Gedankensplitter

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Gedanken zur Monatslosung November 2019 Hiob 19, 25

וַאֲנִי יָדַעְתִּי גֹּאֲלִי חָי וְאַחֲרוֹן עַל עָפָר יָקוּם

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und als der Letzte wird er sich über dem Staub erheben.

Porque eu sei que o meu Redentor vive e por fim se levantará sobre a terra

Dieser Vers steht im Buch Hiob. Es ist keine originär jüdische Geschichte und hat doch Eingang gefunden in das Alte Testament. Hiob ist reich, gesund und glücklich. Doch dann nimmt Gott ihm Alles. Seine Freunde kommen, um ihn zu trösten. Zuerst schweigen sie, doch dann halten sie den Druck nicht aus, sie fangen an zu reden, um Hiob, wohl eher sich selbst, zu trösten. Vielleicht habe er sich schuldig gemacht. Hiob weist das zurück. „Hättet ihr doch geschwiegen!“ – ist seine Antwort auf ihr Gerede. Das kennen wir, denke ich, wenn uns eine Gemeinheit trifft, die das Leben mit sich bringt, dann hilft uns leeres Gerede und irgendwelche Floskeln am allerwenigsten. Am Ende gibt Gott dem Hiob recht, der in all seinem Elend an Gott festhält, und darauf besteht, dass er sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.

Die Auseinandersetzung mit sinnlosen Leiden haben auch jüdische Menschen in den Konzentrationslagern der Nazis geführt. Eli Wiesel erzählt die Geschichte, dass einige Rabbiner in Auschwitz in einem förmlichen Prozess gegen Gott Anklage erhoben haben wegen Verrats und unterlassener Hilfeleistung. Sie kamen zum Urteil, dass Gott schuldig zu sprechen sei. Danach sagte einer der Rabbiner: „Es ist schon spät und wir sollten unsere Abendgebete sprechen.“ Was sie auch taten. Sie lobten Gott.

Wie umgehen mit sinnlosem, uns einfach überfallendem Leid? – Diese Frage bleibt auch uns Christen nicht erspart. Als Händel einen wie wir heute sagen würden, „burn-out“ hatte, hat er sich an Hiob erinnert. Er war tief berührt und schrieb 1741 das berühmte Oratorium, den „Messias“. Dort gibt es in einer Sopranarie die Vertonung des Verses: Ich weiß, dass mein Erlöser lebet, und dass er mich einst erweckt am letzten Tag, - am letzten Tag. Wenn Verwesung mir gleich drohet, wird dies, - mein Auge, - Gott doch seh’n. wird dies, - mein Auge, - Gott doch seh’n. Ich weiß, dass mein Erlöser lebet. Denn Christ ist erstanden von dem Tod, ein Erstling derer, die schlafen, ein Erstling derer, die schlafen, - die schlafen.

Händel verknüpft die Hiobgeschichte mit der Auferstehungshoffnung der Christen.

Hiobsbotschaften gibt es bis heute ohne Ende. Vor den Gemeinheiten des Lebens können wir uns nicht schützen. Aber wir haben die Freiheit, wie wir damit umgehen. Vielleicht gehören Sie zu denen, die in Leid und Not festsitzen und mit Hiob sprechen: „Meine Knochen hängen nur noch an Haut und Fleisch, nur das nackte Leben ist mir noch geblieben. Habt doch mit mir Erbarmen, meine Freunde! Denn die Hand Gottes hat mich getroffen“ (19,20-21). Eine Einsicht des Hiob ist, dass Anklagen nicht weiterführen, aber der hoffnungsvolle Blick nach vorne: Gottes Verheißungen gelten auch für mich! Ich wünsche ihnen, dass auch Sie am Ende sagen können, was Christian Fürchtegott Gellert in seinem bekannten Kirchenlied vertonte hat: Gott erfüllt, was er verspricht; Dies ist meine Zuversicht.

Pastor em. Stephan Lorenz, +49 171 6820295; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Predigt Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr 2019 Carvoeiro - Gott nicht verorten, sondern Resonanz auf Gottes Wort.

Text Lukas 17, 20-24 Vom Kommen des Gottesreiches

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Wir kennen solche Lebensgeschichten: da lebt einer sein Leben, seinen Alltag; man hat seine Gewohnheiten, liebgewordene oder auch lästige. Man plant und wird verplant, macht seine Arbeit mal mit Spaß, mal mit Frust, man unternimmt was und hat auch Langeweile. Ernst K. ging es genauso. Er hat eine schöne Familie, ist Lehrer und lebt im Rhythmus der Schule mit ihren Stress- und Freizeiten. Doch dann bemerkt er eines Tages eine Müdigkeit und Schlappheit, er beginnt Worte zu vergessen, der Gang wird etwas unsicher. Er geht zum Arzt. Und der findet einen Tumor in seinem Hirn. Er wird operiert. Als er in der Klinik aufwacht, weiß er: plötzlich ist alles anders. Das Leben wie es vorher war, gibt es nicht mehr. Es geht ihm wie dem Hiob:

Der Mensch ist wie ein Schatten, vom Weibe geboren, lebt er nur eine kurze Zeit und ist voll Unruhe, er geht auf wie eine Blume und fällt ab wie ein Schatten und bleibt nicht.

