Gedankensplitter

Monatslosung Mai 2022  3. Johannesbrief 2

Mein Lieber, ich wünsche dir allseitiges Wohlergehen und Gesundheit so, wie es ja mit deiner Seele schon gut steht.

Ἀγαπητέ, περὶ πάντων εὔχομαί σε εὐοδοῦσθαι καὶ ὑγιαίνειν, καθὼς εὐοδοῦταί σου ἡ ψυχή.

Amado, desejo que te vá bem em todas as coisas e que tenhas saúde, assim como bem vai a tua alma.

Welchen lieben Menschen würde man das nicht wünschen wollen?! Wohlergehen, Gesundheit, eine fröhliche Seele. Diese Worte bilden den Anfang des 3. Briefes des Johannes an einen gewissen Gaius, Mitglied der Gemeinde. Ob der Evangelist Johannes der Verfasser des Briefes ist, lässt sich nicht klären. Aber er ist eine der frühesten Zeugnisse im Neuen Testament. Man vermutet als Entstehungsdatum 50 n.Chr. Ein durch und durch jüdisches Zeugnis. An die gerichtet, die sich in den Synagogengemeinde zur Gemeinschaft der Jesusanhänger zählen. Dafür gibt es drei gute Argumente. Johannes unterscheidet seine Leser*innen von Nichtjuden (ton ethnikon): „und nehmen von Nichtjuden keine Unterstützung an“. Luther übersetzt das mit dem Wort ‚Heiden‘. Die Boten Jesu seien ausgezogen „in seinem Namen“. Eine typisch jüdische Umschreibung des Gottesnamen. Luther übersetzt: „um Jesu Namens willen sind sie ausgezogen.“ Und christianisiert damit den Brief. Der dritte Hinweis findet sich am Ende: „Friede sei mit Dir“, ist eher eine jüdische, denn griechische Formulierung. Wie in vielen neutestamentlichen Briefen ist der Anlass ein Konflikt, in dem sich Johannes positioniert. Da ist ein ‚Guter‘, Gaius und ein ‚Böser‘, Diotrefes (der Fütterer). Es geht um Gastfreundschaft für umherziehende, missionierende Brüder. Diotrefes verweigert ihnen nicht nur die Gastfreundschaft, sondern hindert auch andere daran, und schmeißt sie raus. Umherwandernde Prediger, die sich von Gemeinden aushalten ließen, waren tatsächlich ein Problem der noch jungen Gemeinschaft. Auch Paulus wehrt sich gegen ‚falsche Brüder‘. „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi“, schreibt er an die Korinther. (2.Kor. 11,13) Die Frage der Zugehörigkeit spielt im Christentum bis heute eine Rolle. Eine furchtbare Geschichte, bis in unsere Zeit. Wie entscheidet Johannes diese Frage? „Wandeln in der Wahrheit“, würde er sagen. Und die konkretisiert sich in der Aufnahme von Brüdern, zumal an fremden. Wer sie aufnimmt, sie unterstützt, ist ‚Gehilfe der Wahrheit‘. Denn, „wer Gutes tut, der ist von Gott.“ (V.11) Wahrheit ist nicht theoretisch, sondern ganz praktisch: liebevolle, zugewandte Praxis.

Um Gastfreundschaft sind auch wir gefragt. Der Krieg in der Ukraine hat eine Welle von Flüchtenden ausgelöst, meist Frauen mit kleinen Kindern. Selbst aus Russland fliehen Menschen vor dem Krieg. Auch jetzt ist die Wahrheit ganz praktisch. Wir nehmen die Flüchtlinge auf bis wieder Frieden herrscht und die Menschen zurückgehen können. So werden wir Gehilfen der Wahrheit. Fragt ein Rabbi, der täglich in der Synagoge geht, Gott ihn auch einmal zu besuchen. „Gut, sagt Gott, morgen komme ich.“ Der Rabbi bereitet den Besuch vor. Kommt ein Kind, riecht den Kuchen und fragt, ob er ein Stückchen haben könne. „Morgen ja, heute störst du, bekommt es zu Antwort“. Kommt ein Fremder und klopft, bitte um Trank und Speise. „Heute nicht, ich erwarte Besuch. Geh, du störst.“ Der Rabbi wartet. Kommt am Abend ein Bettler und bitte um eine Gabe. „Heute nicht, geh jetzt du störst“, wird er abgefertigt. Der Rabbi wartet, Gott kommt nicht. Erbost läuft er am nächsten Tag in die Synagoge und beschert sich bei Gott über sein Ausbleiben. Wütend ist er auf Gott. Der antwortet ihm. „Was willst du, dreimal war ich bei dir, aber erkannt hast du mich nicht.“ Mögen wir in denen, die zu uns kommen, Gott selbst erkennen als einen, der um unsere Hilfe bittet. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen Wohlergehen Gesundheit, und eine fröhliche Seele.

