Gedankensplitter

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Gedanken zur Monatslosung Februar 2019 Römer 8,18

Λογίζομαι γὰρ ὅτι οὐκ ἄξια τὰ παθήματα τοῦ νῦν καιροῦ πρὸς τὴν μέλλουσαν δόξαν ἀποκαλυφθῆναι εἰς ἡμᾶς.

Porque para mim tenho por certo que os sofrimentos do tempo presente não podem ser comparados com a glória a ser revelada em nós

Ich denke, die Herrlichkeit, die enthüllt wird, ist viel größer als die Leiden dieses Augenblicks, so schreibt Paulus an die Christen in Rom.

Als Paulus das schreibt, sitzt er im Knast in Cäsarea. In Abschiebehaft würden wir heute sagen. Er wartete auf seinen Prozess, der in Rom stattfinden sollte. Der Ausgang ist bekannt. Er wurde schuldig gesprochen und enthauptet. Möglich, dass er auf Anzeige seiner christlichen Brüder in Jerusalem verhaftet wurde. Christen gingen bis in die Neuzeit hinein nicht gerade zimperlich miteinander um, galt es, unliebsame Zeitgenossen loszuwerden. Weil Paulus die Christen in Rom nicht kannte, ist dieser Brief ein Empfehlungsschreiben. Seht her, so denke ich. Wie die „Römer“ seinen Brief aufgenommen haben, wissen wir nicht.

Aber er hat eine große Wirkung im Glauben der Kirche entfaltet, zum Beispiel in der Reformation. Als Luther aus der Zeile: „Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben.“  (3,22) sein ‚sola gratia‘ gegen die Werkgerechtigkeit der Kirche formulierte, allein durch die Gnade Gottes wird ein Menschenleben richtig.

Dann nach dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreiches im Kommentar der Schweizer Theologen Karl Barth, als Reaktion auf die unselige Kriegstheologie der Jahre 1914/18: Gott ist der ganz Andere! Er ist für die Vernunft unanschaulich, aber in der Offenbarung Jesu Christi anschaulich. Gott aber ist im Himmel und du auf Erden! Und gerade das Nicht-Wissen dessen, was Gott weiß, ist das Wissen von Gott, der Trost, das Licht, die Kraft, das Wissen der Ewigkeit, mit dem wir in der Zeit sind.“(294) Karl Barth wurde 1933 von den Nazis aus Deutschland vertrieben. Er hat die Bekennende Kirche im Widerstand gegen Hitler mitgegründet. Ihr Bekenntnis von Barmen lautete: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.“ Gemeint war die Rassenideologie des Nationalsozialismus.

Sowohl Luther als auch Karl Barth konnten sich mit Paulus gegen die herrschende Meinung der Kirchen ihrer Zeit stellen, und die Gefahren und Schmähungen der machthabenden Theologen und anderer Machthaber auf sich nehmen, weil sie auf das vertrauten, was die Losung des Monats Februar ausdrücken will: Ich denke, die Herrlichkeit, die enthüllt wird, ist viel größer als die Leiden dieses Augenblicks.

Sie vertrauten einem größeren Horizont als dem, den angebliche Sachzwänge des Augenblick vorzugeben scheinen. Solch Vertrauen in die sich enthüllende Herrlichkeit Gottes kann die Frustrationstoleranz gegenüber augenblicklichen Schwierigkeiten stärken. Die werden damit nicht kleingeredet, aber sie bekommen einen anderen Stellenwert.

Im Schauen dieses größeren Horizonts kann eine Kraft liegen, die auch uns stärken möge, wenn das Leben uns bitter wird. Sich unser Augenblick unerträglich anfühlt. Ich grüße Sie mit dem Gruß des Paulus am Anfang seines Briefes: Allen Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom (und anderswo): Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Pastor em. J.-Stephan Lorenz, uz.Sesmarias lote 84, 8400-565 Carvoerio, +49 171 68 20 295,stephan.lorenz@evlka.d

 

Predigt Septuagesimae

Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Wenn jemand einen Sklaven für das Feld und für die Herde hat, der von Arbeit nach Hause kommt, dann wird er ihn doch nicht gleich zu Tisch bitten, sondern er wird ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, binde dir die Schürze um, und bediene mich bei der Mahlzeit. Danach darfst DU dann auch essen und trinken. Und weiter: wird er sich dann bei seinem Sklaven, der die Aufträge erfüllt hat, großartig bedanken? Doch wohl nicht So sollt Ihr auch erst alles tun, was Euch aufgetragen ist, und dann sagen: „Wir sind doch nur Sklaven, taugen zu allem und gar nichts und haben nur getan, was wir tun sollten!“

Eine eigenartige Geschichte, die Jesus seinen Jüngern erzählt. Klingt hart, wenn er seine Freunde, die alles für ihn stehen und liegen ließen, mit Sklaven vergleicht.