Solche Geschichte könnten wir erzählen, entweder von sich selbst oder von anderen, Freunden und Bekannten. Geschichten, wo das Leben in seiner Selbstverständlichkeit auf einmal einen Riss bekommt und ganz zu zerbrechen droht. Sehr schnell wollen wir darüber wieder zur Tagesordnung gehen. Das ist ja verständlich.

Nur: diese Risse gibt es überall - nicht nur am eigenen Leib, im eigenen Leben -, das erkennt und spürt eigentlich jede/r, der nicht ganz blödsinnig, blind und dumpf ist. Unser Leben ist zerbrechlich. Ein Blick in die Zeitung, ein paar Minuten Nachrichten im Radio - und die Zahlen von Verletzten und Getöteten des Bürgerkrieges in Syrien, die Christenverfolgung in vielen Ländern, das massenhafte Ausforschen aller Bürger durch unsere Geheimdienste und in den Social Media oder das weltweite Artensterben – die Liste ließe sich beliebig verlängern: Unsere Welt ist nicht heil. Überall Risse.

Wie geht dann Leben?

Haben wir uns damit abgefunden, nach dem Motto: Hauptsache mir geht es gut!? Oder, wissen wir noch, was Sehnsucht ist? Sehnsucht nach Heilsein, Frieden, nach Gerechtigkeit, nach Fürsorge und einem Zuhause für alle Menschen ohne Angst und Streit? Sehnsucht nicht nur für mich, sondern für alle.

Diese Sehnsucht meint die Bibel, wenn sie vom „Reich Gottes" spricht, und worum wir auch bitten, wenn wir im Vaterunser beten „Dein Reich komme".

Von dieser Sehnsucht ist auch am heutigen drittletzten Sonntag im Kirchenjahr die Rede Evangelium des Lukas die Rede:

Die Pharisäer fragten Jesu: Wann kommt Gottes Herrschaft?

Jesus antwortete: Gottes Herrschaft ist nicht etwas, das sich zuerst durch bestimmt Zeichen auf Erden oder am Himmel ankündigt und dann plötzlich ausbricht. Man wird auch nicht sagen können: Hier ist sie! Oder: Dort ist sie! Sondern unsichtbar ist Gottes Herrschaft bereits unter euch. Sie kann hervorbrechen und dann sichtbar werden.

Und zu den Jüngern sagte er dann: Es wird eine Zeit kommen, da werdet ihr euch danach sehnen, auch nur einen Tag Gemeinschaft mit dem Menschensohn mitzuerleben. Aber es wird euch nicht vergönnt sein. Wenn dann Menschen zu euch sagen: Seht, dort ist es! Oder: Seht, hier ist es! – dann geht nicht hin und lauf ihnen nicht nach.

Wenn der Menschensohn an seinem Tag kommt, dann wird er plötzlich hell leuchtend da sein, - wie ein Blitz, der von einer Himmelsgegend in die andere zuckt…(33) Es wird alles so plötzlich sein, das man sagen kann: wer sein leibliches Leben noch umständlich retten will, der wird es verlieren… Wo ein Aas ist finden sich blitzschnell die Geier ein. (37) So schnelle kommt das Ende über die Menschen.

Da sind Menschen, die sich danach sehnen das Reich Gottes zu erleben: „Mensch Jesus, fragen sie, wie lange dauert es denn noch? Hoffentlich sind wir dann auch am richtigen Ort, so dass wir es mitkriegen und nicht verpassen! Gibt es Zeichen, damit wir uns darauf einstellen können.“

Jesus hört sich diese Sorgen und Fragen an. Er wehrt sie nicht ab. Wertet sie auch nicht ab. Er leidet selbst am Unheil dieser Welt, an den vielen Rissen. Doch er weiß auch: so geht das nicht mit Gott! So geht Leben nicht!

Gott arbeitet nicht bei der Bundesbahn, der der man sich um 9:16 an den Bahnsteig stellt und dann in den Zug zum Himmelreich einsteigt. Die Bilder und Vorstellungen von Menschen, die Gott einem bestimmten Ort, eine bestimmte Zeit zuweisen wollen, sie führen uns in die Irre. Das macht er mit dieser Geschichte klar: Jeder, der Gottes Herrschaft terminlich errechnen oder örtlich bestimmen will, sucht Gottes Ort und Gottes Zeit vergeblich. Wer so glaubt, dessen Sehnsucht wird schwerlich in Erfüllung gehen.

Viele haben es dennoch versucht und sind gescheitert. Es gab immer wieder solche Versuche, wie wir wissen. Einer davon war J.A. Bengel. Er hatte einst das Jahr 1837 als Anbruch der Gottesherrschaft berechnet. Nicht wenige Gläubige haben daraufhin ihr Hab und Gut verlassen, um gen Osten, dem Herrn entgegen zu ziehen. Doch das große Ereignis zum errechneten Zeitpunkt blieb aus. Was kam, war die große Enttäuschung. Oder die Wachturmgesellschaft, die Zeugen Jehovas, wie wir sie kennen: Sie hatte einst das Jahr 1914 errechnet. Auch das war eine Fehlanzeige.

