Neueste Nachrichten

 Das portugiesische Parlament erlaubt die aktive Sterbehilfe und erzürnt damit die Kirche 

Der Domherr predigt dagegen, doch das nützt nichts: Portugal will als erstes katholisch geprägtes Land die aktive Sterbehilfe zulassen. Das hat die linke Mehrheit im Parlament beschlossen. 

Gegner der sogenannten Euthanasie demonstrieren am 20. Februar vor dem Parlament in Lissabon.
Rafael Marchante / Reuters

Einzeln waren die Abgeordneten im portugiesischen Parlament am Donnerstag aufgerufen, ihre Stimme offen – also nicht elektronisch – abzugeben. Solches geschieht sonst nur, wenn das Land in den Krieg zieht oder die Parlamentarier der Regierung das Misstrauen aussprechen. Diesmal sollte einem anderen Anlass Gewicht verliehen werden: Das Parlament in Lissabon stimmte darüber ab, ob es künftig legal sein soll, einen Menschen auf dessen Verlangen zu töten. Bereits 2018 war über ein solches Gesetz debattiert worden. Damals scheiterte es knapp. Doch inzwischen wurde das Parlament neu und eine linke Mehrheit gewählt.

In einem neuen Anlauf reichten die Parteien des linken Spektrums nun gleich fünf Gesetzesvorschläge zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ein. Alle mit dem Ziel, den Tod auf Verlangen auch ohne ärztliche Überwachung oder Unterstützung zu ermöglichen. Die Linksparteien hofften, dass wenigstens einer der Vorschläge eine Mehrheit erzielen würde. Die Fülle an Vorlagen wäre nicht nötig gewesen: Alle fünf erlangten mehr als die nötigen 115 Stimmen.

Mit 127 Stimmen erhielt der Gesetzesvorschlag der Sozialistischen Partei die grösste Unterstützung.«Das ist ein wichtiger, ein historischer Tag für unser Land», erklärte die Sprecherin der Sozialisten, Isabel Moreira, im Anschluss an die Verkündung der Resultate. Sie hatte sich im Vorfeld stark für das Gesetzesvorhaben eingesetzt und argumentiert, es müsse nicht nur ein Recht auf ein würdevolles Leben, sondern auch auf ein würdevolles Sterben geben.

Der Domherr predigt gegen das Gesetz

Der Kreis jener, die von dem neuen Recht Gebrauch machen könnten, ist jedoch beschränkt. Ausschliesslich Personen, die urteilsfähig, aber schwer krank sind, sollen ihren Tod verlangen können. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, droht demjenigen, der Sterbehilfe leistet, wie bis anhin ein Strafverfahren.

Portugal ist das erste mehrheitlich katholische Land, das die aktive Sterbehilfe für Schwerkranke zulässt. Die katholische Kirche lehnt das Vorhaben strikt ab. Nur vier Tage vor der Abstimmung nutzte der Domherr von Porto seine Sonntagsmesse für eine vielbeachtete Predigt gegen das Gesetzesvorhaben und verkündete den Anwesenden, das Gesetz verstosse gegen das fünfte Gebot: «Du sollst nicht töten.»

Dasselbe Argument führten die Ratsmitglieder des konservativen Partido Popular auch am Donnerstag an. Der Abgeordnete Joao Almeida behauptete, die Mehrheit der Portugiesen sei gegen ein Recht auf Sterbehilfe. Keine der Parteien, die nun vorpresche, habe den Bürgern vor den Wahlen gesagt, dass sie für Sterbehilfe sei. Während die Debatte im Parlament andauerte, versammelten sich draussen mehrere hundert Gegnerinnen und Gegner der Gesetzesinitiative und skandierten «Ja zum Leben». 

Unterstützung erhielten die Konservativen von ungewohnter Seite. Die Kommunistische Partei, die sieben Ratsmitglieder mehr als die Konservativen stellt, wehrte sich ebenfalls gegen das Vorhaben. «Wir diskutieren, ob ein Staat, der vielen seiner Bürger ein Leben in Würde verwehrt, einen würdevollen Tod erlauben soll», sagte der Sprecher der Kommunistischen Partei, Antonio Filipe. Er kritisierte, dass angeblich nur 25 Prozent der Schwerkranken überhaupt Zugang zu adäquater Pflege hätten.