Sklaven sind Menschen, Frauen, Männer und Kinder, die wie eine Sache behandelt werden: sie werden gekauft und verkauft. Ohne eigene Rechte. Sie schuften – heute 27 Millionen an der Zahl - in Textilfabriken in Indien, in der Tourismusbranche in Asien, nähen unsere Turnschuhe in Singapur. Es gibt Kindersklaven und Kindersoldaten, verschleppte Mädchen und Frauen für die Sexindustrie. Menschen, die für die unstillbaren Bedürfnisse der reichen Länder als Sklaven gehalten werden.

Zur Zeit Jesu war es nicht anders. Was will er seinen Jüngern und Freunden sagen, wenn er sie - und uns - mit Sklaven vergleicht?

Der Zusammenhang macht es klarer. Das Gleichnis ist eine Antwort auf eine Frage der Jünger: Was macht das Leben eines Christen aus?

Menschen sollen andere Menschen nicht verführen. Christen sollen andere zum Glauben führen, nicht vom Glauben abhalten. Ein jüdisches Sprichwort heißt: Rede nicht ungefragt von deinem Glauben, aber lebe so, dass dich die Leute nach deinem Glauben fragen. Hütet euch ein Leben zu führen, dass andere Menschen am Glauben verzweifeln lässt, erzählt Jesus seinen Jüngern.

Das Andere: Vergeben der Sünden! „Und wenn der Mensch siebenmal am Tag an dir sündigen würde und spräche: Es reut mich! So sollst du ihm vergeben!“Das ist eindeutig. Den Jünger verschlägt’s den Atem. Wie vielleicht auch uns, wenn wir es auf uns wirken lassen.

Da fallen uns Männer ein, die jahrelang ihre Töchter und Söhne missbrauchen. So einem soll man vergeben? Wie umgehen mit Diktatoren, die Menschen unterdrücken? Träfe Jesu Wort von der Vergebung auch auf sie zu? Die Jünger merken, was für eine Ungeheuerlichkeit Jesus von sich gibt. Ja sind wir Christen denn Deppen, belächelt von allen, wenn wir immer Allen Alles vergeben?

Sie geben ihren Zweifeln Ausdruck, antworten ihm etwas ironisch: Dazu brauchst Du aber einen starken Glauben! Jesus nimmt die Ironie auf. „Wenn ihr einen Glauben hättet, so klein wie ein Senfkorn, könntet ihr diesen Maulbeerbaum ins Meer versetzen!“

Was für ein Blödsinn ist das, ein Maulbeerbaum im Meer? Genauso blöd, wie einen „starken“ Glauben besitzen zu wollen. Glaube ist Glaube, er ist eine Beziehung zu Gott und den Menschen.

Jetzt erzählt Jesus ein Gleichnis: Ein Christ tut, was zu tun ist – wie ein Sklave seine Arbeit tut. Dem Glaubenden ist es selbstverständlich, zu tun, was zu tun ist, dass er nicht fragt: und was kommt für mich dabei rüber, oder wie die Jünger denken: ich mach mich doch nicht zum Deppen!

Der glaubende Mensch lebt so, dass er nicht viele Worte macht. Er lebt so, dass Menschen ihn nach seinem Glauben fragen. Dass sie neugierig werden, was dahintersteckt, so zu leben. Dass die Leute merken: Ach! So geht Glauben, so geht Leben! Der glaubende Mensch vergibt, vergibt, vergibt und vergibt…. 7 x 70 mal, wenn es sein muss.

Der Glaubende tut, was er tut! Er vergibt jedem, der ihn darum bittet, damit er durch Vergebung Menschen wieder versöhnt werden, in Frieden leben können.

Warum tut er das? Warum soll er sich wie ein Sklave verhalten, der fraglos tut, was zu tun ist, damit Leben weitergeht? Er tut es, weil Jesus das vorgelebt hat. Jesus bezeichnet sich selber als Sklaven. „Wer von beiden ist größer, wer bei Tisch sitzt oder wer bedient … Ich bin unter euch der, der bedient!“ Jesus hat seinen Jüngern – uns allen – mit seinem ganzen Leben gezeigt, was Leben aus Vergebung bedeutet.