So wenig wie Gott sich fassen, fixieren und beweisen lässt, so wenig auch sein Reich und sein Wirken in dieser Welt. Das Reich Gottes ist mitten unter euch! - sagt Jesus. Was meint er wohl damit?

Ich denke, er sagt ziemlich klar: Ihr braucht nicht in die Zukunft zu starren oder sonst wohin zu laufen, nein: Es ist mitten unter euch! Oder wie es der Wochenspruch sagt: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist der Tag des Heils!"

Wir wissen nicht, wie die Leute damals, die zu Jesus gekommen waren, auf diese Antwort reagierten. Ob sie kopfschüttelnd, enttäuscht über so wenig Verlässlichkeit, weggingen oder aufhorchten und sich von dieser Geschichte anregen ließen. Das liegt bei jedem einzelnen. Auch heute.

Was meint denn Jesus damit, dass das Reich Gottes „mitten unter uns" ist?

Immer wieder treffe ich Menschen, die nach der perfekten Gemeinde suchen, die so etwas wie „Himmel auf Erden" abbilden soll. An unserer konkreten Gemeinde hier haben sie dies zu kritisieren und jenes zu bemäkeln: zu unpersönlich, zu wenig locker, zu alt, zu bürokratisch und sonst was. Und dann wandern sie weiter und weiter und suchen weiter und weiter, manchmal auch wo ganz anders bei östlichen Religionen oder im Islam. Ob sie ihr ideales Ziel, die Erfüllung ihrer Sehnsucht finden, ist schwer zu sagen.

Es stimmt: Wir sind evangelische Gemeinden sind keine perfekten Gemeinden. Ich würde ja sagen: Gott sei Dank!

Ich glaube, dass wir das auch gar nicht zu sein brauchen! Das ist sogar gut so. Ich denke vielmehr: Wenn wir das, was wir sind, und das, was wir haben und können, einbringen und einsetzen, dann geschieht genau das, was Jesus „Reich Gottes" nennt: Erfahrung von Gottes liebender und heilender Gegenwart hier und heute. Die Sehnsucht könnte sich also erfüllen, wenn wir Gottes Gegenwart in der heutigen Welt resonnieren. Wenn wir wie ein Musikinstrument uns anklingen lassen von Gottes Wort.

Ich denke z. Bsp. an den Kreis „Zeitspende“, der sich gerade gegründet hat. Eine Handvoll Menschen, die aber mit ihrem Hingehen, Zuhören und Begleiten das tun, was diese Menschen dort, wo die Welt zusammengebrochen scheint, deren Leben sich wie Hiobs von einer Sekunde auf die andere verändert hat - brauchen: dass sie als Menschen in ihrer Not und auch in ihren kleinen Erfolgen und in ihrer Freude wahrgenommen werden.

Ich denke an die vielen Menschen in unserer Gemeinde, die einfach so Besuche oder Anrufe machen bei Gemeindegliedern: Eine kleine Freude vorbeibringen, etwas vorlesen oder einfach nur mal reinschauen und nachfragen. Wenige wissen davon und wenige sehen es. Und doch geschieht es. Reich Gottes - ganz im Verborgenen, ganz persönlich.

Wenn wir’s so betrachten, merken wir: das Reich Gottes ist mitten unter uns, in vielen Farben und Facetten! Es ist da, mal blitz es hier auf, mal da. Ja so kann es sein, wenn Gottes Herrschaft anbricht.

In dem allem kommt zum Tragen, was in uns lebt, was uns beseelt und beflügelt, woran unser Herz hängt, wo wir Resonanz zeigen auf Gottes Wort.

Wem nur das eigene Wohl, die eigene Familie, der eigene Besitz und Erfolg oder Spaß-Haben wichtig ist, dem wird das Reich Gottes verschlossen bleiben.

Wer aber danach zu leben versucht, was wir in der Epistellesung gehört haben:

Keiner von uns lebt für sich selber, und keiner stirbt sich selber. Wenn wir leben, leben wir im Angesicht Gott und wenn wir sterben, so sterben wir im Angesicht Gott. Ob wir leben oder streben, wir gehören zu Gott.

Für den, der Christus von Herzen und mit seinem Leben nachfolgt, - und sei es in noch so kleinen und verborgenen Taten oder tröstenden Worten, für den ist Reich Gottes immer und überall möglich und da. Nicht weit weg, sondern hier und heute. Wenn auch nur bruchstückhaft. Bis es dann zu Gottes Zeit in ganzer Fülle kommen wird, öffentlich und für alle sichtbar, wie ein Blitz am Himmel. Dann wird sich alles Fragen erübrigen. Unsere Sehnsucht wird gestillt werden.

Doch bis dahin werden uns Leid, Not und Krankheit nicht erspart bleiben, so wenig wie sie Jesus erspart blieben. Er ahnt schon sehr deutlich, was ihm blüht, wenn er sagt: „Zuvor aber muss der Menschensohn viel leiden und verworfen werden" Eine Anspielung auf sein eigenes Leiden und Sterben. Für ihn ist es klar, dass Leid und Not weder ihm noch den Seinen erspart bleiben.