Der Kritik von ganz links und rechts zum Trotz zeigte eine repräsentative Umfrage des Egas-Moniz-Instituts, die zwei Tage vor der Abstimmung veröffentlicht wurde, dass eine Mehrheit der Portugiesinnen und Portugiesen den Parlamentsentscheid zu stützen scheint: 50,5 Prozent der Befragten befürworteten die aktive Sterbehilfe, 25,6 Prozent lehnten sie ab, 23,9 Prozent zeigten sich unentschlossen.

Nur wenige Länder erlauben den Tod auf Verlangen

Nach dem Beschluss des Parlaments wird der Gesetzesentwurf nun dem Staatspräsidenten Marcelo Rebelo de Sousa zur Unterschrift vorgelegt. Der Präsident hat die Möglichkeit, ein Veto gegen das Gesetz einzureichen oder den Obersten Gerichtshof anzurufen. Die Gegner der Sterbehilfe hoffen nun, dass Rebelo de Sousa, der bei der Sterbehilfe als unentschlossen gilt, das Gesetz stoppt. Falls er jedoch zustimmen sollte, will insbesondere die katholische Kirche ein Referendum anstreben.

Bereits 2007 konnte das Volk in Portugal darüber abstimmen, ob Abtreibung legalisiert werden soll. Das Begehren wurde an der Urne angenommen. Die Umfrage des Egas-Moniz-Instituts zeigte auch, dass 63,7 Prozent der Teilnehmer eine Volksabstimmung über die Legalisierung der Sterbehilfe befürworten würden. 

Sollte das Gesetz in Kraft treten, würde sich Portugal in einen kleinen Kreis von Ländern einreihen, in denen aktive Sterbehilfe unter gewissen Umständen möglich ist. Weltweit sind dies nur die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Kanada. In der Schweiz, Österreich, Finnland und Deutschland ist Sterbehilfe nur unter eng definierten Umständen und nur mit ärztlicher Unterstützung möglich.

In diesen Ländern ist Sterbehilfe möglich

 Aktive Sterbehilfeärztlich unterstützter TodUmstände
Portugal Legal Legal schwere, irreversible Erkrankung
Schweiz Illegal Legal die unterstützenden Personen dürfen vom Todesfall nicht profitieren
Niederlande Legal Legal schwere, irreversible Erkrankung mit untragbaren Symptomen
Belgien Legal Legal schwere, irreversible Erkrankung mit untragbaren Symptomen
Luxemburg Legal Legal schwere, irreversible Erkrankung mit untragbaren Symptomen
Kanada Legal Legal schwere, irreversible Erkrankung mit untragbaren Symptomen
Finnland Illegal Legal schwere, irreversible Erkrankung mit untragbaren Symptomen

Wir begrüßen unser jüngstes Gemeindemitglied: Luca Alexandr Silvasan

 

Am 2. Februar 2020 haben wir in unserer Kapelle Luca Alexandr Silvasan getauft. Er ist damit unser jüngstes Gemeindemitglied.  Es war eine große, bunte Gesellschaft. Ein Teil seiner Familien kommt aus Rumänien, ein anderer aus Deutschland, dazu kamen viele portugiesische Freunde der Familie. 

 Der Taufspruch von Luca Alexandr steht im Markusevangelium: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt (9,23)

Die Gemeinde freut sich über ihr neues Mitglied und wird alles tun, damit er sich hier bei uns wohlfühlt.

Mitgliederversammlung am 1. März 2020, Sonntag Invokavit, 17:30 Uhr

An die Gemeindemitglieder und Freunde der DEKA,
der Deutschsprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde im Algarve


Carvoeiro, 05.02.2020
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der DEKA!

Hiermit laden wir Sie ein zur diesjährigen ordentlichen Gemeindeversammlung am Sonntag, dem 1. März 2020, um 17.30 Uhr, in unserer Kirche auf den Klippen von Carvoeiro, Nossa Senhora da Encarnação. Der Gottesdienst vor der Versammlung beginnt um 16.00 Uhr.
Sollte die Versammlung nicht beschlussfähig sein, wird gleichzeitig zu einer Gemeindeversammlung laut § 16, Absatz 5 der Satzung eingeladen.

