DEKA Algarve 

Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve.

Unsere Gottesdienste finden in der Capela de Nossa Senhora da Encarnação in Carvoeiro statt.

 Es wird gebeten im Gottesdienst eine Maske zu tragen.  Das Abendmahl feiern wir wegen der Pandemielage zur Zeit nicht.  

       Kapelle Innen

 

 Gott segne Sie und behüte Sie. 

Porta patet, cor magis 

(Die Tür ist offen, unser Herz noch mehr) 

 

 Die Jahreslosung für 2022 steht im Evangelium des Johannes (6,37)

παν ο διδωσιν μοι ο πατηρ προς εμε ηξει και τον ερχομενον προς με ου μη εκβαλω εξω

Alles, was mir mein Vater gegeben hat, kommt zu mir und den, der zu mir kommt, werde ich nicht hinausschmeißen.

Todo aquele que o Pai me dá, esse virá a mim; e o que vem a mim, de modo nenhum o lançarei fora.

(mehr Gedanken dazu finden Sie hier Jahreslosung)

2. Sonntag nach Epiphanias, 16. Januar 2022 - Antonius der Große

 

Am 17. Januar erinnern die Kirchen an den Vater des christlichen Mönchtums, Antonius dem Großen. Geboren 250 in damaligen Come, heute Qiman el Arus (Ägypten). Seine Eltern waren Großgrundbesitzer. Sie starben sehr früh. Mit 18 Jahren übernahm er den elterlichen Betrieb, sorgte für sich und seine jüngere Schwester. Die strenge Ethik des Matthäusevangeliums veränderte sein Leben. Wenn Du vollkommen sein willst, dann verkaufe alles, was Du hast, und gib es den Armen. (19, 21) Also verkaufte er mit 25 seinen Besitz, sorgte für das Auskommen seiner Schwester, verteilte den Rest an die Armen, und zog in die Wüste zu einigen Eremiten. Dort lebte er ein streng asketisches Leben, zunächst in der Nähe seines Heimatortes, später in einer alten Grabkammer. Noch mehrmals wechselte er seinen Aufenthaltsort, zuletzt hauste er auf dem Berg Kolzim (Safarna) am Roten Meer. 311 kam er nach Alexandria, um die durch Kaiser Maxentius verfolgten Christen zu trösten. Viele Menschen kamen in seine Einsiedlei, erbaten Rat und Heilung. Viele blieben und bauten sich kleine Einsiedeleien. Diese Menschen um Antonius gelten als der Beginn des christlichen Klosterwesens, deshalb wird er Vater des Mönchtums genannt. Sein Mönchtum ist streng asketisch, bezogen auf die Einsiedelei. Er selbst hat keine Klosterregeln aufgestellt, das besorgte Athanasios, selbst ein Mönch und späterer Bischof von Alexandrien. Er schrieb auch eine Biografie. Antonius wird in der Ikonographie oft mit Schweinen dargestellt, im Orient damals wie heute unreine Tiere. Sie sind Sinnbild für seine Versuchungen. Der Legende versuchte ihn der Teufel in Gestalt einer oder mehrerer schöner Frauen; in anderen Fällen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich unter bedrohlichen Angriffen von allen Seiten in die Lüfte gehoben. Der im Mittelalter gegründete Antoniterorden, der in der Armen- und Krankenpflege tätig war, hielt deshalb bevorzugt Schweine. Sie hatten das Recht frei in den Städten herumzulaufen, worauf der Ausspruch ‚Frech wie ein Antoniusschwein‘ zurückgeht. Diese Schweine wurden am 23. Dezember geschlachtet, das Fleisch den Armen gegeben. Antonius starb im Alter von 105 Jahren, man nennt das Jahr 365. Sein Grab wurde zuerst geheim gehalten. Irgendwann sollen seine Gebeine zuerst nach Alexandria, dann nach der Eroberung durch die Muslime nach Konstantinopel gekommen sein. 1089 sollen sie nach La-Motte-aux-Bois gebracht worden sein. Dort entstand das Stammkloster des Antoniterordens entstand, später in St-Antoine-l'Abbaye umbenannt. Matthias Grünewald  hat seinen berühmten Isenheimer Altar für den Antoniterorden angefertigt. Auf Mallorca werden in der Nacht vor dem Gedenktag Scheiterhaufen angezündet. Dämonen und Teufel tanzen um das Feuer. Sie stellen die Versuchungen, die Antonius in seiner Einsamkeit quälten, dar. Bunte Umzüge, mit Reitern und Wagen finden am 17. Januar statt. Der Heiligen selbst tritt im Mönchsgewand mit Maske auf, von roten Teufeln gejagt. Auch in der Region um Valencia, in Aragonien und in Madrid, wird Antonius mit Festen gefeiert. Von Antonius sind viele Anekdoten überliefert, wie diese: Ein Bruder sprach zu Antonius: Bete für mich! Der antwortete: Weder ich habe Erbarmen mit dir, noch Gott, wenn du dich nicht selbst anstrengst und Gott bittest. Und natürlich gibt es Bauernregeln: Wenn Antoni die Luft ist klar / gibt's bestimmt ein trocknes Jahr. Große Kälte am Antoniustag, / machmal nicht lange halten mag.

 

Den Gottesdienst zum 2. Sonntag nach Epiphanias finden Sie unter der Rubrik ‚Gedankensplitter‘.                                                                                                                       

 

 

 

 

Wegweiser zur Kapelle

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