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Gebetswoche für die Einheit der Christen: 18. – 25. Januar 2020

Mindestens einmal im Jahr werden Christinnen und Christen erinnert an Jesu Gebet für seine Jünger „damit sie alle eins seien [...], damit die Welt glaube“ (vgl. Joh 17,21).

Seit 1966 wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen, deren Ursprünge bereits auf das Jahr 1910 zurückgehen, vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und von der Kommission Glaube und Kirchenverfassung vom Ökumenischen Rat der Kirchen vorbereitet. Jedes Jahr werden die Texte von einer anderen Region der Welt verfasst, 2020 von Malta.

„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2)
Das Thema bezieht sich auf die Apostelgeschichte: der Apostel Paulus und seine Mitreisenden erleiden Schiffbruch auf Malta. Die Schiffbrüchigen werden von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt. Die maltesischen Christinnen und Christen sehen in dieser Geschichte die Wurzeln des christlichen Glaubens und der christlichen Gemeinde auf ihrer Insel. Daran wird jedes Jahr am 10. Januar mit einem eigenen Festtag erinnert.
Die Geschichte vom Schiffbruch des Paulus wird von der internationalen Vorbereitungsgruppe für die Gebetswoche in den Kontext von Flucht und Migration heute gestellt: Auch in unserer Zeit sehen sich viele Menschen auf demselben Meer denselben Schrecken gegenüber. Dieselben Orte, die in der Lesung genannt werden, kommen in den Geschichten heutiger Flüchtlinge vor. In anderen Teilen der Welt begeben sich viele andere auf ebenso gefährliche Reisen zu Lande und zur See, um Naturkatastrophen, Krieg und Armut zu entkommen. Diese Menschen sind besonders auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen.
Das Beispiel aus der Apostelgeschichte macht uns deutlich, wie aus einer zufälligen Begegnung Gemeinschaft entstehen kann. Gemeinschaft über Grenzen hinweg mindert Not. Die Kirchen sehen sich in der Pflicht, solche Gemeinschaft zu fördern. Dies wird ihnen umso mehr gelingen, je mehr sie auch untereinander Gemeinschaft pflegen und Versöhnung suchen.
In der Gebetswoche geht es um die Einheit der Christen. Diese ist kein Selbstzweck, sondern sie ist besonders für den Notleidenden, Hilfsbedürftigen und Fremden offen. Unsere Einheit als Christen wird nicht nur dadurch entdeckt, dass wir einander Gastfreundschaft gewähren, so wichtig dies ist, sondern auch durch liebevolle Begegnungen mit denen, die unsere Sprache, unsere Kultur oder unseren Glauben nicht teilen.

Der Gottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen fand in diesem Jahr auf Einladung des Bischofs des Algrave Dom Maunel in der Franziskanerkirche in Faro statt. Katholiken, Rumänisch-Orthodoxe, Anglikaner und Lutheraner beteten gemeinsam. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Chor des Taize-Kreises aus Aljezur. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Gelegenheit sich bei Tee und Gebäck auszutauschen.

 

 

Im November 2019 bekamen wir Besuch von Thomas Kaebel.

Hier sein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht zum Aufenthalt in Carvoeiro, Portugal (10.11.-10.12.2019)

Sonne, Ruhe zum Schreiben, tolle Leute! Das wollte ich in Carvoeiro erleben und habe ich erlebt. Vom 10. November bis 10. Dezember 2019 war ich dort zu Gast. Bekommen hatte ich die charmante Wohnung mit Meerblick durch Vermittlung der Deutschen Evangelischen Gemeinde im Algarve. Meine Vermieterin Catinca von Baselli ist total nett und holt mich schon am Busbahnhof in Lagoa ab.

Ich habe nun einen Monat Zeit, an den letzten Seiten meiner Dissertation im Alten Testament zu arbeiten. In der Wohnung gibt es kein Internet. Das ist meiner Arbeit zuträglich. Zur Bearbeitung meiner Emails gehe ich täglich die Straße hinab zum Tivoli, wo das Wifi bis auf die Straße reicht.

Samstag angekommen gehe ich gleich am nächsten Tag um 16h zur nahegelegenen Kirche in den Gottesdienst, wo ich am Eingang Stephan Lorenz kennenlerne, den Pfarrer der deutschen Gemeinde. Er ist wie einige andere auch neugierig auf mich, so wie ich auf ihn und die Leute dort. Catinca Baselli ist auch da und stellt mich nach dem Gottestdienst unter anderem der Gemeinderatsvorsitzenden Annemarie Webster vor. Sie ist auch Lehrerin gewesen. Wir verstehen uns sofort richtig gut. In den kommenden 4 Wochen lernen wir uns alle näher kennen und schätzen.

Der Gottestdienst findet jeden Sonntagnachmittag in der Katholischen Kirche in Carvoeiro statt. Sie ist auf der Klippe mit Eingang Richtung Westen gelegen. Gegen Ende des Gottesdienstes ist zu dieser Jahreszeit immer die untergehende Sonne zu beobachten. Ein wundervoller Anblick!