Heute wird in vielen Gemeinden außer für den Frieden auch für unterdrückte und verfolgte Christen weltweit gebetet. Sie, die um ihres Glaubens- und ihrer guten Taten willen Nachteile erleiden oder gar Vertreibung und Tod fürchten müssen, nehmen dadurch hautnah am Schicksal Jesu teil. Auch wenn ihnen die Nähe Gottes verheißen ist, so ist es doch unsere Aufgabe, unseren Mund im Gebet und in der Öffentlichkeit für sie aufzutun.

Das Leid mag bei jedem/r von uns anders aussehen. Aber die Not lässt auch uns- ohne sie verklären zu wollen - erfahren, dass Gott hier und heute darin bewahren und daraus erretten kann. Diese Erfahrungen halten uns sensibel für die Leiden dieser Welt. Sie erinnern uns spürbar und schmerzlich an die Risse unseres irdischen Lebens, und halten unsere Sehnsucht wach für das kommende Gottesreich. Das kommt und gleichzeitig schon „mitten unter uns" in wundersamer Weise gegenwärtig ist.

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr sie nicht nur gehört habt, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr endlich selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

Gemeindeordnung

Gemeindesatzung

für die Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve (kurz im Folgenden „DEKA“ genannt)

Präambel

Der Auftrag Jesu Christi zur Verkündigung des Evangeliums ist für die DEKA verpflichtend.

Grundlage der Verkündigung in der DEKA ist das in Jesus Christus offenbar gewordene Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes gegeben und in den altkirchlichen Bekenntnissen und reformatorischen Bekennt­nisschriften bezeugt ist.

Die DEKA wurde im Juni 1992 auf Initiative des damaligen deutschen Honorarkonsuls für den Algarve, Herrn Enzio Freiherr von Baselli, in Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Evangelischen Kirche in Lissabon (DEKL) gegründet.

In Bindung an diese Grundlage nimmt die DEKA die folgende Gemeindesatzung an.

§ 1 Name und Sitz

 (1) Die Gemeinde führt den Namen „Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA) ". Sie ist eine religiöse Vereinigung eingetragen

 (2) Die DEKA hat ihren Sitz in Carvoeiro/Lagoa.

§ 2 Auftrag und Aufgaben

 (1) Die DEKA hat die Aufgabe, für den Dienst am Evangelium von Jesus Christus in Wort und Sakrament Sorge zu tragen.

 (2) Die DEKA hat insbesondere die Aufgabe des kirchlichen Dienstes an allen in ihrem Bereich lebenden evangelischen Christen deutscher Sprache. Sie tritt für die ökumenische Gemeinschaft der Christen in aller Welt ein. Sie erfüllt diese Aufgaben im Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 (3) Kirchenvorstand und Pfarramt haben für regelmäßige öffentliche Gottesdienste, kirchliche Unterweisung, Seelsorge und diakonische Tätigkeit zu sorgen. Die DEKA bestimmt die dafür notwendigen Ordnungen, Agenden und das Gesangbuch und legt die Anforderungen für die Zulassung zur Konfirmation im Einvernehmen mit dem Pfarramt und dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fest.

 (4) Alle Mitglieder der DEKA tragen die Verantwortung für die rechte Lehre und für die zeit- und sachgemäße Erfüllung des Auftrags. Zur Wahrnehmung dieser Aufgabe werden Gemeindemitglie­der ehrenamtlich oder beruflich zum Dienst der Kirche beru­fen bzw. gewählt.

 

§ 3 Vertragliche Bindungen und Eigenständigkeit der DEKA

 (1) Die DEKA ist mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vertraglich verbunden. Die DEKA hat vor Satzungsänderungen das Einvernehmen mit der Evange­lischen Kirche in Deutschland herbeizuführen.

 (2) Die DEKA ist aufgrund von Geschichte und Tradition mit der Deutschen Evangelischen Kirchengemeinde Lissabon (DEKL) in besonderer Weise verbunden.

 (3) In Erfüllung ihrer Aufgaben ordnet und verwaltet die DEKA ihre Angele­genheiten eigenständig.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

 (1) Die Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi gründet sich auf die Heilige Taufe.

 (2) Die Mitgliedschaft in der DEKA wird erworben

a. durch die Heilige Taufe, die in der DEKA vollzogen wurde

oder

b. durch Beitritt

Wurde die Taufe nicht in der DEKA vollzogen, so bedarf es einer Bei­trittserklärung. Die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Mitgliedschaft in der DEKA schließen sich nicht aus.

 (3) Der Beitritt erfolgt durch schriftliche Erklärung. Die Erklärung erfolgt gegenüber dem Kirchengemeinderat. Eine Beitrittserklärung kann jede Person abgeben, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet hat und getauft ist. Erziehungsberechtigte können die Bei­trittserklärung für ihre getauften Kinder abgeben, sofern diese das 18. Lebensjahr noch nicht er­reicht haben.

 (4) Die Beitrittserklärung soll den Namen, das Alter, den Beruf, die Anschrift der Person, die beitreten möchte, das Taufdatum und eine Erklärung über die Bereit­schaft, einen Gemeindebeitrag zu entrichten, enthalten.

 (5) Dem Beitritt kann durch den Kirchengemeinderat wider­sprochen werden. Der Widerspruch ist mit Gründen zu versehen. Die den Beitritt begehrende Person kann hiergegen Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist innerhalb eines Monats ab Zugang des ablehnenden Bescheides schriftlich beim Kirchengemeinderat einzulegen. Über die Beschwerde ent­scheidet die nächste Kirchengemeindeversammlung (siehe § 10).