Die Jünger werden bald erfahren, wie Jesus ihnen dient, ihr Sklave ist. Ihnen ganz gehört. Die Passionsgeschichte erzählt es. Erzählt von der Nacht, als Jesus verraten wurde, wo sie sich feige davongestohlen haben, ja ihn sogar –wie Petrus- verleugnet haben: „Jesus, nee, den kenne ich nicht, wer soll das denn sein?“ So sind wir Menschen! Retten unsere Haut, wenn's gefährlich wird. Kennen unsere Freunde plötzlich nicht mehr. Unter seinem Kreuz werden sie die Erfahrung machen, dass selbst denen vergebung wird, die Gott töten. „Vater vergib ihnen, denn sie wissen doch nicht, was sie tun!“

Diesen Satz hören wir. Können ihn glauben? Nehmen wir die Vergebung Gottes an?

Glauben heißt aus Vergebung leben. Im „Vater unser“ bitten wir: „…vergib uns unsere Schuld, damit wir denen, die uns etwas schuldig geblieben sind, auch vergeben können“.

Paulus hat sich Sklave Christi genannt. Martin Luther schreibt in seinem Artikel „Von der Freiheit eines Christenmenschen“:

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Und: Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan.“ Beides gilt: Vergebung empfangen und Vergebung geben. So geht Leben!

Luther sagt: Wer sich als Sklave, ganz Gott gehörend, begreifen kann, ist wirklich frei. Weil Christus unser Sklave ist. Folgen wir ihm, sind wir keine Sklaven der Menschen. Sind frei. Wir leben als Freie unter freien Menschen. Wir leben aus der Vergebung. Deshalb vergeben wir jedem, der uns danach fragt.

„Glaubst du, so hast du; glaubst du nicht, so hast du nicht. Denn was dir unmöglich ist mit allen Werken der Gebote, die zahlreich und doch nutzlos sein müssen, das wird dir leicht und kurz durch den Glauben.“

Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur gehört, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr endlich selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen

 


 

Gemeindeordnung

Gemeindesatzung

für die Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve (kurz im Folgenden „DEKA“ genannt)

Präambel

Der Auftrag Jesu Christi zur Verkündigung des Evangeliums ist für die DEKA verpflichtend.

Grundlage der Verkündigung in der DEKA ist das in Jesus Christus offenbar gewordene Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes gegeben und in den altkirchlichen Bekenntnissen und reformatorischen Bekennt­nisschriften bezeugt ist.

Die DEKA wurde im Juni 1992 auf Initiative des damaligen deutschen Honorarkonsuls für den Algarve, Herrn Enzio Freiherr von Baselli, in Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Evangelischen Kirche in Lissabon (DEKL) gegründet.

In Bindung an diese Grundlage nimmt die DEKA die folgende Gemeindesatzung an.

§ 1 Name und Sitz

 (1) Die Gemeinde führt den Namen „Deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Algarve (DEKA) ". Sie ist eine religiöse Vereinigung eingetragen

 (2) Die DEKA hat ihren Sitz in Carvoeiro/Lagoa.

§ 2 Auftrag und Aufgaben

 (1) Die DEKA hat die Aufgabe, für den Dienst am Evangelium von Jesus Christus in Wort und Sakrament Sorge zu tragen.

 (2) Die DEKA hat insbesondere die Aufgabe des kirchlichen Dienstes an allen in ihrem Bereich lebenden evangelischen Christen deutscher Sprache. Sie tritt für die ökumenische Gemeinschaft der Christen in aller Welt ein. Sie erfüllt diese Aufgaben im Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 (3) Kirchenvorstand und Pfarramt haben für regelmäßige öffentliche Gottesdienste, kirchliche Unterweisung, Seelsorge und diakonische Tätigkeit zu sorgen. Die DEKA bestimmt die dafür notwendigen Ordnungen, Agenden und das Gesangbuch und legt die Anforderungen für die Zulassung zur Konfirmation im Einvernehmen mit dem Pfarramt und dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fest.

 (4) Alle Mitglieder der DEKA tragen die Verantwortung für die rechte Lehre und für die zeit- und sachgemäße Erfüllung des Auftrags. Zur Wahrnehmung dieser Aufgabe werden Gemeindemitglie­der ehrenamtlich oder beruflich zum Dienst der Kirche beru­fen bzw. gewählt.

 

§ 3 Vertragliche Bindungen und Eigenständigkeit der DEKA

 (1) Die DEKA ist mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vertraglich verbunden. Die DEKA hat vor Satzungsänderungen das Einvernehmen mit der Evange­lischen Kirche in Deutschland herbeizuführen.

