Gedankensplitter

Gedanken zur Monatslosung Mai 2020 1. Petrus 4,10

ἕκαστος καθὼς ἔλαβεν χάρισμα, εἰς ἑαυτοὺς αὐτὸ διακονοῦντες ὡς καλοὶ οἰκονόμοι ποικίλης χάριτος θεοῦ
Jeder nutze das besondere Charisma, das er empfangen hat, als besondere heilsame Gabe, die – für Menschen unerklärbar – auf den Himmel zurückweist. So setzt eure Charismen als Dienst in der Gemeinde um, weil die Gnade Gottes vielfältig ist, und Menschen verlangt, die sich in Gottes Haus auskennen.
Cada um administre aos outros o dom como o recebeu, como bons despenseiros da multiforme graça de Deus.


Der 1. Petrusbrief ist einer der frühesten Zeugnisse der noch jungen christlichen Gemeinden, im Jahre 50 nach Jesu Tod geschrieben, 10 Jahre vor Paulus und 20 Jahre vor dem ersten Evangelium des Markus. Der Verfasser ist unbekannt. Interessant ist, dass er sich zwar als Augenzeuge des Leidens Jesu offenbart, nicht aber als Zeuge der Auferstehung, obwohl für ihn die Auferstehung Jesu Grund des neuen Glaubens ist. Konzipiert als Rundbrief, adressiert – und das ist das Besondere an Sklaven und Frauen, also an Menschen die in der Antike keine eigenen Rechtssubjekte waren. Hier finden sich offenbar die ersten Christinnen. Ihre Männer sind oft noch Heiden. Frauen und Sklaven geraten nun in einen Loyalitätskonflikt zwischen ihren andersglaubenden Familien und dem Glauben an Jesus Christus. Sie fühlen sich fremd in ihrer Welt. Petrus bestärkt sie darin, er bezeichnet das irdische Leben als Zeit der Fremdheit (1.7), Christen sind Gott Erwählte, sie gehören zur Gesellschaft und sind doch Fremde. Als Fremde geraten sie unter Verdacht, die Familie, Grundlage des antiken Staates zu zerstören. Wie damit umgehen? Er schreibt, Christinnen (und hernach Christen) sollten sich selbst als Fremde kenntlich machen mit dem Ziel, die Heiden, allererst ihre ‚Herren der Schöpfung‘ mit guten Werken zu überzeugen und sie so an den christlichen Glauben heranführen. Ihr Handeln soll zugleich apologetisch (den Glauben verteidigend) als missionarisch sein. Das ist ungewöhnlich, weil Petrus hier den Frauen ausdrücklich ein Zeugnisrecht einräumt, das sie in Antike nicht hatten. Das soll geschehen durch ‚Unterordnung‘ unter ihre heidnischen Männer. Als Vorbild wird Sarah, die Frau Abrahams, genannt. Das ist pikant, weil Sarah, wie wir im Alten Testament lesen können, kein Heimchen am Herd war. Cum grano salis, sie war eine clevere, taffe Frau, neben der Abraham manchmal etwas mickerig zu stehen kommt. In diesem Zusammenhang steht unsere Losung: So setzt eure Gaben als Dienst in der Gemeinde um, die Gnade Gottes ist vielfältig, und verlangt Menschen, die sich in Gottes Haus auskennen. Ihr Frauen seid Fachleute, seid bewusste, schlaue Missionarinnen für die Gemeinschaft der Christen. Das ist seine ZU-Mutung. Petrus setzt auf den Einfallsreichtum seiner Leserinnen, wie sie das umsetzen. Das griechische Wort für sich unterordnen ist ‚hypotassomai‘, also ein aktives Geschehen. Das erinnert an Luthers Überlegungen von der Freiheit eines Christenmenschen. Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Und: Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan. Das Vorbild für dieses Verhalten ist Jesus Christus selber. ER hat sich selbst zum Knecht gemacht, Unrecht und Leiden erlitten hat, obwohl er doch Gott selbst war. Auch Martin Luther King hat diesen Gedanken aufgenommen, wenn er sagt: Tut mit uns, was ihr wollt, wir werden euch trotzdem lieben… Werft uns ins Gefängnis, wir werden euch trotzdem lieben. Werft Bomben in unsere Häuser, bedroht unsere Kinder, wir werden euch trotzdem lieben. Kann es auch eine Botschaft für uns sein, so zu leben, dass uns die nach Sinn suchenden Menschen fragen, warum wir uns so verhalten und nicht anders? Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Charisma, Gnadengaben hat ja jede und jeder von uns. J.-