 

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

 (1) Die Mitglieder stehen als Glieder der Gemeinde Jesu Christi in der Verantwortung vor Gott.

 (2) Die Mitglieder sind zu allen Gottesdiensten eingeladen und haben das Recht auf

  1. den Gebrauch der Sakramente,
  2. seelsorgerliche Begleitung,
  3. Amtshandlungen,
  4. christliche Unterweisung.

 (3) Alle Mitglieder sind eingeladen, mit ihren Gaben an der Gestaltung des kirchlichen Le­bens mitzuwirken, kirchliche und diakonische Aufga­ben zu übernehmen und sich an Wahlen zu beteiligen.

 (4) Durch den Gemeindebeitrag tragen die Mitglieder dazu bei, dass die Gemeinde ihre Aufgaben erfüllen kann.

 

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

 (1) Die Mitgliedschaft endet

  1. mit dem Tod des Mitglieds,
  2. durch Austritt,
  3. durch Ausschluss aus der DEKA.

 (2) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Kirchen­gemeinderates. Der Empfang der Austrittserklärung ist in geeigneter Weise zu quittieren. Der Austritt ist nur zum Schluss eines Quartals unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen zulässig.

 (3) Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Kirchengemeinderates. Ein Mitglied kann, wenn es gegen das Bekenntnis der DEKA grob verstößt, den Interessen der DEKA wiederholt Schaden zufügt oder seine mit dem Beitritt oder der Verleihung der Mitgliedschaft übernommenen Aufgaben bewusst nicht erfüllt aus der DEKA ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, persönlich vor dem Kir­chengemeinderat oder schriftlich Stellung zu nehmen. Eine schriftliche Stellungnahme des/der Betrof­fenen ist in der Kirchengemein­deratssitzung zu verlesen. Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied mit eingeschriebenem Brief bekannt zu ma­chen. Gegen den Ausschließungsbe­schluss des Kirchengemeinderates steht dem Mitglied das Recht des Widerspruchs an die Kirchengemeindeversammlung zu. Der Widerspruch hat aufschie­bende Wirkung. Der Widerspruch muss innerhalb einer Frist von einem Mo­nat ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Kirchengemeinderat eingelegt werden. Ist der Widerspruch rechtzeitig eingelegt, so hat der Kirchengemeinderat ihn unverzüglich der nächsten Kirchengemeindeversammlung vorzulegen. Geschieht dies nicht, gilt der Ausschließungsbe­schluss als nicht erlassen. Macht das Mitglied von dem Recht des Widerspruchs gegen den Aus­schließungsbeschluss keinen Gebrauch oder versäumt es die Widerspruchsfrist, so unterwirft es sich damit dem Ausschlie­ßungsgrund mit der Folge, dass die Mitgliedschaft als beendet gilt.

 

§ 7 Mitgliedsbeiträge

 Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Beitrages und dessen Fälligkeit werden von der Kirchengemeindeversammlung bestimmt. In Ausnahmefällen kann der Kirchengemeinderat Mitgliedern die Beitragszahlung ermäßigen oder erlassen.

 

§ 8 Organe der DEKA

Organe der DEKA sind

                  a. der Kirchengemeinderat (KGR)

b. die Kirchengemeindeversammlung (KGV)

c. der Finanzbeirat

§ 9 Der Kirchengemeinderat (KGR)

 (1) Der Kirchengemeinderat besteht aus mindestens 5, höchstens 8 Personen. Er wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden oder die Vorsitzende, den stellvertretenden Vorsitzenden oder die stellvertretende Vorsitzende und den Schatzmeister oder die Schatzmeisterin. Der/die Vorsitzende und die Mehrheit der Mitglieder des KGR müssen evangelischen Bekenntnisses sein.

 (2) Die DEKA wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch zwei Mitglieder des Kirchengemeinderates, darunter der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende.

 (3) Die Vereinigung mehrerer Ämter im Kirchengemeinderat in einer Person ist unzulässig.

 (4) Dem Kirchengemeinderat sollen keine Personen als Mitglieder angehören, die miteinander Verwandte ersten Grades oder verheiratet sind.

 

§ 10 Die Zuständigkeit des Kirchengemeinderates (KGR)

 Der Kirchengemeinderat ist für alle Angelegenheiten der DEKA zuständig, soweit sie nicht durch Satzung einem anderen kirchlichen Organ zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Vorbereitung der Kirchengemeindeversammlungen und Aufstellung der Tagesord­nungen,
  2. Ausführung der Beschlüsse der Kirchengemeindeversammlung,
  3. Aufstellung eines Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, Buchführung und Erstel­lung ei­nes Jahresberichtes.

 § 11 Amtsdauer des Kirchengemeinderates

 (1) Die Mitglieder des Kirchengemeinderates werden von der Kirchengemeindeversammlung für die Dauer von vier Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt. Mitglieder des Kirchengemeinderates bleiben bis zur Neuwahl des Kirchengemeinderates im Amt. Jedes Mitglied des Kirchengemeindera­tes, mit Ausnahme des Pfarrers oder der Pfarrerin, ist einzeln zu wählen. Die Mitglieder des Kirchengemeinderates werden in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

 (2) Mitglieder des Kirchengemeinderates können wie­dergewählt werden.