 (2) Die DEKA ist aufgrund von Geschichte und Tradition mit der Deutschen Evangelischen Kirchengemeinde Lissabon (DEKL) in besonderer Weise verbunden.

 (3) In Erfüllung ihrer Aufgaben ordnet und verwaltet die DEKA ihre Angele­genheiten eigenständig.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

 (1) Die Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi gründet sich auf die Heilige Taufe.

 (2) Die Mitgliedschaft in der DEKA wird erworben

a. durch die Heilige Taufe, die in der DEKA vollzogen wurde

oder

b. durch Beitritt

Wurde die Taufe nicht in der DEKA vollzogen, so bedarf es einer Bei­trittserklärung. Die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Mitgliedschaft in der DEKA schließen sich nicht aus.

 (3) Der Beitritt erfolgt durch schriftliche Erklärung. Die Erklärung erfolgt gegenüber dem Kirchengemeinderat. Eine Beitrittserklärung kann jede Person abgeben, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet hat und getauft ist. Erziehungsberechtigte können die Bei­trittserklärung für ihre getauften Kinder abgeben, sofern diese das 18. Lebensjahr noch nicht er­reicht haben.

 (4) Die Beitrittserklärung soll den Namen, das Alter, den Beruf, die Anschrift der Person, die beitreten möchte, das Taufdatum und eine Erklärung über die Bereit­schaft, einen Gemeindebeitrag zu entrichten, enthalten.

 (5) Dem Beitritt kann durch den Kirchengemeinderat wider­sprochen werden. Der Widerspruch ist mit Gründen zu versehen. Die den Beitritt begehrende Person kann hiergegen Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist innerhalb eines Monats ab Zugang des ablehnenden Bescheides schriftlich beim Kirchengemeinderat einzulegen. Über die Beschwerde ent­scheidet die nächste Kirchengemeindeversammlung (siehe § 10).

 

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

 (1) Die Mitglieder stehen als Glieder der Gemeinde Jesu Christi in der Verantwortung vor Gott.

 (2) Die Mitglieder sind zu allen Gottesdiensten eingeladen und haben das Recht auf

  1. den Gebrauch der Sakramente,
  2. seelsorgerliche Begleitung,
  3. Amtshandlungen,
  4. christliche Unterweisung.

 (3) Alle Mitglieder sind eingeladen, mit ihren Gaben an der Gestaltung des kirchlichen Le­bens mitzuwirken, kirchliche und diakonische Aufga­ben zu übernehmen und sich an Wahlen zu beteiligen.

 (4) Durch den Gemeindebeitrag tragen die Mitglieder dazu bei, dass die Gemeinde ihre Aufgaben erfüllen kann.

 

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

 (1) Die Mitgliedschaft endet

  1. mit dem Tod des Mitglieds,
  2. durch Austritt,
  3. durch Ausschluss aus der DEKA.

 (2) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Kirchen­gemeinderates. Der Empfang der Austrittserklärung ist in geeigneter Weise zu quittieren. Der Austritt ist nur zum Schluss eines Quartals unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen zulässig.

 (3) Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Kirchengemeinderates. Ein Mitglied kann, wenn es gegen das Bekenntnis der DEKA grob verstößt, den Interessen der DEKA wiederholt Schaden zufügt oder seine mit dem Beitritt oder der Verleihung der Mitgliedschaft übernommenen Aufgaben bewusst nicht erfüllt aus der DEKA ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, persönlich vor dem Kir­chengemeinderat oder schriftlich Stellung zu nehmen. Eine schriftliche Stellungnahme des/der Betrof­fenen ist in der Kirchengemein­deratssitzung zu verlesen. Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied mit eingeschriebenem Brief bekannt zu ma­chen. Gegen den Ausschließungsbe­schluss des Kirchengemeinderates steht dem Mitglied das Recht des Widerspruchs an die Kirchengemeindeversammlung zu. Der Widerspruch hat aufschie­bende Wirkung. Der Widerspruch muss innerhalb einer Frist von einem Mo­nat ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Kirchengemeinderat eingelegt werden. Ist der Widerspruch rechtzeitig eingelegt, so hat der Kirchengemeinderat ihn unverzüglich der nächsten Kirchengemeindeversammlung vorzulegen. Geschieht dies nicht, gilt der Ausschließungsbe­schluss als nicht erlassen. Macht das Mitglied von dem Recht des Widerspruchs gegen den Aus­schließungsbeschluss keinen Gebrauch oder versäumt es die Widerspruchsfrist, so unterwirft es sich damit dem Ausschlie­ßungsgrund mit der Folge, dass die Mitgliedschaft als beendet gilt.