Stephan Lorenz, Pastor i.R. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / +49 171 6820295

 

 

Deutschsprachige Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA)

Gottesdienst Exaudi am 24. Mai 2020

Geläut

Musik  

P: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, P+G: der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannesevangelium 12,32

Confiteor:
Gott ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Er ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? – so beten wir gleich mit dem Psalm 27, der den Sonntag Exaudi begleitet.
Wie schön wäre das, wenn es für uns zuträfe: ein Leben ohne Furcht und Grauen. Wer von uns wünschte sich das nicht? Gerade jetzt! Die biblischen Texte sagen ja immer wieder: viel von unserer Frucht und unserem Grauen ist selber gemacht, weil wir Gott nichts zutrauen, sondern alles in die eigenen Hände nehmen wollen. Wir Christen gehen zum Gottesdienst, um zu hören, dass und wie Gott um unser Vertrauen wirbt; wir tun das, indem wir IHN in Gebet und Lied anzurufen und das biblische Wort hören. Wenn wir hier sind, geben wir auch zu: viel unserer Furcht und unseres Grauens ist selbst gemacht und wir suchen Wege, das abzustellen, etwa wenn wir am Anfang beten:
Allmächtiger Gott, erbarme dich unser, vergib uns unseren kleinen Glauben und führe uns zum ewigen Leben. Lass uns mit einem unbeschwerten Herzen und fröhlichen Lippen diesen Gottesdienst feiern durch Christum, unseren Herrn.
Und wir erhalten zur Antwort, was durch diesen Gottesdienst bestätigt werden möge: Gott hat sich unserer erbarmt, er ist uns in Jesus Christus begegnet, durch ihn versteht und vergibt er uns. Alle, die darauf hoffen, sind Gottes Kinder und leben durch seinen Heiligen Geist. Wer das glaubt und getauft wird, der wird auch selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen

Lied EG 166 Tut mir auf die schöne Pforte 

 

Psalm 27
Halleluja. Gott höre meine Stimme, wenn ich sei mir gnädig und erhöre mich - Halleluja.
Gott ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten.
Gott ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen.
Mein Herz hält mir vor dein Wort: „Ihr sollt mein Antlitz suchen.“ Darum suche ich dein Antlitz.
Denn DU bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil.
Halleluja. Gott höre meine Stimme, wenn ich rufe – Halleluja – sei mir gnädig und erhöre mich - Halleluja.

Gloria:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
P: Kyrie eleison G: Herr erbarme dich
P: Christe eleison G: Christe erbarme dich
P: Kyrie eleison G: Herr erbarm dich über uns
P. Ehre sei Gott in der Höhe – G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Gloria in excelsis:
Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘ und Dank für seine Gnade, darum das nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgfalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn‘ Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.
P: Der Herr sei mit euch - G: Und mit deinem Geist.

Kollektengebet:
Gott, der Du uns tröstest in unserer Angst, sei uns gnädig und erhöre unser Gebet. Unser Glaube sagt uns: Du regierst mit Weisheit und Güte. In Unserem Leben und mit unserer Erfahrung können wir das nicht immer nachvollziehen. Deshalb schicke uns deinen Heiligen Geist, damit er uns erleuchte und dein Wort durch ihn in unser Herz gelange und uns leite. Dann wird Licht in unserem Verstand und Liebe in unsere Herzen, und wir werden deine unendliche Weisheit und Güte schauen.

