Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve. (DEKA)

Unsere Gottesdienste finden in der Capela de Nossa Senhora da Encarnação in Carvoeiro statt. 

 

       Kapelle Innen

Geschichte Ausgestaltung Kapelle 

 Gott segne Sie und behüte Sie. 

Porta patet, cor magis 

(Die Tür ist offen, unser Herz noch mehr) 

 

Monatslosung Februar 2024  2. Timotheus 3,16

Alle Schrift, von Gott eingehaucht, nützt der Lehre, Aufdeckung, Besserung und Unterweisung der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen werde, alle guten Werke auszuführen.

πᾶσα γραφὴ θεόπνευστος καὶ ὠφέλιμος πρὸς διδασκαλίαν, πρὸς ⸀ἐλεγμόν, πρὸς ἐπανόρθωσιν, πρὸς παιδείαν τὴν ἐν δικαιοσύνῃ, ἵνα ἄρτιος ᾖ ὁ τοῦ θεοῦ ἄνθρωπος, πρὸς πᾶν ἔργον ἀγαθὸν ἐξηρτισμένος.

Toda a Escritura é inspirada por Deus e útil para o ensino, para a repreensão, para a correção, para a educação na justiça, a fim de que o homem de Deus seja perfeito e perfeitamente habilitado para toda boa obra.

(mehr Gedanken dazu finden Sie hier Monatslosung Februar)

 

Apostel Matthias 25. Februar

 

Der 24. Februar ist Gedenktag des Apostels Matthias. Über diese Apostel weiß man sehr wenig. Aber, und das macht ihn für die Kirchen in Deutschland wichtig: Er ist der einzige Apostel, dessen Gebeine in Deutschland aufbewahrt werden. Sie liegen In der Benediktinerabtei St. Matthias der ehemaligen Kaiserresidenz Trier. Ursprünglich gehörte Matthias wohl in den engeren Kreis um Jesus, aber nicht zu den sogenannten 12 Apostel. Diese Zahl ist ohnehin fiktiv. Sie verweist auf die 12 Stämme Israels und soll die Kontinuität zwischen jüdischem und christlichen Gottesvolk herstellen. Judas Iskariot hatte Jesus nach den Geschichten des Neuen Testament ausgeliefert und war damit aus dem Kreis der Apostel ausgeschieden. Lukas berichtet in seiner Apostelgeschichte (Apg 1,24-25) über die Nachwahl, die eigentlich ein Losentscheid war. Petrus rief nach der Himmelfahrt Christi den Apostelrat zusammen. Sie nominierten Joseph Barnabbas und Matthias und beteten: "Herr, du kennst die Herzen aller; zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen. Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war." Das Los fiel auf Matthias. Unklar bleibt die Stellung des Paulus in und zu dem Apostelkreis. Er hat sich selbst einen Apostel Jesu Christi genannt. (Galater 1,13-17) Zählt man ihn, wären es 13 Apostel. Wer jetzt an die ‚Wilde 13‘ denkt, liegt nicht richtig. Die Apostel waren schon ein eigenartiger Haufen. Pikanterweise berichtet Paulus, dass er bei seinem Besuch in Jerusalem nur Petrus und den Herrenbruder Jakobus angetroffen hätte. Wahrscheinlich befanden sich die anderen gerade auf Dienstreise. Man weiß es nicht. Über Matthias ist weiter nichts bekannt. Es gibt verschiedene Legenden zu seinem Tod im Jahr 63. Die eine erzählt, er habe den Märtyrertod in Äthiopien erlitten, wo man ihn erst gesteinigt und dann enthauptet habe. Sicher ist sicher. Deshalb wird er in der Ikonographie oft mit einem Beil dargestellt.  Die andere berichtet er sei in Jerusalem eines natürlichen, altersgemäßen Todes gestorben. Wie auch immer, irgendwie kommen seine Gebeine nach Rom in die Kirche Santa Maria Maggiore. Vor dort werden sie von Helena, der Mutter Kaiser Konstantins I., im 4. Jahrhundert nach Trier verschickt.  Dort waren sie offenbar lange ‚vergessen‘. 1127 wurden sie dann in der Benediktinerabtei St. Matthias plötzlich ‚wiedergefunden‘. Wen wundert‘s, dass sofort ein lebhafter Heiligenkult entstand. Die Pilgerfahrten, eine ältere Form des Massentourismus, spülten viel Geld in die Kassen der Abtei. Wallfahrten zum Grabe des Apostel Matthias finden bis heute statt, besonders aus dem Rheinland. Ob dabei auch Rufe wie ‚De Zug kütt‘ laut werden, ist nicht bekannt. Laut Bauernregel entscheidet sich am Matthiastag, ob der Frühling vor der Tür steht oder der Winter länger dauert: "Matheis bricht's Eis. Hat er keins, so macht er eins." Auch wurden in manchen Landstrichen am Matthiastag Obstbäume geschüttelt, um die Ernte des Jahres positiv zu beeinflussen. Ob dieses Tun den Obstschnitt ersetzt, ist nicht bewiesen. Aber es ist der Vollständigkeit halber zu berichten, dass man auch hier im Algarve gegen Bäume tritt oder sie schüttelt, wenn sie keine rechte Ernte mehr bringen. Das soll tatsächlich wirken. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Art Wachrütteln. Soll ja manchmal bei Menschen auch helfen.

Den Gottesdienst zum Sonntag Reminscere (Erinnere dich) finden Sie unter der Rubrik ‚Gedankensplitter‘.                                                                                                                       

 

 

 

 

Wegweiser zur Kapelle

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