Gleich zu Beginn meines Aufenthalts muss ein Fahrrad her. Da ich kein funktionsfähiges ausleihen kann und selbst kein Werkzeug habe, kaufe ich kurzerhand eines im Intermarché. Es begleitet mich 4 Wochen treu ohne Platten überall hin und ist nun im Besitz der Deutschen Gemeinde, wo es hoffentlich weiterhin gute Dienste tun wird.

Die Gemeinde ist sehr aktiv. Ich gehe zweimal zum vierzehntägigen Gesprächskreis am Donnerstagnachmittag ins Pfarrhaus. Beim ersten Mal ist das Thema Zivile Seenotrettung, beim zweiten Mal die Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Ich bin einmal donnerstagsabends in der Probe des Kirchenchores und singe gleich drei Tage später im Gottesdienst mit. Die Musik tut mir gut. An meinem letzten Sonntag in Carvoeiro helfe ich noch kurzfristig bei der Austeilung des Abendmahls aus.

Zweimal bin ich bei meiner Vermieterin zum Essen eingeladen, erzähle viel von mir und erfahre ebenso viel über sie. Wir haben beide bisher ein recht ungewöhnliches Leben und sind sehr neugierig aufeinander. Wir verbringen den frühen Nachmittag auf der sonnigen Terasse mit Blick auf die Bucht von Carvoeiro. Bei meinem zweiten Besuch in der Casa von Baselli ist Stephan Lorenz dabei. Wir verbringen einen schönen Abend bei leckerem russischem Essen und erfahren von seiner bewegten Zeit in Russland.

Alle zwei bis drei Tage gehe ich in den Mercado Municipal de Carvoeiro, um Obst und Gemüse einzukaufen. Es ist immer erschreckend leer dort, obwohl alles sehr gut schmeckt und zu sehr sozialen Preisen angeboten wird. Ich bemühe mich, meine Einkäufe gleichmäßig auf die beiden noch vorhandenen Stände zu verteilen. Beide Frauen sind immer so nett und freuen sich sichtlich, wenn ich komme. Wenn ich 5 Tomaten kaufe, bekomme ich im Durchschnitt 10 Mandarinen als Dankeschön geschenkt; vielleicht, weil ich mein Obst nicht in einem der großen nahegelegenen Supermärkte einkaufe; vielleicht auch, weil ich mir sichtlich Mühe gebe, alles auf Portugiesisch zu sagen. Es wird gefühlt jeden Tag ein ganz kleines Bisschen besser.

Natürlich schreibe ich auch jeden Tag an meiner Arbeit, sitze oft auf dem großen Balkon der Wohnung oder an einem der vielen schönen und um diese Jahreszeit leeren Strände. Es ist ein Luxus für mich, unter solchen Umständen meine Arbeit schreiben zu können. Am 2. Advent habe ich nachmittags gegen 15h einen Geistesblitz, der den zweiten Teil meiner Arbeit auf sichere Füße stellt. Ich freue mich wie ein kleines Kind den ganzen restlichen Tag und darüber hinaus.

Es ist insgesamt eine sehr unbeschwerte Zeit, die ich in Portugal habe. Alles läuft ruhig und gut. Ein bisschen Wehmut ist schon zu spüren, als mich Stephan Lorenz zum Busbahnhof in Lagoa fährt. Wir verabschieden uns in der Hoffnung, dass es nicht das letzte Treffen gewesen sein möge.

Ich danke all den vielen leiben Menschen, die mir in meiner Zeit in Carvoeiro mit so viel Offenheit und Freundlichkeit begegnet sind. Hoffentlich auf bald! Adeus!

Thomas Kaebel

Danke!

Wir möchten uns bei allen Spendern und Kollektengebern bedanken! Unsere Weihnachstkollekte für das Hilfewerk "Brot für die Welt" und unsere lokale Hilfsorganisation im Algarve "Support the families in Algrave" erbrachte eine Summe von 1200 €. Gott segne Geber und Gaben. 

Die Kollekte unserer Weihnachstgottesdienste geht in diesem Jahr zur Hälfte an das Hilfswerk der EKD "Brot für die Welt" und an ein lokale Hilfsorganisation im Algarve.

 

Support For Families In the Algarve (Teil der Associação Guarda-Chuva, registered charity 515531928)

Wir unterstützen schutzbedürftige Personen und Familien, die Schwierigkeiten haben, die Grundlagen zu finden, die wir allgemein für selbstverständlich halten. Dinge wie Tische, Stühle, Schubladen und Kühlschränke, Herde, Mikrowellen, Waschmaschinen, Fernseher usw. Wir tun dies, indem wir uns vernetzen, uns auf Freunde verlassen, Facebook und Werbung nutzen, um Leute zu finden, die solche Gegenstände spenden. Durch Spenden und Spendengelder zahlen wir auch für Kinderbrillen und zahnärztliche Notfallbehandlungen für Familien, die sich eine Behandlung nicht leisten können.