Lied EG 130 O Heilger Geist, kehr bei uns ein 1-3

 

Lesung aus dem Epheserbrief (3,14-21)
Deshalb knie ich mich hin vor dem Vater, von dem alle Wesenheiten im Himmel und auf der Erde ihren Namen bekamen: Er möge euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft beschenken, dass ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet; dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in seiner Liebe fest eingewurzelt und gegründet seid; damit ihr zusammen mit allen, die von Gott geheiligt sind, imstande seid, das ganze Ausmaß zu erfassen, seine Breite, Länge, Höhe und Tiefe; und zu erkennen, was alle Erkenntnis übersteigt: die unermessliche Liebe, die Christus zu uns hat. So werdet ihr bis zur ganzen Fülle Gottes erfüllt werden. Dem, der so unendlich viel mehr tun kann als wir erbitten oder erdenken und der mit seiner Kraft in uns wirkt, ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde und in Jesus Christus von Generation zu Generation in alle Ewigkeit. Amen.

Hallelujavers: G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. P: Gott ist König über alle Menschen, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. P: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. G+P: (EG 181.1) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Lied: EG 123 Jesus Christus herrscht als König 1-3

 

Lesung aus dem Evangelium des Johannes (16, 5-15)
P+G: Ehre sei Dir, Herre
Aber jetzt gehe ich zu dem zurück, der mich gesandt hat. Doch keiner von euch fragt mich, wohin ich gehe. Stattdessen hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. Doch glaubt mir: Es ist das Beste für euch, wenn ich fortgehe. Denn wenn ich nicht wegginge, käme der Beistand nicht zu euch. Wenn ich jedoch fortgehe, wird er kommen, denn ich werde ihn zu euch senden. Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen. Er wird den Menschen die Augen öffnen über Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Ihre Sünde besteht darin, dass sie nicht an mich glauben. Die Gerechtigkeit erweist sich dadurch, dass ich zum Vater gehe, und ihr mich nicht mehr seht. Und das Gericht werden sie daran erkennen, dass der Fürst dieser Welt schon verurteilt ist. Ich hätte euch noch so viel zu sagen, aber ihr könnt es jetzt noch nicht tragen. Wenn dann jedoch der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird er euch zum vollen Verständnis der Wahrheit führen. Denn er wird nicht seine eigenen Anschauungen vertreten, sondern euch nur sagen, was er gehört hat, und euch verkündigen, was die Zukunft bringt. Er wird meine Herrlichkeit sichtbar machen, denn was er euch verkündigt, hat er von mir empfangen. Alles, was der Vater hat, gehört ja auch mir. Deshalb habe ich gesagt: Was er euch verkündigen wird, hat er von mir."
P+G: Lob sei DIR o Christus

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. 
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 129 Freut euch, ihr Christen alle 1-3

 

Predigt
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen
Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus sind euch gnädig und schenken euch Frieden.
So beginnt der Brief an die Epheser. Ein schöner Anfang, finde ich. Die ersten Worte eines Gesprächs geben oft das Thema an, um das es dann geht. Hier geht es um den Frieden. Das friedliche Zusammenleben der Menschen. Er fährt fort: lobend wollen wir uns zu Gott wenden… Er hat sich uns zugewandt mit allem Segen… indem er Jesus sandte… so wie er können wir werden.

Das ist das Ziel der Geschichte Gottes mit uns: wir können so werden wie sein Sohn Jesus Christus.

Weiter unten im Brief schreibt er dann ein Gebet nieder, in dem er für die Christen in Ephesus bittet.

So beuge ich meine Knie vor dem himmlischen Vater, dem eigentlichen Vater aller Geschöpfe im Himmel und auf Erden. Ich flehe zu ihm, dass er euch teilhaben lasse an seiner unermesslichen Herrlichkeit, damit ihr stark werdet durch seinen Heiligen Geist und damit der neue Mensch in euch Gestalt annimmt und Christus in euren Herzen wohnen kann, wenn ihr auf ihn baut. Die Liebe soll der Boden sein, in dem ihr wurzelt, das Fundament, auf dem ihr erbaut seid, damit ihr gemeinsam mit allen Heiligen die unfassbare Breite und Länge, Höhe und Tiefe dessen was Gott ist, ermessen könnt und begreift, dass die Liebe die von Christus ausgeht mehr wert ist als alle Erkenntnis. Dann werdet ihr ganz und gar erfüllt sein mit Gott. Gott kann weitaus mehr tun, als wir zu bitten wagen oder überhaupt denken können. Diese Kraft lässt er schon in uns wirken. Ihm gebührt alle Ehre und Verherrlichung in der Kirche, dort wo man mit Jesus Christus eins ist in alle Ewigkeit. Amen.