 

§ 7 Mitgliedsbeiträge

 Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Beitrages und dessen Fälligkeit werden von der Kirchengemeindeversammlung bestimmt. In Ausnahmefällen kann der Kirchengemeinderat Mitgliedern die Beitragszahlung ermäßigen oder erlassen.

 

§ 8 Organe der DEKA

Organe der DEKA sind

                  a. der Kirchengemeinderat (KGR)

b. die Kirchengemeindeversammlung (KGV)

c. der Finanzbeirat

§ 9 Der Kirchengemeinderat (KGR)

 (1) Der Kirchengemeinderat besteht aus mindestens 5, höchstens 8 Personen. Er wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden oder die Vorsitzende, den stellvertretenden Vorsitzenden oder die stellvertretende Vorsitzende und den Schatzmeister oder die Schatzmeisterin. Der/die Vorsitzende und die Mehrheit der Mitglieder des KGR müssen evangelischen Bekenntnisses sein.

 (2) Die DEKA wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch zwei Mitglieder des Kirchengemeinderates, darunter der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende.

 (3) Die Vereinigung mehrerer Ämter im Kirchengemeinderat in einer Person ist unzulässig.

 (4) Dem Kirchengemeinderat sollen keine Personen als Mitglieder angehören, die miteinander Verwandte ersten Grades oder verheiratet sind.

 

§ 10 Die Zuständigkeit des Kirchengemeinderates (KGR)

 Der Kirchengemeinderat ist für alle Angelegenheiten der DEKA zuständig, soweit sie nicht durch Satzung einem anderen kirchlichen Organ zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Vorbereitung der Kirchengemeindeversammlungen und Aufstellung der Tagesord­nungen,
  2. Ausführung der Beschlüsse der Kirchengemeindeversammlung,
  3. Aufstellung eines Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, Buchführung und Erstel­lung ei­nes Jahresberichtes.

 § 11 Amtsdauer des Kirchengemeinderates

 (1) Die Mitglieder des Kirchengemeinderates werden von der Kirchengemeindeversammlung für die Dauer von vier Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt. Mitglieder des Kirchengemeinderates bleiben bis zur Neuwahl des Kirchengemeinderates im Amt. Jedes Mitglied des Kirchengemeindera­tes, mit Ausnahme des Pfarrers oder der Pfarrerin, ist einzeln zu wählen. Die Mitglieder des Kirchengemeinderates werden in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

 (2) Mitglieder des Kirchengemeinderates können wie­dergewählt werden.

 (3) Wählbar sind alle Mitglieder der DEKA ab dem vollendeten achtzehnten Lebensjahr, sofern sie nicht in einem haupt- oder nebenberuflichen Beschäftigungsverhältnis zur Kirchengemeinde stehen.

 (4) Das Amt der Mitglieder des Kirchengemeinderates ist ein kirchliches Ehrenamt und wird unentgeltlich wahrgenommen.

 (5) Die Mitglieder des Kirchengemeinderates haben über alle Angelegenheiten, die ihnen in Ausübung ihres Amtes bekannt geworden sind und die ihrer Natur nach vertraulich sind, Verschwiegenheit zu wahren. Dies gilt auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt. Die Verpflichtung zur Aussage gegenüber staatlichen Behörden und Gerichten richtet sich nach Landesrecht.

 

§ 12 Ausscheiden eines Kirchengemeinderatsmitgliedes

 (1) Ein Mitglied des Kirchengemeinderates scheidet aus, wenn

a) es sein Amt niederlegt,

b) die Voraussetzungen seiner Wählbarkeit entfallen,

c) es nicht mehr in der Lage ist, seinen Amtspflichten nachzukommen,

d) es sich erheblicher Pflichtverletzungen schuldig macht,

e) es durch die Gemeindeversammlung mit zwei Drittel der abgegebenen Stimmen abgewählt wird.

 (2) In den Fällen des Absatzes 1 Buchstaben c und d stellt der Kirchengemeinderat mit zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen das Ausscheiden fest.

 (3) Das Ausscheiden eines Mitgliedes ist in geeigneter Weise öffentlich bekannt zu machen.

 (4) Scheidet ein Mitglied während der Amtsperiode aus, so kooptiert der Kir­chengemeinderat ein Mitglied der DEKA als Ersatzmit­glied für die restliche Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds. Dies ist in geeigneter Weise bekannt zu machen.