Stephan Lorenz, Urb. Sesmarias, Lote 84, 8400-565 Carvoeiro; 960 244 439

 

 

 Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Sonntag Kantate 15. Mai 2022

Singt Gott einen neuen Gesang, denn Wunderbares er getan! Psalm 98

Glockengeläut 

 –  Musik zum Eingang (Singt dem Herrn ein neues Lied, Heinrich Schütz) 

Salutatio:
P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Confiteor:
Gleich singen wir mit dem Psalm 98: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Der Herr schafft Heil mit seiner Rechten…“  Sehen wir das auch so? Besingen wir die Schöpfung und Bewahrung Gottes? Das Sprichwort sagt: wie man in den Wald hinein singt, so schallt es heraus...Was wäre, wenn wir uns darauf verlassen würden, dass Gott Heil schafft?  Um uns diesen Blick auf uns selbst und die Erde einzuüben kommen wir hier zusammen. Wir Menschen machen bei dem Versuch, unser Heil allein mit unserer Hilfe zu schaffen unser Leben manchmal noch schwerer, als es ohnehin schon ist. Deshalb bitten wir am Anfang: Gott, erbarm dich, vergib uns unsere zeitweilige Perspektivlosigkeit. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Bruder. Und wir erhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst bestätigen möge: Gott erbarmt sich, durch Jesus Christus gibt er uns neue Lebensperspektiven. Sein Heiliger Geist wird mit uns sein. Wer darauf vertraut, wird selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

Lied EG 286 Singt, singt dem Herren neue Lieder 

Psalm 98
Halleluja. Singet dem Gott ein neues Lied, Halleluja! Denn er tut Wunder Halleluja! Halleluja!
     Gott schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.
Gott lässt sein Heil verkünden; vor den Menschen lässt er seine Gerechtigkeit offenbaren.
     Jauchzet Gott alle Welt, singt rühmet und lobet.
Das Meer brause und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.
     Die Ströme sollen frohlocken, und alle Berge seien fröhlich vor dem Herrn, denn er kommt, das Erdreich zu richten.
Halleluja. Singet Gott ein neues Lied, Halleluja! Denn er tut Wunder Halleluja! Halleluja!

Gloria:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns

Gloria in excelsis:
P. Ehre sei Gott in der Höhe – G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum das nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet
Gott, tröste uns in unseren Sorgen und Befürchtungen, sei uns gnädig und erhöre unser Gebet. Du schaffst Heil, Du hast uns deine Gerechtigkeit offenbart, wir bitten Dich: erfülle unsere Herzen mit der Liebe zu deinen Geboten und mit Sehnsucht nach deinen Verheißungen, die du zur rechten Zeit erfüllen wirst. Wir loben deine Güte und Barmherzigkeit, die Maßstab auch unseres Denkens und Handeln sein mögen. Das bitten wir durch Jesus, dem Christus, der uns durch den Heiligen Geist sei Mut und Kraft gibt, dir zur vertrauen heute und morgen. Amen

Lied EG 243 Lobt Gott getrost mit Singen 1-3 + 6 

Lesung aus dem Kolosserbrief (3,12-17)
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Hallelujavers: P: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. P: Jauchzet Gott alle Lande! Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmt in herrlich G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. P: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Lied EG 341 Nun freut euch liebe Christen g‘mein 

Lesung aus dem Matthäusevangelium (11, 25-30)
P+G: Ehre sei dir Herre
Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.
Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

P+G: Lob sei dir o Christe

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 302 Du meine Seele singe

Predigt (Kolosser 3,12-17)
Gott, unser Vater, sei euch gnädig und schenke euch Frieden.

‚Cantate Domino canticum novum.’ - „Singt dem Herrn ein neues Lied.“ So haben wir am Anfang gesungen.  „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ – dichtet Johann Gottfried Scheume – das ist zu einem Sprichwort geworden. Musik steckt an… Musik heilt …. Musik ist die einzige Sprache, die jeder Mensch versteht.

Wir Menschen singen aus vielerlei Anlässen. Meist, wenn wir uns wohl fühlen, etwas passiert ist, was unser Herz jubeln lässt. Manchmal auch, wenn wir Angst haben. Als Kind pfiff oder sang ich immer, wenn ich in das dunkle, feuchte Tonnengewölbe unseres Pfarrhauses gehen musste.

