben. Bitte überweisen Sie ihre Kollekte auf unser Konto: IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 SWIFT/BIC : CCCMPTPL - BIC CCCMPTOL

Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied EG 361 Befiehl du deine Wege 

Fürbitte
P: Du bist barmherzig, Gott. Deine Barmherzigkeit rettet, heilt.  und beschützt.

A: Deine Barmherzigkeit gebe uns Kraft, die Schöpfung zu bewahren. Sie gebe uns Kraft die traumatisierten Kinder in den Flüchtlingslagern nicht alleine zu lassen. Sie gebe uns Mut, den Menschen beizustehen, die kein Zuhause haben. Wir rufen: Kyrie eleison

B: Deine Barmherzigkeit. Gott, gebe uns die Fähigkeit, Kranke zu heilen, die auf den auf den Intensivstationen. Sei bei denen, die alles für die Kranken und Hinfälligen tun. Lass uns die Trauernden
nicht vergessen und die, die ohne Umarmung Abschied nehmen mussten. Wir rufen: Kyrie eleison

C: Deine Barmherzigkeit, gebe und Mut den Verfolgten beizustehen, den Frauen von Vanuatu. den Verzweifelten und allen, die jetzt um ihre Existenz fürchten müssen. Wir rufen: Kyrie eleison

P: Du bist barmherzig, Gott. Berühre uns mit deiner Barmherzigkeit damit wir diese Welt zum Guten verändern können. Das Bitten wir, ermutigt durch die Liebe Jesu, der uns durch den Heiligen Geist tröstet und Kraft gibt heute und an jedem neuen Tag. Amen.
Laudate omnes Gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn – G: Gott sei ewiglich Dank
Lied EG 421 Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang (Prätorius, Branle de la Torche) 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail¬: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 SWIFT/BIC : CCCMPTPL - BIC CCCMPTOL

 

 

 

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