Tagesordnung

1. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit
2. Verabschiedung des Protokolls der letzten Gemeindeversammlung vom 3. März 2019
3. Ergänzungen zur Tagesordnung
4. Bericht der Vorsitzenden des Kirchengemeinderates und Aussprache
5. Bericht des Pfarrers und Aussprache
6. Bericht der Schatzmeisterin für das Jahr 2019 und Aussprache
7. Bericht des Rechnungsprüfers für das Jahr 2019 und Aussprache
8. Vorstellung des Haushaltsplanes 2020/21, Aussprache und Abstimmung
9. Entlastung des Vorstandes
10. Rücktritte der bisherigen und Wahl der neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Finanzbeirates und der Schriftführerin
11. Verabschiedung ausscheidender Mitglieder des Kirchengemeinderates
12. Verschiedenes
Kommen Sie/kommt alle möglichst zahlreich, damit wir beschluss- und handlungsfähig sind. Die Gemeindeversammlung ist das wichtigste, nichtgeistliche Treffen im Laufe des Jahres. Sie ist wichtig für den Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen in unserer Gemeinde.

Stimmberechtigt sind alle Mitglieder. Wenn Sie verhindert sind, übertragen Sie bitte Ihr Stimmrecht auf ein anderes Mitglied Ihres Vertrauens. Jedes auf der Versammlung anwesende Mitglied kann zwei Stimmvertretungen übernehmen.
Wichtig (Satzung § 16 Absatz 5):
(5) Die KGV ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der im Mitgliederverzeichnis geführten Mitglieder anwesend sind. Bei Beschlussunfähigkeit ist der oder die Vorsitzende der KGV verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite KGV mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Kirchengemeindeversammlungsmitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. Die zweite Kirchengemeindeversammlung kann auch unmittelbar im Anschluss an die erste KGV stattfinden, wenn zuvor in Verbindung mit der Einladung zur ersten Kirchengemeindeversammlung eine Eventualeinladung erfolgte. Die zweite KGV ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Gemeindeglieder beschlussfähig, worauf in der Einladung hinzuweisen ist.

Gestalten Sie Ihre Gemeinde mit! Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Ausdruck des christlichen Glaubens. Gott schenkt Menschen unterschiedliche Gaben, damit sie Aufgaben für andere wahrnehmen können. Es gehört zur Freiheit eines Christenmenschen, Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht möchten auch Sie mitmachen? Über neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen wir uns sehr. Wenn Sie Interesse daran haben, sprechen Sie bitte mit Pfarrer Stephan Lorenz oder der Vorsitzenden des KGRs Annemarie Webster.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Brenner, Vorsitzende des KGV Stephan Lorenz, Pfarrer in der DEKA

Vollmacht:  (Bitte Ausdrucken und dem Bevollmächtigten mitgeben)

DEKA – Congregação Evangélica - Luterana Alemã do Algarve, Apartado 1024, P - 8401-908 Carvoeiro Lga., Algarve, Portugal

Bevollmächtigung
Ich bevollmächtige das Gemeindemitglied

Herrn/Frau ________________________________________________________,
mich in der Gemeindeversammlung am 1. März 2020 zu vertreten und für mich abzustimmen, da ich selbst nicht anwesend sein kann.

Name_____________________________________________________________

Anschrift__________________________________________________________

Datum___________________ Unterschrift _________________________

Bitte ausfüllen und entweder an obige Anschrift senden oder scannen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Protokoll der Kirchengemeindeversammlung vom 03. März 2019

Zeit und Ort: Sonntag, 03.03.2015, in der Kapelle in Carvoeiro, nach dem Gottesdienst. Beginn / Ende: 17.30 Uhr / 18.25 Uhr
Leitung: Vorsitzende des Kirchengemeindeversammlung Ilse Brenner Protokoll: Schriftführerin Doris Wroblewski Anwesende Mitglieder: 19; 
Bevollmächtigungen: 18;  Gäste: Ehepaar Eisele aus Porto, Ehepaar Thost aus Boliqueime/Grünwald

1. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit

Die Vorsitzende begrüßte die 19 anwesenden Mitglieder und 4 Gäste. Es lagen 18 Bevollmächtigungen vor. Damit war mit 37 Stimmberechtigten von 51 Mitgliedern die Versammlung beschlussfähig. Das „jüngste“ Mitglied ist Pastor Stephan Lorenz, der im März der DEKA beigetreten ist.