 (3) Wählbar sind alle Mitglieder der DEKA ab dem vollendeten achtzehnten Lebensjahr, sofern sie nicht in einem haupt- oder nebenberuflichen Beschäftigungsverhältnis zur Kirchengemeinde stehen.

 (4) Das Amt der Mitglieder des Kirchengemeinderates ist ein kirchliches Ehrenamt und wird unentgeltlich wahrgenommen.

 (5) Die Mitglieder des Kirchengemeinderates haben über alle Angelegenheiten, die ihnen in Ausübung ihres Amtes bekannt geworden sind und die ihrer Natur nach vertraulich sind, Verschwiegenheit zu wahren. Dies gilt auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt. Die Verpflichtung zur Aussage gegenüber staatlichen Behörden und Gerichten richtet sich nach Landesrecht.

 

§ 12 Ausscheiden eines Kirchengemeinderatsmitgliedes

 (1) Ein Mitglied des Kirchengemeinderates scheidet aus, wenn

a) es sein Amt niederlegt,

b) die Voraussetzungen seiner Wählbarkeit entfallen,

c) es nicht mehr in der Lage ist, seinen Amtspflichten nachzukommen,

d) es sich erheblicher Pflichtverletzungen schuldig macht,

e) es durch die Gemeindeversammlung mit zwei Drittel der abgegebenen Stimmen abgewählt wird.

 (2) In den Fällen des Absatzes 1 Buchstaben c und d stellt der Kirchengemeinderat mit zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen das Ausscheiden fest.

 (3) Das Ausscheiden eines Mitgliedes ist in geeigneter Weise öffentlich bekannt zu machen.

 (4) Scheidet ein Mitglied während der Amtsperiode aus, so kooptiert der Kir­chengemeinderat ein Mitglied der DEKA als Ersatzmit­glied für die restliche Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds. Dies ist in geeigneter Weise bekannt zu machen.

 (5) Scheiden alle Mitglieder des KGR aus, bestimmt vorher der KGR eine kommissarische Vertretung und Verwaltung der Kirchengemeinde mit allen Rechten und Pflichten des Kirchengemeinderates. Kann sich der KGR über eine kommissarische Verwaltung nicht einigen, übernimmt das Kirchenamt der EKD die kommissarische Verwaltung der Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten des Kirchengemeinderates.

 

§ 13 Beschlussfassung des Kirchengemeinderates

 (1) Der Kirchengemeinderat fasst seine Beschlüsse in der Regel in Sitzungen, die auf schriftliche, elektronische oder ausnahmsweise fernmündliche Ein­ladung des oder der Vorsitzenden, bei Verhinderung von der Stellvertretung, in der Regel monatlich stattfinden. Die Einladung ist auch an das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu richten. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von einer Woche einzuhalten.

 (2) Der Kirchengemeinderat ist beschlussfähig, wenn außer dem oder der Vorsitzenden oder der Stellvertretung mindestens zwei weitere Kirchengemeinderatsmitglie­der anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmen­gleichheit entscheidet die Stimme der Person, die die Kirchengemeinderatsitzung leitet.

 (3) Die Kirchengemeinderatsitzung leitet der oder die Vorsitzende, bei seiner oder ihrer Ver­hinderung der oder die stellver­tretende Vorsitzende.

 (4) Die Sitzungen sind, wenn nicht anders beschlossen, für alle Gemeindeglieder öffentlich. Der KGR kann den Ausschluss der Gemeindeöffentlichkeit beschließen, wenn dies durch den zu behandelnden Tagesordnungspunkt geboten ist. Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kann an den Sitzungen des Kirchengemeinderates, auch wenn es sich um geschlossene Sitzungen handelt, teilnehmen.

 (5) Die Beschlüsse des Kirchengemeinderates sind schriftlich in einem Protokollbuch festzuhalten. Die Niederschrift hat Ort und Zeit der Kirchengemeinderatsitzung, die Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse, das Ab­stimmungsergebnis und die Unterschrift des Sitzungsleiters oder der Sitzungsleiterin zu enthalten.

 (6) Ein Beschluss des Kirchengemeinderates kann ausnahmsweise auf schriftlichem Wege, auch mittels elektronischer Post, gefasst werden, wenn alle Mitglieder des Kirchengemeinderates ihre Zustimmung zu der zu beschließenden Regelung erklären.

 

§ 14 Die Kirchengemeindeversammlung (KGV)

(1) In der Kirchengemeindeversammlung hat jedes Mitglied der DEKA, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich be­vollmächtigt werden. Es dürfen nicht mehr als zwei fremde Stimmen vertreten werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Tagung der Kirchengemeindeversammlung gesondert zu erteilen.