Singen tut gut. Die Reformation hatte so viel Erfolg, weil sie durch Lieder bekannt wurde. Die Musik hat die Botschaft der Reformation überall in der Welt verbreitet. Singen und Musikmachen gehört zur jüdisch-christlichen Religion von Anfang an. Im heutigen Abschnitt aus dem Alten Testament hören wir:
Lobsingt Gott, denn er hat sich herrlich bewiesen. Solches sei kund in allen Landen! Jauchze und rühme, du Tochter Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir! (Jesaja 12,6)

In der Lesung hörten wir, wie der Schreiber des Kolosserbriefs seine Menschen ermutigt, sich mit Gesang und Lieder zu stärken.  Singt als Gnadenkinder Psalmen, Hymnen und Lieder, die der Heilige Geist euch eingibt, aus vollem Herzen unserem Gott.

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“. - Stimmt nicht ganz. Auch böse Menschen habenLieder. Kampflieder. Auch sie haben die Kraft des Singens erkannt.

Die Nazis sind nur ein Beispiel. Auf Stalin gibt es Lieder. Der kleine dicke Diktator in Nordkorea, auch er lässt sich besingen. Bis heute ziehen Menschen mit Liedern zu Märschen in den Krieg.

Fridericus, mein König, den der Lorbeerkranz ziert,
ach, hätt'st du nur öfters zu plündern permittiert,
Fridericus Rex, mein König und Held,
wir schlügen den Teufel für dich aus der Welt.

Solche Lieder pervertieren Religion. Machthaber, Könige, Diktatoren kämpfen nie gegen den Teufel. Sie verteufeln Menschen, um ihre Freiheit, Besitz und Leben zu rauben. Das sehen wir gerade in den Reden Putins. Diese Überlegung führt uns direkt in den Konflikt in der Gemeinde von Kolossä, den der Schreiber dieses Briefes kommentiert. Was ist da passiert?

Da gibt es Christen, die auf andere Christen herabschauen. Sie meinen, besondere Visionen gehabt zu haben, von Engeln, von Besuchen im Himmel. Andere glaubten, sie wären sie etwas Besseres, weil sie in strenger Askese lebten. Fass dies nicht an! Iss das nicht! Berühr jenes nicht. Sie behaupten, „diese Sonderriten, Demutsgesten und Askesen seien Weisheit“. Alle anderen dämliche Scheinchristen.

Der Briefschreiber ist anderer Meinung: So eine Haltung drückt nicht Glauben aus, sondern Ehrgeiz. Heute würden wir sagen können, ein narzisstisches Bedürfnis, etwas Besseres zu sein.

Solche Christen gibt es auch heute noch. Christen mit „Abitur“, die auf andere herabschauen. Da sind andere „Scheinchristen“. Sie kommen in die Hölle. Zweifel, Fragen? Wer „entschiedener“ Christ ist hat
immer Antworten, feste Ansichten, Regeln und Grundsätze, ein klares Weltbild, kann gute und böse Menschen problemlos unterscheiden. Man ist für Todesstrafe, Atomkraft, den Einsatz von Militär, für Unterordnung von Frauen und Kindern in Ehe und Familie, gegen Abtreibung, Homosexualität ist selbstverständlich Sünde, und Menschen anderer Religionen kommen in die Hölle. Atheisten und Zweifler sowieso. Das Parteiprogramm der AfD lässt grüßen! Schießen auf flüchtige Frauen und Kinder, ist nur konsequent.  Solche ‚Superchristen‘ hat immer gegeben. Unsere Vorfahren im Glauben haben Lieder gesungen, da konnte es einem passieren, wenn man das Gesangbuch etwas schief hielt, direkt das Blut herauslief.

Der Konflikt, der den Verfasser des Kolosserbriefes beschäftigt, scheint christliche Gemeinden dauerhaft zu begleiten. Wie aber umgehen mit Menschen, die behaupten etwas Besseres zu sein? Der Verfasser meint: Sie pervertieren die Botschaft des erlösenden Gottes, der sich den Menschen gleichmacht, damit sie IHM gleichwerden. Ist Glaube als Waffe gegen anders Denkende, Glaubende. Diese Haltung ist jedoch nicht Glauben, sondern offenbart eigene psychische Bedürftigkeit: Ehrgeiz. Narzisstisches Bedürfnis, etwas Besseres zu sein.

Die Frage bleibt: Woran erkennt man einen Christen? Könnte er das genauer sagen?
Seine Antwort überrascht eigentlich nicht. Nicht individuelle, zufällige religiösen Erlebnisse machen einen Christen. Es sind die Taten, das tatsächliche Verhalten, zuerst in der eigenen Gemeinde und dann allen Menschen gegenüber. Die machen einen Christen. Das meint das Bild vom Kleid, das wir Christen anziehen. Die Hörer und Leser verstanden das Bild sofort. Kolossä war eine Stadt der Woll- und Kleiderindustrie.