2. Verabschiedung des Protokolle der letzten Gemeindeversammlung

Das Protokoll wurde einstimmig angenommen.

3.- 5. Berichte des Kirchengemeinderates, des Pfarramt und der Schatzmeisterin

Die Vorsitzende Annemarie Webster erstattete den Bericht des Kirchengemeinderates mit einem Rückblick auf das Jahr 2018, einer kurzen Vorausschau auf 2019 und dem Dank an die ehrenamtlichen Helfern, welche die Vorstandsmitglieder (neben Annemarie Webster, Uwe Zelinsky, Renate Bäumchen und Hildegunde Ischebeck) in ihrer Tätigkeit tatkräftig unterstützen. (siehe Anlage).
Pastor Stephan Lorenz erstattete den Bericht des Pfarramts. Obwohl er erst seit September 2018 im Amt bei der DEKA ist, konnte er auf eine Reihe von Aktivitäten zurück blicken. Schon jetzt erklärte er sich bereit, sein Amt ein weiteres Jahr bei der DEKA auszuführen. (s. Anlage).
Renate Bäumchen erstattete den Bericht der Schatzmeisterin. Sie wies insbesondere hin auf die Rücklagen (für ein Auto) und die Kollekten, welche teilweise wiederum an Notfälle im Algarve weiter gegeben wurden wie z.B. die Brandgeschädigten in Monchique (s. Anlage

6. Bericht des Rechnungsprüfers für das Jahr 2018

Heiner Diechtierow trägt in seiner Funktion als Vorsitzender des Finanzbeirates seinen Bericht vor (s. Anlage). Er wies darauf hin, dass er im kommenden Jahr 2020 diese Funktion nicht ausüben könne, da er sich zu der Zeit nicht in Europa aufhalten werde.
In der Kirchengemeindeversammlung vom 04.03.2018 war Hannah Wallisch zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Finanzbeirates gewählt worden. Sie oder die Assistentin des Finanzbeirates, Elsa-Maria Schröter, wird die Prüfung vornehmen müssen.

7. Vorstellung des Haushaltsplanes 2019/2020

Die Schatzmeisterin trägt die Planungen für 2019/2010 vor. Diese werden bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig genehmigt.

8. Aussprache über die Berichte und Entlastung des Vorstandes

Die DEKA plant, auch im Jahr 2019 wieder für die gesamte Algarve vor Ort Gottesdienste abzuhalten. So sind geplant, am Karfreitag, dem 19.04.2019, um 15.00 Uhr an der Westalgarve im Hause von Hildegard und Karl Heinz Bieler ein Gottesdienst.
Der Erntedankgottesdienst Anfang Oktober kann wieder bei Heiner und Biggi Diechtierow stattfinden, allerdings sind bei der Vor- und Nachbereitung noch fleißige Helfer erwünscht.
Ilse Brenner bemüht sich, einen weiteren Gottesdienst in Sao Braz zu organisieren.

Die im Bericht des Rechnungsprüfers empfohlene Entlastung des Vorstandes wurde bei Enthaltung der Betroffenen erteilt.
Doris Wroblewski bedauerte, als Dank für die geleistete ehrenamtliche und ohne irgendeinen finanziellen Ausgleich erbrachte Arbeit des Vorstandes keine Blumensträuße zur Hand zu haben, weshalb die Anwesenden sich mit einem herzlichen „blumigen Applaus“ bei allen Mitgliedern des Vorstandes bedankten.

9. Gemeindetagung in Carvoeiro vom 24.- 26. Mai 2019

Entgegen der Ankündigung bei der Einladung und auf der Tagesordnung findet die Gemeindetagung bereits vom 24.- 26. Mai 2019 statt. Die DEKA springt für die Gemeinde Lissabon ein, welche in diesem Jahr im Umbruch steht und nur einen Interimspfarrer für wenige Monate hat. Gerade dieser Pfarrer, Peter Ossenkop, hat sich bereit erklärt, über eines seiner Spezialgebiete zu referieren:
Eintauchen in die fremde Welt der Ikonen.
Sobald die Örtlichkeiten bekannt sind, wird ein Flyer erarbeitet und die Mitglieder werden über die Einzelheiten informiert.

