DEKA Algarve 

Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve.

Unsere Gottesdienste finden in der Capela de Nossa Senhora da Encarnação in Carvoeiro statt.

       Kapelle Innen

Wir feiern unsere Gottesdienste in der Kapelle,  mit gewissen Auflagen. Die Abstandsregeln sind einzuhalten, die Maske ist zu tragen, Hände sind zu desinfiziern.  Wem es schwer ist, eine Maske zu tragen, kann den Gottesdienst vor der Kirche verfolgen.  Singen dürfen wir mit Mundschutz.  Wir bitten um Verständnis für die diese Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit unseren katholischen Brüdern und Schwestern ergriffen werden. Sobald sich etwas ändert, werden wir es sofort mitteilen.

Unseren nächsten Gottesdienst feiern wir am 3. Sonntag nach Epiphanias, dem 24. Januar, um 11 Uhr.

Trotz des seit dem 15. Januar geltenden landesweiten Lock down ist der Besuch eines Gottesdienstes erlaubt. Wer eine Erklärung (declaracao) braucht der Klicke hier.  Declaracao

Porta patet, cor magis 

(Die Tür ist offen, unser Herz noch mehr) 

Wir freuen uns über Ihren Besuch. 

 

 Die Jahreslosung für 2021 steht beim Evangelisten Lukas (6,36)

" Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist ".

Γίνεσθε οἰκτίρμονες καθὼς [καὶ] ὁ πατὴρ ὑμῶν οἰκτίρμων ἐστίν

Sede misericordiosos, como também é misericordioso vosso Pai

(mehr Gedanken dazu finden zu unter der Rubrik Gedankensplitter)



Am 17. Januar erinnern die Kirchen an den Vater des christlichen Mönchtums, Antonius dem Großen. Geboren 250 in damaligen Come, heute Qiman el Arus (Ägypten). Seine Eltern waren Großgrundbesitzer. Sie starben sehr früh. Mit 18 Jahren übernahm er den elterlichen Betrieb, sorgte für sich und seine jüngere Schwester. Die strenge Ethik des Matthäusevangeliums veränderte sein Leben. Wenn Du vollkommen sein willst, dann verkaufe alles, was Du hast, und gib es den Armen. (19, 21) Also verkaufte er mit 25 seinen Besitz, sorgte für das Auskommen seiner Schwester, verteilte den Rest an die Armen, und zog in die Wüste zu einigen Eremiten. Dort lebte er ein streng asketisches Leben, zunächst in der Nähe seines Heimatortes, später in einer alten Grabkammer. Noch mehrmals wechselte er seinen Aufenthaltsort, zuletzt hauste er auf dem Berg Kolzim (Safarna) am Roten Meer. 311 kam er nach Alexandria, um die durch Kaiser Maxentius verfolgten Christen zu trösten. Viele Menschen kamen in seine Einsiedlei, erbaten Rat und Heilung. Viele blieben und bauten sich kleine Einsiedeleien. Diese Menschen um Antonius gelten als der Beginn des christlichen Klosterwesens, deshalb wird er Vater des Mönchtums genannt. Sein Mönchtum ist streng asketisch, bezogen auf die Einsiedelei. Er selbst hat keine Klosterregeln aufgestellt, das besorgte Athanasios, selbst ein Mönch und späterer Bischof von Alexandrien. Er schrieb auch eine Biografie. Antonius wird in der Ikonographie oft mit Schweinen dargestellt, im Orient damals wie heute unreine Tiere. Sie sind Sinnbild für seine Versuchungen. Der Legende versuchte ihn der Teufel in Gestalt einer oder mehrerer schöner Frauen; in anderen Fällen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich unter bedrohlichen Angriffen von allen Seiten in die Lüfte gehoben. Der im Mittelalter gegründete Antoniterorden, der in der Armen- und Krankenpflege tätig war, hielt deshalb bevorzugt Schweine. Sie hatten das Recht frei in den Städten herumzulaufen, worauf der Ausspruch frech wie ein Antoniusschwein zurückgeht. Diese Schweine wurden am 23. Dezember geschlachtet und das Fleisch den Armen gegeben. Antonius starb im Alter von 105 Jahren, man nennt das Jahr 365. Sein Grab wurde zuerst geheim gehalten. Irgendwann sollen seine Gebeine zuerst nach Alexandria, dann nach der Eroberung durch die Muslime nach Konstantinopel gekommen sein. 1089 sollen sie nach La-Motte-aux-Bois gebracht worden sein. Dort entstand das Stammkloster des Antoniterordens, später in St-Antoine-l'Abbaye umbenannt. Matthias Grünewald hat seinen berühmten Isenheimer Altar für den Antoniterorden angefertigt. Auf Mallorca werden in der Nacht vor dem Gedenktag Scheiterhaufen angezündet. Dämonen und Teufel tanzen um das Feuer. Sie stellen die Versuchungen, die Antonius in seiner Einsamkeit quälten, dar. Bunte Umzüge, mit Reitern und Wagen finden am 17. Januar statt. Der Heiligen selbst tritt im Mönchsgewand mit Maske auf, von roten Teufeln gejagt. Auch in der Region um Valencia, in Aragonien und in Madrid, wird Antonius mit Festen gefeiert. Von Antonius sind viele Anekdoten überliefert, wie diese: Ein Bruder sprach zu Antonius: Bete für mich! Der antwortete: Weder ich habe Erbarmen mit dir, noch Gott, wenn du dich nicht selbst anstrengst und Gott bittest. Und natürlich gibt es Bauernregeln: Wenn Antoni die Luft ist klar / gibt's bestimmt ein trocknes Jahr. Große Kälte am Antoniustag, / machmal nicht lange halten mag.

Im Gottesdienst wird die Geschichte der Hochzeit von Kanaan gelesen (Johanes 2,1-11). Eine Geschichte voller Anspielungen und Hinweise auf das, was im ganzen Evangelium des Johannes entfaltet wird. Lesen Sie mehr unter der Rubrik ‚Gedankensplitter‘

 

Bleiben Sie neugierig auf sich selbst, die andern und Gott. 

 

 

Wegweiser zur Kapelle

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