wie Jesus Christus werden, heißt:
• teilhaben an der Herrlichkeit Gottes,
• stark werden, der „neue Mensch“ – soll in uns Gestalt annehmen
• Gottes Geist in unserem Herzen wohnen lassen

Wie Jesus Christus werden, heißt:
• sein Leben auf die Liebe gründen, die mehr wert ist als alle Schlauheiten dieser Welt.
• erfüllt sein von Gott.
• Ihm viel mehr zuzutrauen, als wir zu denken wagen.

Wie Jesus Christus werden, heißt:
• Gottes Kraft ins uns wirken zu lassen.

Wenn ich das lese, denke ich: Wer so vom Frieden, vom friedlichen, liebevollen Zusammenleben der Menschen redet, der weiß, was Un-Friede bedeutet.

Unfriedlich war tatsächlich die Situation der ersten Hörer dieser Zeilen. Sie waren „ungeliebte“ Mitglieder in den Synagogengemeinden. Ihr Verstehen der biblischen Schriften hatte für gute Juden etwas Beschämendes, ja Gotteslästerliches.
Sie waren ungeliebte Bürger des römischen Staates. Wurden verfolgt, standen auf Fahndungslisten. Mussten sogar den Tod als Märtyrer erleiden. In den Augen ihrer lateinischen und griechischen Zeitgenossen waren sie eher lächerliche Gestalten. Ein Witz der Zeitgeschichte!
Bekommt man solche Rückmeldungen von seinen Zeitgenossen, gerät das eigene Selbstwertgefühl ins Wanken. Sektierer, Idiot gescholten zu werden, baut nicht wirklich auf.

Und, was heißt: werden wie Jesus? Der Mann ist jämmerlich verreckt am Kreuz. Soll ein Totalversager Vorbild sein, nach dem wir uns ausrichten?
Eine Zumutung! Jesu Leben war keine Erfolgsgeschichte. Jedenfalls nicht nach menschlichen Maßstäben.

Nur, wenn wir in unsere Welt aufmerksam hineinschauen, wieweit kommen wir denn mit unseren menschlichen erfolgsorientierten Maßstäben? Hatten wir nicht bis in den Februar, als das Virus kam, geglaubt, alle schrecklichen Krankheiten beherrschen zu können. Und nun sehen wir, wie weit wir kommen. Unsere Gesellschaft ist zerrissener denn je.

Wir müssen eine durchwachsene Bilanz ziehen. „Wir“ – wenn ich das mal so verallgemeinern darf, können so viel. Schauen wir nur auf die Erfolge in der Medizin. Viele von ihnen wären nicht hier, gäbe es diesen Fortschritt nicht. Und sicherlich ist unsere Humanität eine andere als zu früheren Zeiten. Da wären manche von uns irgendwo abgeschrieben und abgestellt an irgendwelchen grausamen Orten. Einfach sich selbst überlassen.
Die andere Seite brauche ich gar nicht groß zu beschreiben. Kriege an vielen Stellen, Ungerechtigkeit, die Schere zwischen arm und reich wird immer größer. Der Egoismus feiert fröhliche Urständ. Die Flüchtlinge, die einen sicheren Ort suchen. Sie wissen das alles.

Werden wie Jesus Christus?

Liebe soll der Boden sein, in dem ihr wurzelt, das Fundament, auf dem ihr erbaut seid…

Wie der Apostel Paulus, das in seinem klassischen Text über die Liebe festgehalten hat. „Und wüsste ich alle Geheimnisse der Welt, wäre der beste Philosoph oder Pastor, - man könnte hinzufügen, der beste Mensch – aber hätte die Liebe nicht, ich wäre nichts als eine hohle Wurst.“

Unsere Wurzel, der Boden, auf dem wir wachsen, ist die Liebe Gottes zu allen Menschen.