10. Verschiedenes

Da keine weiteren Anfragen vorlagen, wurde die Versammlung mit dem Singen des Kanons „Lobet und preiset Ihr Völker den Herrn“ um 18.25 Uhr beendet.

Ilse Brenner Vorsitzende Doris Wroblewski, Protokollführerin

Gemeindetagung 2020 der evangelisch-lutherischen Gemeinden in Portugal

Die Tagung wird vom 16. Bis zum 18. Oktober in Lissabon/Carcavelos stattfinden. Das Thema wird sein: 
„Wer´s glaubt wird selig!" Zeitenwende in unserer Gesellschaft – Krise und Chance für den Glauben

Ein genaues Programm und ein Plakat werden noch verteilt. Wir haben das ABLA Guest House in Carcavelos für diese Veranstaltung reserviert. Es sind – außer einem Dreier-Zimmer, das bereits vergeben war - alle verfügbaren Räume vorläufig geblockt worden. Alle Teilnehmer können ihre Buchungen selber vornehmen, die Preise sind moderat und die Unterkunft ist blitzsauber, schön gelegen und hat ein sehr gutes Frühstück, das im Preis inbegriffen ist. Ein erster Überblick über die Preise im Oktober 2020: 
ABLA - Preise (inkl. Frühstück + IVA): https://www.ablaguesthouse.org/  Einzelzimmer: Standard 54.00€ / Terrasse 65.00€ Doppelzimmer: Standard 57.00€ / Terrasse 68.00€ Zustellbett: 15.00€  
Wir werden auch die Gemeinschaftsräume in der ABLA nutzen und – bei schönem Wetter – ebenfalls den Außenbereich.
Natürlich ist die Unterkunft nur eine Empfehlung, um es allen Teilnehmern von außerhalb bequemer zu machen und die Logistik zu vereinfachen. Eine Buchung in anderen Häusern ist selbstverständlich möglich. Details und genaue Angaben zur Buchung folgen! Ein Hinweis: Es sollte möglichst NICHT über die Homepage oder generell im Internet gebucht werden, sondern bitte immer direkt über die ABLA (per E-Mail oder Telefon). Die Preise über die Portale (booking.com) sind anders! Fau Constanze Manso ist bei der ABLA unsere Kontaktperson und sie spricht fließend Deutsch und Portugiesisch.

Alle Gemeindeglieder sind eingeladen, an dedr Tagung teilzunehmen! Mehr Information bei Pastor Stephan Lorenz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder +491716820295

 

Gebetswoche für die Einheit der Christen: 18. – 25. Januar 2020

 

Mindestens einmal im Jahr werden Christinnen und Christen erinnert an Jesu Gebet für seine Jünger „damit sie alle eins seien [...], damit die Welt glaube“ (vgl. Joh 17,21).

Seit 1966 wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen, deren Ursprünge bereits auf das Jahr 1910 zurückgehen, vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und von der Kommission Glaube und Kirchenverfassung vom Ökumenischen Rat der Kirchen vorbereitet. Jedes Jahr werden die Texte von einer anderen Region der Welt verfasst, 2020 von Malta.

„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2)
Das Thema bezieht sich auf die Apostelgeschichte: der Apostel Paulus und seine Mitreisenden erleiden Schiffbruch auf Malta. Die Schiffbrüchigen werden von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt. Die maltesischen Christinnen und Christen sehen in dieser Geschichte die Wurzeln des christlichen Glaubens und der christlichen Gemeinde auf ihrer Insel. Daran wird jedes Jahr am 10. Januar mit einem eigenen Festtag erinnert.
Die Geschichte vom Schiffbruch des Paulus wird von der internationalen Vorbereitungsgruppe für die Gebetswoche in den Kontext von Flucht und Migration heute gestellt: Auch in unserer Zeit sehen sich viele Menschen auf demselben Meer denselben Schrecken gegenüber. Dieselben Orte, die in der Lesung genannt werden, kommen in den Geschichten heutiger Flüchtlinge vor. In anderen Teilen der Welt begeben sich viele andere auf ebenso gefährliche Reisen zu Lande und zur See, um Naturkatastrophen, Krieg und Armut zu entkommen. Diese Menschen sind besonders auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen.
Das Beispiel aus der Apostelgeschichte macht uns deutlich, wie aus einer zufälligen Begegnung Gemeinschaft entstehen kann. Gemeinschaft über Grenzen hinweg mindert Not. Die Kirchen sehen sich in der Pflicht, solche Gemeinschaft zu fördern. Dies wird ihnen umso mehr gelingen, je mehr sie auch untereinander Gemeinschaft pflegen und Versöhnung suchen.
In der Gebetswoche geht es um die Einheit der Christen. Diese ist kein Selbstzweck, sondern sie ist besonders für den Notleidenden, Hilfsbedürftigen und Fremden offen. Unsere Einheit als Christen wird nicht nur dadurch entdeckt, dass wir einander Gastfreundschaft gewähren, so wichtig dies ist, sondern auch durch liebevolle Begegnungen mit denen, die unsere Sprache, unsere Kultur oder unseren Glauben nicht teilen.