 (5) Scheiden alle Mitglieder des KGR aus, bestimmt vorher der KGR eine kommissarische Vertretung und Verwaltung der Kirchengemeinde mit allen Rechten und Pflichten des Kirchengemeinderates. Kann sich der KGR über eine kommissarische Verwaltung nicht einigen, übernimmt das Kirchenamt der EKD die kommissarische Verwaltung der Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten des Kirchengemeinderates.

 

§ 13 Beschlussfassung des Kirchengemeinderates

 (1) Der Kirchengemeinderat fasst seine Beschlüsse in der Regel in Sitzungen, die auf schriftliche, elektronische oder ausnahmsweise fernmündliche Ein­ladung des oder der Vorsitzenden, bei Verhinderung von der Stellvertretung, in der Regel monatlich stattfinden. Die Einladung ist auch an das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu richten. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von einer Woche einzuhalten.

 (2) Der Kirchengemeinderat ist beschlussfähig, wenn außer dem oder der Vorsitzenden oder der Stellvertretung mindestens zwei weitere Kirchengemeinderatsmitglie­der anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmen­gleichheit entscheidet die Stimme der Person, die die Kirchengemeinderatsitzung leitet.

 (3) Die Kirchengemeinderatsitzung leitet der oder die Vorsitzende, bei seiner oder ihrer Ver­hinderung der oder die stellver­tretende Vorsitzende.

 (4) Die Sitzungen sind, wenn nicht anders beschlossen, für alle Gemeindeglieder öffentlich. Der KGR kann den Ausschluss der Gemeindeöffentlichkeit beschließen, wenn dies durch den zu behandelnden Tagesordnungspunkt geboten ist. Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kann an den Sitzungen des Kirchengemeinderates, auch wenn es sich um geschlossene Sitzungen handelt, teilnehmen.

 (5) Die Beschlüsse des Kirchengemeinderates sind schriftlich in einem Protokollbuch festzuhalten. Die Niederschrift hat Ort und Zeit der Kirchengemeinderatsitzung, die Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse, das Ab­stimmungsergebnis und die Unterschrift des Sitzungsleiters oder der Sitzungsleiterin zu enthalten.

 (6) Ein Beschluss des Kirchengemeinderates kann ausnahmsweise auf schriftlichem Wege, auch mittels elektronischer Post, gefasst werden, wenn alle Mitglieder des Kirchengemeinderates ihre Zustimmung zu der zu beschließenden Regelung erklären.

 

§ 14 Die Kirchengemeindeversammlung (KGV)

(1) In der Kirchengemeindeversammlung hat jedes Mitglied der DEKA, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich be­vollmächtigt werden. Es dürfen nicht mehr als zwei fremde Stimmen vertreten werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Tagung der Kirchengemeindeversammlung gesondert zu erteilen.

 (2) Die Kirchengemeindeversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zu­ständig:

  1. Wahl eines/einer Vorsitzenden, eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin und eines Protokollführers/einer Protokollführerin für 4 Jahre,
  2. Einberufung der Kirchengemeindeversammlung, siehe § 15,
  3. Beratung über den Gemeindeaufbau,
  4. Entgegennahme des Jahresberichtes des Kirchengemeinderates und dessen Entlastung,
  5. Genehmigung des vom Kirchengemeinderat aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr,
  6. Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Gemeindebeiträge,
  7. Festsetzung der Anzahl der zu berufenden Mitglieder des Kirchengemeinderates,
  8. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Kirchengemeinderates,
  9. Wahl des Finanzbeirates (Vorsitzender/Vorsitzende, Stellvertretender Vorsitzender/stellvertretende Vorsitzende, Schriftführer/Schriftführerin      
  10. Errichtung und Auflösung von Einrichtungen der DEKA,
  11. Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Auflösung der DEKA,
  12. Beschlussfassung über den Widerspruch gegen den Ausschließungsbeschluss des Kirchengemeinderates,
  13. Zustimmung zu dem Vertrag mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dessen Änderung.

 (3) In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Kirchengemeinderates fallen, kann die Kirchengemeindeversammlung Empfehlungen an den Kirchengemeinderat beschlie­ßen. Der Kirchengemeinderat kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsberei­ches die Meinung der Kirchengemeindeversammlung einho­len.

 

§ 15 Die Einberufung der Kirchengemeindeversammlung (KGV)

 Mindestens einmal im Jahr, möglichst im ersten Quartal, soll eine ordentliche Tagung der KGV stattfinden. Sie wird vom Vorsitzenden/der Vorsitzenden der KGV unter Einhal­tung einer Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladung ist auch an das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu richten. Die Frist beginnt mit dem auf die Ab­sendung folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied der Kirchengemeindeversammlung als zugegan­gen, wenn es an die letzte vom Mit­glied dem Kirchengemeinderat schriftlich bekannt gegebene elektronische oder postalische Adresse gerichtet ist. Die Tages­ordnung setzt der Kirchengemeinderat fest.