 (2) Die Kirchengemeindeversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zu­ständig:

  1. Wahl eines/einer Vorsitzenden, eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin und eines Protokollführers/einer Protokollführerin für 4 Jahre,
  2. Einberufung der Kirchengemeindeversammlung, siehe § 15,
  3. Beratung über den Gemeindeaufbau,
  4. Entgegennahme des Jahresberichtes des Kirchengemeinderates und dessen Entlastung,
  5. Genehmigung des vom Kirchengemeinderat aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr,
  6. Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Gemeindebeiträge,
  7. Festsetzung der Anzahl der zu berufenden Mitglieder des Kirchengemeinderates,
  8. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Kirchengemeinderates,
  9. Wahl des Finanzbeirates (Vorsitzender/Vorsitzende, Stellvertretender Vorsitzender/stellvertretende Vorsitzende, Schriftführer/Schriftführerin      
  10. Errichtung und Auflösung von Einrichtungen der DEKA,
  11. Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Auflösung der DEKA,
  12. Beschlussfassung über den Widerspruch gegen den Ausschließungsbeschluss des Kirchengemeinderates,
  13. Zustimmung zu dem Vertrag mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dessen Änderung.

 (3) In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Kirchengemeinderates fallen, kann die Kirchengemeindeversammlung Empfehlungen an den Kirchengemeinderat beschlie­ßen. Der Kirchengemeinderat kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsberei­ches die Meinung der Kirchengemeindeversammlung einho­len.

 

§ 15 Die Einberufung der Kirchengemeindeversammlung (KGV)

 Mindestens einmal im Jahr, möglichst im ersten Quartal, soll eine ordentliche Tagung der KGV stattfinden. Sie wird vom Vorsitzenden/der Vorsitzenden der KGV unter Einhal­tung einer Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladung ist auch an das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu richten. Die Frist beginnt mit dem auf die Ab­sendung folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied der Kirchengemeindeversammlung als zugegan­gen, wenn es an die letzte vom Mit­glied dem Kirchengemeinderat schriftlich bekannt gegebene elektronische oder postalische Adresse gerichtet ist. Die Tages­ordnung setzt der Kirchengemeinderat fest.

 

§ 16 Die Beschlussfassung der Kirchengemeindeversammlung (KGV)

 (1) Die Kirchengemeindeversammlung wird von dem oder der Vorsitzenden, bei Verhin­de­rung von der Stellvertretung oder einem anderen Mitglied der KGV geleitet. Ist kein Mitglied des Vorstandes der KGV anwesend, bestimmt die KGV, wer die Leitung übernimmt. Bei Wahlen kann die KGV für die Dauer des Wahlganges und der vorherge­henden Diskussion einem Wahl­ausschuss übertragen werden.

 (2) Die Art der Abstimmung bestimmt die Versammlungsleitung. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn mindestens zwei Personen der bei der Abstimmung an­wesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragen

 (4) Die Tagung der KGV ist öffentlich. Die KGV kann beschließen, dass für einzelne Tages­ordnungspunkte die Öffentlichkeit aus­geschlossen wird. Über die Zulassung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens be­schließt die KGV. Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat ein Teilnahmerecht auch für die geschlossenen Sitzungen.

 (5) Die KGV ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der im Mitgliederverzeichnis geführten Mitglieder anwesend sind. Bei Beschlussunfähigkeit ist der oder die Vorsitzende der KGV ver­pflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite KGV mit der gleichen Tagesordnung einzu­berufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Kirchengemeindeversammlungsmitglieder beschlussfä­hig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. Die zweite Kirchengemeindeversammlung kann auch unmittelbar im Anschluss an die erste KGV stattfinden, wenn zuvor in Verbindung mit der Einladung zur ersten Kirchengemeindeversammlung eine Eventualeinladung erfolgte. Die zweite KGV ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Gemeindeglieder beschlussfähig, worauf in der Einladung hinzuweisen ist.

(6) Die Kirchengemeindeversammlung fasst Beschlüsse

-           mit einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stim­men bei Satzungsänderungen,

-           mit einer Mehrheit von vier Fünftel über die Auflösung der DEKA,

-      im Übrigen mit einfacher Mehr­heit der abgegebenen gülti­gen Stimmen.

Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.

 (7) Für Wahlen gilt folgendes: Hat im ersten Wahlgang keine der kandidierenden Personen die Mehrheit der abge­gebenen gültigen Stimmen erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den Kandidaten oder Kandidatinnen statt, wel­che die beiden höchsten Stimmenzahlen erreicht haben.

 (8) Über die Beschlüsse der KGV ist ein Protokoll aufzunehmen, das von denjenigen unterzeichnet wird, die die Versammlung geleitet und das Protokoll geführt haben. Es soll Feststellungen über Ort und Zeit der Tagung der Kirchengemeindeversammlung, die Per­son des Leiters oder der Leiterin der KGV und des Protokollführers oder der Protokollführerin, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die gefassten Beschlüsse im Wortlaut, das Abstimmungsergebnis und die Art der Abstimmung enthalten.

 

§ 17 Nachträgliche Anträge zur Tagesordnung

 Jedes Mitglied der Kirchengemeindeversammlung kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der KGV beim Vor­stand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Leiter oder die Lei­terin hat zu Beginn der KGV die Tagesordnung entsprechend zu er­gänzen. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der KGV gestellt wer­den, beschließt die KGV. Zur Annahme des Antrags ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich.

§ 18 Außerordentliche Kirchengemeindeversammlung

 Der oder die Vorsitzende der KGV kann jederzeit eine außerordentliche Kirchengemeindeversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse der DEKA es erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens einem Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Kirchengemeinderat verlangt wird. Für die außerordentliche Kirchengemeindeversammlung gelten die §§ 14 und 15 entsprechend.