Der Gottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen fand in diesem Jahr auf Einladung des Bischofs des Algrave Dom Maunel in der Franziskanerkirche in Faro statt. Katholiken, Rumänisch-Orthodoxe, Anglikaner und Lutheraner beteten gemeinsam. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Chor des Taize-Kreises aus Aljezur. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Gelegenheit sich bei Tee und Gebäck auszutauschen.

 

 

 

Im November 2019 bekamen wir Besuch von Thomas Kaebel.

Hier sein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht zum Aufenthalt in Carvoeiro, Portugal (10.11.-10.12.2019)

Sonne, Ruhe zum Schreiben, tolle Leute! Das wollte ich in Carvoeiro erleben und habe ich erlebt. Vom 10. November bis 10. Dezember 2019 war ich dort zu Gast. Bekommen hatte ich die charmante Wohnung mit Meerblick durch Vermittlung der Deutschen Evangelischen Gemeinde im Algarve. Meine Vermieterin Catinca von Baselli ist total nett und holt mich schon am Busbahnhof in Lagoa ab.

Ich habe nun einen Monat Zeit, an den letzten Seiten meiner Dissertation im Alten Testament zu arbeiten. In der Wohnung gibt es kein Internet. Das ist meiner Arbeit zuträglich. Zur Bearbeitung meiner Emails gehe ich täglich die Straße hinab zum Tivoli, wo das Wifi bis auf die Straße reicht.

Samstag angekommen gehe ich gleich am nächsten Tag um 16h zur nahegelegenen Kirche in den Gottesdienst, wo ich am Eingang Stephan Lorenz kennenlerne, den Pfarrer der deutschen Gemeinde. Er ist wie einige andere auch neugierig auf mich, so wie ich auf ihn und die Leute dort. Catinca Baselli ist auch da und stellt mich nach dem Gottestdienst unter anderem der Gemeinderatsvorsitzenden Annemarie Webster vor. Sie ist auch Lehrerin gewesen. Wir verstehen uns sofort richtig gut. In den kommenden 4 Wochen lernen wir uns alle näher kennen und schätzen.

Der Gottestdienst findet jeden Sonntagnachmittag in der Katholischen Kirche in Carvoeiro statt. Sie ist auf der Klippe mit Eingang Richtung Westen gelegen. Gegen Ende des Gottesdienstes ist zu dieser Jahreszeit immer die untergehende Sonne zu beobachten. Ein wundervoller Anblick!

Gleich zu Beginn meines Aufenthalts muss ein Fahrrad her. Da ich kein funktionsfähiges ausleihen kann und selbst kein Werkzeug habe, kaufe ich kurzerhand eines im Intermarché. Es begleitet mich 4 Wochen treu ohne Platten überall hin und ist nun im Besitz der Deutschen Gemeinde, wo es hoffentlich weiterhin gute Dienste tun wird.

Die Gemeinde ist sehr aktiv. Ich gehe zweimal zum vierzehntägigen Gesprächskreis am Donnerstagnachmittag ins Pfarrhaus. Beim ersten Mal ist das Thema Zivile Seenotrettung, beim zweiten Mal die Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Ich bin einmal donnerstagsabends in der Probe des Kirchenchores und singe gleich drei Tage später im Gottesdienst mit. Die Musik tut mir gut. An meinem letzten Sonntag in Carvoeiro helfe ich noch kurzfristig bei der Austeilung des Abendmahls aus.

