DEKA Algarve 

Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve.

Unsere Gottesdienste finden in der Capela de Nossa Senhora da Encarnação in Carvoeiro statt.

 

       Kapelle Innen

 

Wir feiern unseren Gottesdienst vor der Kapelle.  Es wird gebeten Mund- und Sonneschutz mitzubringen. 

Gott segne Sie und behüte Sie. 

Porta patet, cor magis 

(Die Tür ist offen, unser Herz noch mehr) 

 

 Die Monatslosung für den Mai 2021 steht im Buch der Sprüche Salomons (31,8.9)

פְּתַח פִּיךָ לְאִלֵּם אֶל דִּין כָּל בְּנֵי חֲלוֹ; פְּתַח פִּיךָ שְׁפָט צֶדֶק וְדִין עָנִי וְאֶבְיוֹן

Öffne deinen Mund für die Stummen, für alle Hilflosen! Öffne deinen Mund zum gerechten Richterspruch, schaffe Recht dem Elenden und Armen!

Abre a boca a favor do mudo, pelo direito de todos os que se acham desamparados. Abre a boca, julga retamente e faze justiça aos pobres e aos necessitados.

(mehr Gedanken dazu finden  hier: Monatslosung )

Himmelfahrt – für viele der Vatertag. Natur erleben, Naturtrübes trinken. Schmeckt realer. Himmelfahrt, ein biblisches Ammenmärchen? Menschen in der Antike nahmen daran keinen Anstoß. Im Gegenteil, das Leben bedeutender Männer musste ein spektakuläres Ende haben. Viele römische Kaiser sollen eine Himmelfahrt erlebt haben. Die Christenheit feiert das Fest der Himmelfahrt 40 Tage nach dem Osterfest. Der 40 Tage Rhythmus ist uns vertraut. Denn, nach 40 Wochen Schwangerschaft wird ein Mensch geboren. Die Israeliten irrten 40 Jahre durch die Wüste, ehe sie das gelobte Land betreten konnten. 40 Tage und 40 Nächte war Moses auf dem Berg Sinai, um von Gott die Gesetze zu empfangen. 40 Tage fastet Jesus in der Wüste, dann wird er vom Teufel versucht. In der orthodoxen Tradition des Christentums verlässt die Seele eines Verstorbenen nach 40 Tagen die Erde.  Auch im Islam dauern die Trauerriten 40 Tage. Und sogar ins Grundgesetz hat diese Zahl Eingang gefunden. Es schreibt vor, dass jemand, der zum Bundespräsidenten gewählt werden soll, mindesten 40 Jahre alt sein muss. Bleibt immer noch die Frage, was diese Überlieferung für uns heute bedeuten könnte. Wo verorten wir Gott? Im Himmel? Da ist er nicht, wie uns schon der erste Kosmonaut Gagarin versichert hat. Der Himmel ist dort, wo Gott ist. Sind dann Wissenschaft und Glauben inkompatibel? Martin Nowak, Professor für Evolutionsbiologie und Mathematik an der Universität Harvard, sagt in einem Interview. Nein, denn die Argumente, die dabei vorgebracht würden, seien nicht wissenschaftlich, sondern selbst subjektive Weltanschauungen. Sie lieferten keinen Beweis, ob es Gott gibt oder nicht. Die Existenz Gottes könne man nicht wissenschaftlich prüfen. Die wissenschaftlichen Beobachtungen so zu interpretieren, als ob sie zeigen würden, dass es Gott nicht gibt, wäre nicht wissenschaftlich. Es sei selbst eine Art von Religion. Und er erzählt weiter: „Vor kurzem war ein berühmter Mathematiker in meinem Büro und kam auf Kurt Gödels Beweis zu sprechen, dass wir nie wissen werden, ob die Axiome der Mengenlehre konsistent sind oder nicht. Aber alle Mathematiker glauben, dass sie es sind. Das finde ich hochinteressant. Der Beweis ist schon da, dass man das nie wissen kann. Dennoch wird es geglaubt. Das ist sozusagen noch eine stärkere Art von Glauben als der eines religiösen Menschen.“ Geschichten wie die Himmelfahrt Christi wären theologische Ästhetik, religiöse Bildersprache. Denn man wolle doch wissen, ‚wo‘ Jesus Christus jetzt sei. Zu Glaubensvorstellungen habe die Wissenschaft nichts zu sagen. Und wo ist Gott? Martin Nowak antwortet: „Gott ist immer anwesend, er ist die innerste Existenz in allem und mir näher als ich mir selbst. Es ist nicht so, dass Gott nur ganz am Anfang alles irgendwie gemacht hat. Er ist notwendig, um jeden Moment in Existenz zu halten. Auch diesen Moment gäbe es jetzt nicht ohne die erhaltende Kraft Gottes.“ Und die Bauernregeln: Der Bauer nach der alten Art, trägt seinen Pelz bis Himmefahrt. Und tut im der Bauch noch weh, trägt er ihn bis Bartolomä. Oder Wie Christus in den Himmel fährt, zehn Sonntag so das Wetter währt. (Das Interview mit Martin Nowak ist zu finden unter Zeitonline, 4. 2. 2016 „Wo ist Gott?“)

Im Gottesdienst geht es um das Beten. Beten ist schwer. Und es ist eine große Gelegenheit für erstaunliche Erfahrungen.   Bleiben Sie neugierig auf sich selbst, die andern und Gott.

 

 

Wegweiser zur Kapelle

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