 

§ 19 Beauftragung der Pfarrer und Pfarrerinnen

 (1) Die Beauftragung von Pfarrern und Pfarrerinnen richtet sich nach dem zwischen der Gemeinde und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bestehenden Vertrag.

 (2) Pfarrer und Pfarrerinnen bleiben während der Dienstzeit in der Kirchengemeinde der Disziplinargewalt ihrer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstellt.

 (3) Die Dienst- und Fachaufsicht über die Pfarrer oder Pfarrerinnen bestimmt sich nach Maßgabe des Beauftragungsverhältnisses. Bei einer Visitation des Pfarrers oder der Pfarrerin wirkt die Gemeinde mit.

 

§ 20 Die Pfarrer und Pfarrerinnen

 (1) Die Aufgabe von Pfarrern und Pfarrerinnen im pfarramtlichen Dienst ist die öffentliche Verkündi­gung und Sakramentsverwaltung in alleiniger Bindung an das Wort Gottes und im Gehorsam gegen Jesus Christus als den Herrn der Kirche entsprechend der bei ihrer Ordination eingegangenen Verpflichtung.

 (2) Pfarrer und Pfarrerinnen führen die Fachaufsicht über die ihnen zugewiesenen Personen im Auslandsvikariat, Praktikum, Lektoren- oder Prädikantendienst.

§ 21 Der Finanzbeirat

 Die Kirchengemeindeversammlung wählt mit Stimmenmehrheit einen Finanzbeirat. Der Finanzbeirat besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Der Finanzbeirat überprüft die Abrechnung des Kassenwarts und berichtet in der jährlichen Mitgliederversammlung über seine Tätigkeit, insbesondere über die Prüfung der Abrechnung des Schatzmeisters.

 

§ 22 Schlichtung

 (1) Bei auftretenden Meinungsverschiedenheiten können Kirchengemeinderat und Pfarrer oder Pfarrerin eine Person ihres Vertrauens um Vermittlung bitten.

 (2) Auf Antrag des Kirchengemeinderates oder eines Zehntel der Gemeindeglieder kann das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei schwerwiegenden Konflikten in der Gemeinde unter Ausschluss des Rechtsweges durch verbindlichen Schiedsspruch entscheiden, soweit dies nach staatlichem Landesrecht zulässig ist. Hiervon ausgenommen ist die vorzeitige Beendigung des Beauftragungsverhältnisses aus wichtigem Grund, für das Verfahren nach § 10 Abs. 2 des Kirchengesetzes über die Mitarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland in der Ökumene in der jeweils geltenden Fassung maßgebend ist.

 

§ 23 Auflösung der DEKA und Vermögensanfall

Die Auflösung der DEKA kann nur in einer Kirchengemeindeversammlung mit der im § 16 Abs. 6 festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Das Vermö­gen geht im Falle der Auflösung auf die Deutsche Evangelische Kirchengemeinde in Lissabon (DEKL) über, die es in einer den Zwecken der DEKA entsprechenden Weise zu verwenden hat.

In-Kraft-Treten

Die Satzung tritt mit dem 31. Mai 2017 in Kraft.

25 Jahre DEKA

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Am 08. Juni1992 fand der erste Gottesdienst der Deutschsprachigen Evangelischen Kirchengemeinde im Algarve (DEKA) in Carvoeiro statt. Die Gemeinde besteht seit nunmehr 25 Jahren. Sie versammelt sich zum Gottesdienst, bietet ihre Gesprächsabende, seelsorglichen Dienste, Haus- und Krankenhausbesuche und im bescheidenen Rahmen auch diakonische Hilfen an.

Am Sonntag, dem 11. Juni 2017, soll der Gründung und dem 25 jährigen Bestehen der DEKA in einem Festgottesdienst und einer Feier in der Kirche und auf dem neuen Forum hinter der Kirche gedacht werden. 

Es ist geplant sich von 16.00 bis 18.00 Uhr zwnaglos bei Kaffee und Kuchen zu treffen, um 18.00 den Festgottesdienst zu halten und anschließend bis 21. 00 Uhr auf dem Forum hinter der Kirche zu feiern. Die endgültige Planung wird in der Mitgliederversammlung am 05. März 2017 festgelegt. Der Kirchengemeinderat hofft auf eine rege Beteiligung der Mitglieder der DEKA und ihrer Freunde und Wohltäter.

Abschied

Nach mehreren Einsätzen in unserer Gemeinde verabschieden sich Pfarrer Hans Uwe Hüllweg und seine Frau Friderun aus dem Algarve, um endgültig nach Münster/Westf. zurückzukehren. Am Sonntag, dem 3. Juli, 18.00 Uhr, hält er seinen letzten Gottesdienst (mit Abendmahl). Außerdem wird in diesem Gottesdienst auch wieder ein Enkelkind unserer Vorsitzenden Ingrid Helsen getauft. Leider kann sie wegen ihrer schweren Erkrankung nicht selbst dabei sein. Aber es wird eine Übertragung inss Krankenhaus nach Deutschland eingerichtet. Der Kirchenchor singt. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang auf dem Kirchenvorplatz.

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