Zweimal bin ich bei meiner Vermieterin zum Essen eingeladen, erzähle viel von mir und erfahre ebenso viel über sie. Wir haben beide bisher ein recht ungewöhnliches Leben und sind sehr neugierig aufeinander. Wir verbringen den frühen Nachmittag auf der sonnigen Terasse mit Blick auf die Bucht von Carvoeiro. Bei meinem zweiten Besuch in der Casa von Baselli ist Stephan Lorenz dabei. Wir verbringen einen schönen Abend bei leckerem russischem Essen und erfahren von seiner bewegten Zeit in Russland.

Alle zwei bis drei Tage gehe ich in den Mercado Municipal de Carvoeiro, um Obst und Gemüse einzukaufen. Es ist immer erschreckend leer dort, obwohl alles sehr gut schmeckt und zu sehr sozialen Preisen angeboten wird. Ich bemühe mich, meine Einkäufe gleichmäßig auf die beiden noch vorhandenen Stände zu verteilen. Beide Frauen sind immer so nett und freuen sich sichtlich, wenn ich komme. Wenn ich 5 Tomaten kaufe, bekomme ich im Durchschnitt 10 Mandarinen als Dankeschön geschenkt; vielleicht, weil ich mein Obst nicht in einem der großen nahegelegenen Supermärkte einkaufe; vielleicht auch, weil ich mir sichtlich Mühe gebe, alles auf Portugiesisch zu sagen. Es wird gefühlt jeden Tag ein ganz kleines Bisschen besser.

Natürlich schreibe ich auch jeden Tag an meiner Arbeit, sitze oft auf dem großen Balkon der Wohnung oder an einem der vielen schönen und um diese Jahreszeit leeren Strände. Es ist ein Luxus für mich, unter solchen Umständen meine Arbeit schreiben zu können. Am 2. Advent habe ich nachmittags gegen 15h einen Geistesblitz, der den zweiten Teil meiner Arbeit auf sichere Füße stellt. Ich freue mich wie ein kleines Kind den ganzen restlichen Tag und darüber hinaus.

Es ist insgesamt eine sehr unbeschwerte Zeit, die ich in Portugal habe. Alles läuft ruhig und gut. Ein bisschen Wehmut ist schon zu spüren, als mich Stephan Lorenz zum Busbahnhof in Lagoa fährt. Wir verabschieden uns in der Hoffnung, dass es nicht das letzte Treffen gewesen sein möge.

Ich danke all den vielen leiben Menschen, die mir in meiner Zeit in Carvoeiro mit so viel Offenheit und Freundlichkeit begegnet sind. Hoffentlich auf bald! Adeus!

Thomas Kaebel

Danke!

Wir möchten uns bei allen Spendern und Kollektengebern bedanken! Unsere Weihnachstkollekte für das Hilfewerk "Brot für die Welt" und unsere lokale Hilfsorganisation im Algarve "Support the families in Algrave" erbrachte eine Summe von 1200 €. Gott segne Geber und Gaben. 

Die Kollekte unserer Weihnachstgottesdienste geht in diesem Jahr zur Hälfte an das Hilfswerk der EKD "Brot für die Welt" und an ein lokale Hilfsorganisation im Algarve.

 

Support For Families In the Algarve (Teil der Associação Guarda-Chuva, registered charity 515531928)

Wir unterstützen schutzbedürftige Personen und Familien, die Schwierigkeiten haben, die Grundlagen zu finden, die wir allgemein für selbstverständlich halten. Dinge wie Tische, Stühle, Schubladen und Kühlschränke, Herde, Mikrowellen, Waschmaschinen, Fernseher usw. Wir tun dies, indem wir uns vernetzen, uns auf Freunde verlassen, Facebook und Werbung nutzen, um Leute zu finden, die solche Gegenstände spenden. Durch Spenden und Spendengelder zahlen wir auch für Kinderbrillen und zahnärztliche Notfallbehandlungen für Familien, die sich eine Behandlung nicht leisten können.

Tel.: Su Davis – 932307548 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Facebook: Support for Families in the Algarve

Wir freuen uns über jede Gabe und Spende!