 

§ 16 Die Beschlussfassung der Kirchengemeindeversammlung (KGV)

 (1) Die Kirchengemeindeversammlung wird von dem oder der Vorsitzenden, bei Verhin­de­rung von der Stellvertretung oder einem anderen Mitglied der KGV geleitet. Ist kein Mitglied des Vorstandes der KGV anwesend, bestimmt die KGV, wer die Leitung übernimmt. Bei Wahlen kann die KGV für die Dauer des Wahlganges und der vorherge­henden Diskussion einem Wahl­ausschuss übertragen werden.

 (2) Die Art der Abstimmung bestimmt die Versammlungsleitung. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn mindestens zwei Personen der bei der Abstimmung an­wesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragen

 (4) Die Tagung der KGV ist öffentlich. Die KGV kann beschließen, dass für einzelne Tages­ordnungspunkte die Öffentlichkeit aus­geschlossen wird. Über die Zulassung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens be­schließt die KGV. Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat ein Teilnahmerecht auch für die geschlossenen Sitzungen.

 (5) Die KGV ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der im Mitgliederverzeichnis geführten Mitglieder anwesend sind. Bei Beschlussunfähigkeit ist der oder die Vorsitzende der KGV ver­pflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite KGV mit der gleichen Tagesordnung einzu­berufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Kirchengemeindeversammlungsmitglieder beschlussfä­hig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. Die zweite Kirchengemeindeversammlung kann auch unmittelbar im Anschluss an die erste KGV stattfinden, wenn zuvor in Verbindung mit der Einladung zur ersten Kirchengemeindeversammlung eine Eventualeinladung erfolgte. Die zweite KGV ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Gemeindeglieder beschlussfähig, worauf in der Einladung hinzuweisen ist.

(6) Die Kirchengemeindeversammlung fasst Beschlüsse

-           mit einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stim­men bei Satzungsänderungen,

-           mit einer Mehrheit von vier Fünftel über die Auflösung der DEKA,

-      im Übrigen mit einfacher Mehr­heit der abgegebenen gülti­gen Stimmen.

Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.

 (7) Für Wahlen gilt folgendes: Hat im ersten Wahlgang keine der kandidierenden Personen die Mehrheit der abge­gebenen gültigen Stimmen erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den Kandidaten oder Kandidatinnen statt, wel­che die beiden höchsten Stimmenzahlen erreicht haben.

 (8) Über die Beschlüsse der KGV ist ein Protokoll aufzunehmen, das von denjenigen unterzeichnet wird, die die Versammlung geleitet und das Protokoll geführt haben. Es soll Feststellungen über Ort und Zeit der Tagung der Kirchengemeindeversammlung, die Per­son des Leiters oder der Leiterin der KGV und des Protokollführers oder der Protokollführerin, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die gefassten Beschlüsse im Wortlaut, das Abstimmungsergebnis und die Art der Abstimmung enthalten.

 

§ 17 Nachträgliche Anträge zur Tagesordnung

 Jedes Mitglied der Kirchengemeindeversammlung kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der KGV beim Vor­stand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Leiter oder die Lei­terin hat zu Beginn der KGV die Tagesordnung entsprechend zu er­gänzen. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der KGV gestellt wer­den, beschließt die KGV. Zur Annahme des Antrags ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich.

§ 18 Außerordentliche Kirchengemeindeversammlung

 Der oder die Vorsitzende der KGV kann jederzeit eine außerordentliche Kirchengemeindeversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse der DEKA es erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens einem Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Kirchengemeinderat verlangt wird. Für die außerordentliche Kirchengemeindeversammlung gelten die §§ 14 und 15 entsprechend.

 

§ 19 Beauftragung der Pfarrer und Pfarrerinnen

 (1) Die Beauftragung von Pfarrern und Pfarrerinnen richtet sich nach dem zwischen der Gemeinde und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bestehenden Vertrag.

 (2) Pfarrer und Pfarrerinnen bleiben während der Dienstzeit in der Kirchengemeinde der Disziplinargewalt ihrer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstellt.

 (3) Die Dienst- und Fachaufsicht über die Pfarrer oder Pfarrerinnen bestimmt sich nach Maßgabe des Beauftragungsverhältnisses. Bei einer Visitation des Pfarrers oder der Pfarrerin wirkt die Gemeinde mit.