Zieht ein neues Kleid an, ihr Auserwählten Gottes, ihr Heiligen und Geliebten. Und dieses neue Kleid bedeutet, dass ihr euch von Herzen erbarmt, freundlich seid und Demut übt, friedliebend und voll Langmut, geduldig miteinander umgeht. Vergebt einander, wenn jemand gegen den anderen ärgerlich ist. Wie Gott euch vergeben hat, so vergebt auch ihr einander. Vor allen Dingen zieht die Liebe als Kleid an. Sie erst fügt die die Einzelstücke zu einem hübschen Gewand zusammen. Der Friede, den Jesus Christus in euer Herz legt, durchdringe alles. Diesen Frieden in dem einen Leib der Kirche als Gemeinschaft der aus der Welt herausgerufenen zu verwirklichen, dazu seid ihr berufen.

Unser liebevolles, achtsames Verhalten ist Antwort darauf, dass wir uns selber als Geliebte Gottes, als Auserwählte, als Heilige erkennen und erleben dürfen. Diese Freude, ein geliebter Mensch zu sein, ein Auserwählter Gottes, ja ein Heiliger schon jetzt, die möge sich in unseren Liedern ausdrücken. Sie möge alle Menschen anstecken und neugierig machen auf diesen Gott, der solche Wunder tut, die alle Menschen den Weg zur Seligkeit führen wollen.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr endlich selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 115 Jesus lebt, mit ihm auch ich 

Abkündigungen

Am Mittwoch verstarb Dr. Alvaro Antonio Bacharel Correira Pina, der Mann von Gertrud Pina Roth. Am gestrigen Tage watr seine Beerdigung. Gott nehme den Verstorbenen in Gnaden an. Er gebe uns Kraft mit seiner Familie zu trauern.  Er lehre uns alle, unser Ende zu bedenken und stärke unsere Hoffnung auf das ewige Leben.  Amen
1. Den nächsten Gottesdienst am Sonntag Rogate feiern wir am 22. Mai. Beginn 11 Uhr
2. Die aktuellen Termine finden Sie immer auf unsere Webseite. www.deka-algarve.com
3. Der Chor trifft sich zur Probe am Donnerstag, dem 26. Mai Um 17:30 Uhr in der Kapelle.
4. Der Gesprächskreis trifft sich am Dienstag, dem 24. Mai 2022 um 15 Uhr im Pfarrhaus
5. Die Kollekte des Gottesdienstes des Gottesdienstes am letzten Sonntag ergab 56,20€. Hinweis auf Spenden für die Foodbank unserer katholischen Schwestergemeinde. Gott segne Geber und Gaben.
6. Einladung zum gemeinsamen Essen im Restaurant Taste.
Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Lied: EG 317 Lobe den Herrn, den mächtigen König 

Fürbittengebet
P: Gott, wir singen dir in allen Sprachen und Klängen, alles, was lebt, auch Wind, Meer und die Sterne singen dein Lob. Gelobt sei Gott, der in allem und durch alles spricht. Sei du uns Atem und Wort. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison.

A: Gott, in unsere Fragen und Sorgen suchen wir dich, wissen manchmal nicht weiter. Wir bitten für die stumm Gewordenen, weil ihr Leid zu viel ist, ihnen das Reden verboten wird. Der Krieg zerstört unsere Sprache und unsere Lieder. Die Worte fehlen, ihr Leid zu erzählen. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison.

B: Gott, der Gesang deiner Schöpfung geht fast im Kriegslärm unter,
Wir bitten für die, die Klagelieder singen müssen, um Angehörige, um Tote, um Vermisste und Entführte. Wir bitten lass uns nicht unsere Menschlichkeit verlieren, unsere Klagelieder drücken unsere Sehnsucht nach Frieden und Freiheut aus. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison.

P: Gott, lass eine neue Sprache finden für das, wofür es noch keine Worte und keine Töne gibt: Frieden, Hoffnung, Vertrauen und Liebe in dieser Zeit. Dein Wort leite uns immer wieder neu. Deine Verheißungen seien unser neues Lied. Sie reichen weiter als alles, was wir singen und sagen können. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn. G: Gott sei ewiglich Dank - Lied 421: Verleih uns Frieden gnädiglich 

Segen
Gott segne Dich und behüte Dich, Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und Schenke Dir seinen Frieden. Amen

Musik zum Ausgang (Händel, Einzug der Königin von Saba) 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.
Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: : 282 341 214; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Gemeindearbeit finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jede Spende auf unser Konto IBAN : PT50 0045 7063 4029 9611 0208 7 BIC : CCCMPTPL - 

 

 

 

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