Unsere Herkunft – unser Wissen – unser Geld – ob wir Mann oder Frau sind, gesund oder krank, intelligent oder schlau, alt oder jung – sind menschliche Maßstäbe – Ausgrenzungen aus der Liebe.

Was „zählt“? - Gottes Kraft in uns wirken zu lassen. Ihm mehr zuzutrauen als wir zu denken vermögen, unser Leben auf seine Liebe gründen.

Verändert das etwas? Die Welt, wie sie ist, verändert diese Haltung zunächst nicht. Aber unsere Wahrnehmung wird verändert, auf die Welt und auf meine Mitmenschen. Ich bin ein geliebter Mensch unter Menschen, die ebenfalls geliebt sind. Das macht uns zu Brüdern und Schwestern. Dieser liebevolle Blick verändert nicht die Welt, schafft die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten nicht ab, aber er verändert mich, meinen Blick, meine Beziehungen.

Schaue ich mit liebevollem Blick …

„... nimmt der neue Mensch in uns Gestalt an und Christus kann in euren Herzen wohnen…

Fjodor Dostojewskij hat diesen Gedanken so beschrieben:

„Du wirst manchmal, wenn du nachdenkst, ratlos sein, besonders, wenn Du die Schwächen der Menschen anschaust. Entscheide dich immer so: mit demütiger Liebe will ich es versuchen. Liebevolle Demut ist eine Gewalt, die stärkste von allen, es gibt nichts, was ihr an Macht gleichkäme.“

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Lied EG 401 Liebe, die du mich zum Bilde

 

Abkündigungen
Zurzeit finden keine Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Nach den Plänen der Regierung sieht es so aus, dass wir am Pfingstsonntag wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen. Das wäre der 31.Mai. Bitte merken Sie sich dieses Datum! Danach laden wir auch wieder zu den Chorproben und dem Gesprächskreis ein. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft behüte unsere Herzen und Sinne. Amen

Lied EG 124 Nun bitren wir den Heiligen Geist

 

Fürbittengebet
P: Gott, komm, öffne unsere Sinne, dass wir dich spüren, dein Wirken, wie DU Leben schaffst, in uns, zwischen uns, in allem, was wir sehen und hören und erfahren.

A: Wir bitten um dein Erscheinen, wo du uns fern scheinst, bei denen, die vereinsamen und verdämmern in Krankenhäusern und Pflegeheimen, die sich vergessen fühlen, die Zuneigung vermissen und nicht mehr an deine und unsere Nähe glauben können. Wir rufen: Kyrie eleison

B: Wir bitten um dein Erscheinen, wo du uns zu fehlen scheinst, bei denen, derer Lebensperspektiven bedroht sind, die kalt und leer geworden sind, verschlossen in ihren engen Kreisen, die nur noch weg wollen und nicht wissen wohin. Wir rufen: Wir rufen: Kyrie eleison

C: Wir bitten um dein Erscheinen, wo du dich für uns zu entziehen scheinst, bei denen, die Angst haben vor der Zukunft, die nicht glauben können an deinen Weg mit uns, die Reichtum oder Rasse, technisches Vermögen oder den vermeintlich unentwegten Fortschritt an deine Stelle setzen. Wir rufen: Kyrie eleison

P: Wir bitten um dein Erscheinen, wo du uns fern bist, in unserer Verworrenheit, die wir das Nächste, den Nächsten, deine Nähe nicht sehen. Du Gott suche uns und sei bei uns. Amen. Laudate omnes gentes

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Demissio/Entlassung
P: Gehet hin im Frieden des Herrn. G: Gott sei ewiglich Dank

Segen
Gott segne Dich und behüte Dich, Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und Schenke Dir seinen Frieden. Amen

Musik

 

 

DEKA – Deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Algarve. E-Mail¬: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Web: www.deka-algarve.com
Vorsitzende: Annemarie Webster: Tel. 282 356 231.

Pastor i.R. Stephan Lorenz: Tel: 282 356 421; Mobil: 960 244 439; +49 171 68 20 295; 8400-565 Carvoeiro Uz Sesmarias 84. Wenn Sie mich sprechen wollen, rufen oder mailen Sie mich einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

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