 

§ 20 Die Pfarrer und Pfarrerinnen

 (1) Die Aufgabe von Pfarrern und Pfarrerinnen im pfarramtlichen Dienst ist die öffentliche Verkündi­gung und Sakramentsverwaltung in alleiniger Bindung an das Wort Gottes und im Gehorsam gegen Jesus Christus als den Herrn der Kirche entsprechend der bei ihrer Ordination eingegangenen Verpflichtung.

 (2) Pfarrer und Pfarrerinnen führen die Fachaufsicht über die ihnen zugewiesenen Personen im Auslandsvikariat, Praktikum, Lektoren- oder Prädikantendienst.

§ 21 Der Finanzbeirat

 Die Kirchengemeindeversammlung wählt mit Stimmenmehrheit einen Finanzbeirat. Der Finanzbeirat besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Der Finanzbeirat überprüft die Abrechnung des Kassenwarts und berichtet in der jährlichen Mitgliederversammlung über seine Tätigkeit, insbesondere über die Prüfung der Abrechnung des Schatzmeisters.

 

§ 22 Schlichtung

 (1) Bei auftretenden Meinungsverschiedenheiten können Kirchengemeinderat und Pfarrer oder Pfarrerin eine Person ihres Vertrauens um Vermittlung bitten.

 (2) Auf Antrag des Kirchengemeinderates oder eines Zehntel der Gemeindeglieder kann das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei schwerwiegenden Konflikten in der Gemeinde unter Ausschluss des Rechtsweges durch verbindlichen Schiedsspruch entscheiden, soweit dies nach staatlichem Landesrecht zulässig ist. Hiervon ausgenommen ist die vorzeitige Beendigung des Beauftragungsverhältnisses aus wichtigem Grund, für das Verfahren nach § 10 Abs. 2 des Kirchengesetzes über die Mitarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland in der Ökumene in der jeweils geltenden Fassung maßgebend ist.

 

§ 23 Auflösung der DEKA und Vermögensanfall

Die Auflösung der DEKA kann nur in einer Kirchengemeindeversammlung mit der im § 16 Abs. 6 festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Das Vermö­gen geht im Falle der Auflösung auf die Deutsche Evangelische Kirchengemeinde in Lissabon (DEKL) über, die es in einer den Zwecken der DEKA entsprechenden Weise zu verwenden hat.

In-Kraft-Treten

Die Satzung tritt mit dem 31. Mai 2017 in Kraft.

25 Jahre DEKA

logo 25

 

Am 08. Juni1992 fand der erste Gottesdienst der Deutschsprachigen Evangelischen Kirchengemeinde im Algarve (DEKA) in Carvoeiro statt. Die Gemeinde besteht seit nunmehr 25 Jahren. Sie versammelt sich zum Gottesdienst, bietet ihre Gesprächsabende, seelsorglichen Dienste, Haus- und Krankenhausbesuche und im bescheidenen Rahmen auch diakonische Hilfen an.

Am Sonntag, dem 11. Juni 2017, soll der Gründung und dem 25 jährigen Bestehen der DEKA in einem Festgottesdienst und einer Feier in der Kirche und auf dem neuen Forum hinter der Kirche gedacht werden. 

Es ist geplant sich von 16.00 bis 18.00 Uhr zwnaglos bei Kaffee und Kuchen zu treffen, um 18.00 den Festgottesdienst zu halten und anschließend bis 21. 00 Uhr auf dem Forum hinter der Kirche zu feiern. Die endgültige Planung wird in der Mitgliederversammlung am 05. März 2017 festgelegt. Der Kirchengemeinderat hofft auf eine rege Beteiligung der Mitglieder der DEKA und ihrer Freunde und Wohltäter.

Abschied

Nach mehreren Einsätzen in unserer Gemeinde verabschieden sich Pfarrer Hans Uwe Hüllweg und seine Frau Friderun aus dem Algarve, um endgültig nach Münster/Westf. zurückzukehren. Am Sonntag, dem 3. Juli, 18.00 Uhr, hält er seinen letzten Gottesdienst (mit Abendmahl). Außerdem wird in diesem Gottesdienst auch wieder ein Enkelkind unserer Vorsitzenden Ingrid Helsen getauft. Leider kann sie wegen ihrer schweren Erkrankung nicht selbst dabei sein. Aber es wird eine Übertragung inss Krankenhaus nach Deutschland eingerichtet. Der Kirchenchor singt. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang auf dem Kirchenvorplatz.

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