 

 Unser ältestes Gemeindemitglied wurde 100 Jahre Ursula Globig

 

 


Am 15. Dezember feierte unser ältestes Gemeindemitglied ihren 100. Geburtsag. Ursual Globig wurde 1919 im schönsten Stadtteil Leipzigs in Gohlis geboren. Schon Goethe schrieb: "Wem´s zu wohl ist, der geht nach Gohlis". Dort ist sie auch aufgewachsen. Hat 1949 dort geheiratet. Wenig später flüchtete sie mit ihrem Mann in die BRD nach Stuttgart. Dort kam das erste ihrer 5 Kinder (3 Mädchen und 2 Jungen) zur Welt. Ihr Mann arbeitete zunächst bei Krupp in Rheinhausen, später wurde er in die USA geschickt. Dort traf Frau Globig ihre Geschwister und Eltern in New York wieder. Die berufliche Tätigkeit ihres Mannes führte sie in viele Teile der Welt, immer wieder auch nach Malaysien und schließlich nach Rio de Janeiro, Brasilien. Hier lebten sie fast 5 Jahre. Dort wären sie gerne alt geworden, aber die hohe Kriminalitätsrate war abschreckend. Sie entschieden sich für den Algarve.

Ursula Globig lebt seit dem Tod ihres Mannes (mit 89 Jahren) 2012 allein in Monte Carvoeiro. Ihre Kinder leben in den USA. Dort haben sie selbst Familien gegründet. Sie besuchen Frau Globig regelmäßig, besonders ihr ältester Sohn, der gewöhnlich Weihnachten und Silvester bei ihr verbringt.
100 Jahre ist sie alt geworden - das Gehen fällt ihr etwas schwerer, sie kommt kaum noch aus dem Haus. Geistig nimmt sie es mit manch jüngerem mit Leichtigkeit auf. Sie liest viel. Aber ihr größter Wunsch zum 100 ist einen Scrabble Mitspieler/Mitspielerin zu finden, wenigstens einmal im Monat. Am liebsten in Englisch. Deutsch würde aber auch gehen.
Wer Interesse hat, der möge sich bei P. Lorenz melden. 282 341 214

Carvoeiro, 09.12. 2019

Weihnachstbrief 2019
Schaut auf, erhebt,  eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe. Lukas 21, 28


Liebe Mitglieder und Freunde der DEKA, unserer Gemeinde im Algarve,

Sie haben etwas übrig für unsere Gemeinde! Dafür danke ich Ihnen aucxh im Namen des Kirchengemeinderates  ganz herzlich. 

Wir sind eine kleine Gemeinde, die sich selbst finanzieren muss. Die EKD gewährt uns keine finanzielle Unterstützung, abgesehen von den Personalkosten für den Pfarrer.

Zu unserem Glück gibt  in unserer Gemeinde viele ehrenamtlich engagierte Personen, die die Arbeit der Gemeinde unterstützen. Aber auch ehrenamtliche Arbeit kostet Geld. Und wir haben viele Ausgaben für die Nutzung der Kapelle, die Gottesdienste, Miete der Pfarrwohnung, der Dienstwagen, Telefon, Internet, Versand des Boten, Postfach, usw.

Nicht alles, was wir bekommen, behalten  für uns selbst.Wir spenden immer wieder für Bedürftige und in Not geratene Menschen. In diesem Jahr zum Beispiel für Schulanfängerinnen und Schulanfänger, damit sie sich eine gute Erstausstattung leisten können. Oder für die Vicenmtinerinnen  in Aljezur.  So versuchen wir etwas von dem Guten zurückzugeben an die Menschen, denen es im Algarbe nicht so gut geht.

Im November hat sich eine Gruppe von etwa 20 Frauen aus unserer Gemeinde oder unserem Umfeld unter dem Namen „Zeitspende“ zusammengefunden. Sie werden nach ihrer Ausbildung ambulante hospizliche Begleitungen, zunächst im Osten des Algarve unternehmen. Darüber hinaus versuchen wir verschiedenen Aktivitäten zu Projekten „Wohnen im Alter“ zusammenzuführen und zu unterstützen. Mehr Informationen finden sie untzer Gemeinde - Zeitspende.

Unsere katholische Schwestergemeinde in Lagoa und Carvoeiro hat nach der Pensionierung unseres langjährigen Pfarrer Nunes einen neuen Pfarrer bekommen, sein Name ist Nuno. Wir hoffen, dass wir mit ihm die gute Zusammenarbeit fortsetzen können.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr 2020. Bleiben Sie uns verbunden. Wir brauchen ihre Unterstützung!

Ihr Pastor em. J.-Stephan Lorenz

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.