Tel.: Su Davis – 932307548 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Facebook: Support for Families in the Algarve

Wir freuen uns über jede Gabe und Spende!

 

 

 

 

Unser ältestes Gemeindemitglied wurde 100 Jahre Ursula Globig
Am 15. Dezember feierte unser ältestes Gemeindemitglied ihren 100. Geburtsag. Ursual Globig wurde 1919 im schönsten Stadtteil Leipzigs in Gohlis geboren. Schon Goethe schrieb: "Wem´s zu wohl ist, der geht nach Gohlis". Dort ist sie auch aufgewachsen. Hat 1949 dort geheiratet. Wenig später flüchtete sie mit ihrem Mann in die BRD nach Stuttgart. Dort kam das erste ihrer 5 Kinder (3 Mädchen und 2 Jungen) zur Welt. Ihr Mann arbeitete zunächst bei Krupp in Rheinhausen, später wurde er in die USA geschickt. Dort traf Frau Globig ihre Geschwister und Eltern in New York wieder. Die berufliche Tätigkeit ihres Mannes führte sie in viele Teile der Welt, immer wieder auch nach Malaysien und schließlich nach Rio de Janeiro, Brasilien. Hier lebten sie fast 5 Jahre. Dort wären sie gerne alt geworden, aber die hohe Kriminalitätsrate war abschreckend. Sie entschieden sich für den Algarve.

Ursula Globig lebt seit dem Tod ihres Mannes (mit 89 Jahren) 2012 allein in Monte Carvoeiro. Ihre Kinder leben in den USA. Dort haben sie selbst Familien gegründet. Sie besuchen Frau Globig regelmäßig, besonders ihr ältester Sohn, der gewöhnlich Weihnachten und Silvester bei ihr verbringt.
100 Jahre ist sie alt geworden - das Gehen fällt ihr etwas schwerer, sie kommt kaum noch aus dem Haus. Geistig nimmt sie es mit manch jüngerem mit Leichtigkeit auf. Sie liest viel. Aber ihr größter Wunsch zum 100 ist einen Scrabble Mitspieler/Mitspielerin zu finden, wenigstens einmal im Monat. Am liebsten in Englisch. Deutsch würde aber auch gehen.
Wer Interesse hat, der möge sich bei P. Lorenz melden. 282 341 214

Carvoeiro, 09.12. 2019

Weihnachstbrief 2019
Schaut auf, erhebt,  eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe. Lukas 21, 28


Liebe Mitglieder und Freunde der DEKA, unserer Gemeinde im Algarve,

Sie haben etwas übrig für unsere Gemeinde! Dafür danke ich Ihnen aucxh im Namen des Kirchengemeinderates  ganz herzlich. 

Wir sind eine kleine Gemeinde, die sich selbst finanzieren muss. Die EKD gewährt uns keine finanzielle Unterstützung, abgesehen von den Personalkosten für den Pfarrer.

Zu unserem Glück gibt  in unserer Gemeinde viele ehrenamtlich engagierte Personen, die die Arbeit der Gemeinde unterstützen. Aber auch ehrenamtliche Arbeit kostet Geld. Und wir haben viele Ausgaben für die Nutzung der Kapelle, die Gottesdienste, Miete der Pfarrwohnung, der Dienstwagen, Telefon, Internet, Versand des Boten, Postfach, usw.

Nicht alles, was wir bekommen, behalten  für uns selbst.Wir spenden immer wieder für Bedürftige und in Not geratene Menschen. In diesem Jahr zum Beispiel für Schulanfängerinnen und Schulanfänger, damit sie sich eine gute Erstausstattung leisten können. Oder für die Vicenmtinerinnen  in Aljezur.  So versuchen wir etwas von dem Guten zurückzugeben an die Menschen, denen es im Algarbe nicht so gut geht.

Im November hat sich eine Gruppe von etwa 20 Frauen aus unserer Gemeinde oder unserem Umfeld unter dem Namen „Zeitspende“ zusammengefunden. Sie werden nach ihrer Ausbildung ambulante hospizliche Begleitungen, zunächst im Osten des Algarve unternehmen. Darüber hinaus versuchen wir verschiedenen Aktivitäten zu Projekten „Wohnen im Alter“ zusammenzuführen und zu unterstützen. Mehr Informationen finden sie untzer Gemeinde - Zeitspende.

Unsere katholische Schwestergemeinde in Lagoa und Carvoeiro hat nach der Pensionierung unseres langjährigen Pfarrer Nunes einen neuen Pfarrer bekommen, sein Name ist Nuno. Wir hoffen, dass wir mit ihm die gute Zusammenarbeit fortsetzen können.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr 2020. Bleiben Sie uns verbunden. Wir brauchen ihre Unterstützung!

Ihr Pastor em. J.-Stephan Lorenz

 

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